Führung in der Krise

Führung in der Krise

Leadership, Life

Ab heute beginnt eine neue Zeit. Nun kommt es erst recht darauf an, wie Sie Ihre Mitarbeiter führen. 10 Tipps von mir für Führungskräfte und im Foto lesen Sie die Dinge, die Sie beeinflussen können!

1. Beenden Sie Gespräche über „Verschwörungstheorien“. 

2. Hören Sie zu und nehmen Sie sich Zeit für Ihr Team.

3. Bringen Sie sich in innere Ruhe.

4. Akzeptieren Sie die Situation.

5. Flexibilisieren Sie die Prozesse.

6. Planen Sie mit Ihrem Team die Krisenzeit.

7. Arbeiten Sie lieben Gebliebenes weg.

8. Sorgen Sie so schnell es geht für neue Routinen.

9. Helfen Sie Eltern, Arbeit und Beruf zu verbinden.

10. Nutzen Sie resiliente, positive Kollegen als Teamsprecher.

Bringen Sie sich und Ihre Teams in die innere Haltung „Wir schaffen das gemeinsam und finden eine Lösung für jedes Problem“.

#resilienz #malaikaloher #surfyourlife #kulturwandel #führungskräftetraining #veränderungskompetenz #kommunikation

Homeoffice mit Kids

Homeoffice mit Kids

Leadership, Life

Alleine oder mit Kindern im Homeoffice zu arbeiten, ist eine Herausforderung. Disziplin ist für manchen ein Problem, andere hören gar nicht mehr auf zu arbeiten. Besonders spannend wird es mit kleinen Kindern und aktuell mit dem „Nebenjob“ als Lehrer erst recht.

Arbeit und Elternschaft verschmelzen

Ich selbst habe auf Elternzeit verzichtet. Nach der ersten Geburt sass ich eine Woche später im GF-Meeting und dachte, ich bekomme noch ein Kind. Heute sind meine Kids 8 und 11 und daran gewöhnt, den Mund zu halten, wenn „das schwarze“ Geschäftstelefon klingelt oder ich am Rechner konzentriert arbeite. Das mussten wir über Jahre entwickeln und ich habe viele, viele Techniken getestet. Leider kann ich nachts nicht arbeiten. Bei mir ist ab 20 Uhr schon eher die Luft raus. Natürlich hatte ich vor den Kindern schon einige Jahre Erfahrung im Homeoffice durch meine Selbständigkeit. Doch das ist kein Hexenwerk, wenn Sie folgende Regeln beachten.

Erfahrungen für „Anfänger“ und „Forgeschrittene“ im Homeoffice:

1. Konsequenz ist das A und O. Sie sollten zu einer regulären Zeit am Rechner sitzen und am Ende den Rechner abschalten.

2. Gut ist, wenn Sie den Rechner in einem Zimmer außerhalb des Wohnbereichs aufstellen. So sind Sie nach Feierabend auch wirklich weg vom Büro.

3. Schlechtes Gewissen bedeutet, Sie haben sich zu sehr ablenken lassen oder Sie neigen zum Workaholic. Führen Sie eine Zeitaufschreibung. Jede Tätigkeit wird in einer Excel mit von – bis notiert. Damit haben Sie den Beweis gegen die innere Unruhe.

4. Räumen Sie am Abend zuvor die Küche bzw. das Sichtfeld des Rechners auf. Das ist am Morgen Arbeitsbereich. Schmutziges Geschirr sorgt für Defokussierung. Sie sollten auch nicht den Laptop vor einem Korb gewaschener Wäsche stehen haben, die den ganzen Tag nach „zusammenlegen“ schreit.

5. Private Telefonate sollten nach der Arbeit stattfinden oder bewusst geführt werden. Sobald Sie „lieber“ arbeiten würden, sollten Sie später zurückrufen.

6. Widerstehen Sie dem Drang, zwischendurch Wäsche zu waschen, einkaufen zu gehen, die Heizkörper zu putzen etc. Das lenkt Sie nur ab, bzw. neigt der innere Schweinehund dazu, „zu Hause“ in Urlaubsmodus gehen zu wollen. Sie müssen ihn daran hindern.

Homeoffice mit Kindern:

1. Stellen Sie sich innerlich auf Kinder als „Projekt“ ein. Ruft im Büro ein Kunde an oder steht der Kollege im Office, schreien Sie ihn ja auch nicht genervt an. Ihre Kinder sind erst ab etwa 6 Jahren in der Lage zu verstehen, warum sie Sie in Ruhe lassen sollten. Ab 9 Jahren sollten Sie definitiv in der Lage sein, sich 2-3 Stunden selbst zu beschäftigen – auch ohne TV oder Zocken. Können Sie das nicht, ist es jetzt Zeit, es zu lernen – dringend!

2. Die Herausforderung: Sie können nicht durcharbeiten, sondern, je nach Alter der Kinder nur im Minutentakt. Sobald Ihr Kleinkind spielt, heißt es für Sie – Arbeit. Unter 6 Jahren ist es für die Kinder nicht möglich, sich in Sie hinein zu versetzen. Die Welt dreht sich noch ausschließlich um das Kind. Deshalb müssen Sie mit Tricks arbeiten.

3. Holen Sie andere Kinder ins Haus, zu zweit oder viert ist es leichter. Dreiergespanne sind oft streitlustig. Sorgen Sie für leckeres „auf die Hand“-Essen, damit länger Ruhe ist. Drehen Sie nicht durch, wenn die Kinder den Wohnraum verwüsten. Das erledigen Sie nach der Arbeit.

4. Kinder brauchen oft nur kurz Aufmerksamkeit und eine Spielidee mit Einstiegsbegleitung, um sich wieder in ihrer Welt zu verlieren. (z.B. wähle ich ausführlich Ausmalbilder am Rechner mit meinem Kind am Schoß aus, kopiere sie in ein Dokument und drucke sie.)

5. Kinder, die im Büro spielen sind meistens zu laut, weil sie Selbstgespräche führen, singen etc. Trainieren Sie Ihr Kind darauf, im eigenen Zimmer bzw. einem anderen Raum zu spielen. Dann werden sie auch von Ihnen nicht aus dem Spiel gerissen.

6. Was bei unter 6-7 jährigen nichts bringt ist schreien, drohen oder bestrafen. Das kostet Sie Energie und hat den gegenteiligen Effekt beim Kind. Jetzt tut es alles, um Sie wieder in gute Stimmung zu bringen und dazu gehört nicht, Sie in Ruhe zu lassen. Bei älteren Kindern hilft Belohnung und wenn sie gar nicht folgen auch das Ankündigen von negativen Konsequenzen.

7. Für das Homeschooling: Kinder machen erst ihre Aufgaben, die sie von der Schule oder von Ihnen bekommen, bevor sie spielen. Routine ist hier das Mittel der Wahl.

Bedenken Sie: Unseren Kindern geht es sehr gut. Sie traumatisierten sie nicht, wenn Sie arbeiten, statt den ganzen Tag Eltern zu sein. Kinder brauchen auch nicht ständig „Programm“. Im Gegenteil: Je mehr sie auf ihre Fantasie zurück geworfen werden, desto kreativer werden sie. Meine Kinder dürfen bei Langeweile erst recht nicht fern sehen. Das sitze ich in der Regel aus und sie entwickeln fantastische Ideen für Spiele.

#homeoffice #kinder #zeitmanagement

Empathie

Empathie

Life

Aktuelle Lektüre: „Lynne McTaggart, Das Nullpunkt-Feld.“ Ergebnisse aus 50 Jahren Forschung in der Quantenphysik auf den Punkt gebracht. Sehr inspirierende Erkenntnisse. Ich hatte mit Physik in der Schule nichts am Hut. Heute versuche ich alles, um zu verstehen. Und die Wissenschaft weiß inzwischen viel mehr, als der normale Mensch in der Schule lernt. Meine kleine Physik-Bibliothek kann sich langsam sehen lassen. Und ich verstehe längst nicht alles. Aber eines habe ich begriffen. Wir verfügen über „magische Kräfte“. Ich sage das deshalb, weil diese Dinge nicht sichtbar, nicht über die Sinne spürbar sind. Sie funktionieren über elektromagnetische Prozesse, über Quarks, Atome, Elektronen und all diese unsichtbaren „Teile“, die uns unsere Technologien ermöglichen.

Mentalisten sind mental gut trainiert

Doch was ist mit der menschlichen „Technologie“? Noch befinden wir uns diesbezüglich auf einem mentalen Steinzeitniveau. Nehmen wir zum Beispiel die „Empathie“.

Ein Beispiel aus dem Buch von McTaggart: Der „Backster-Effekt“. Cleve Backster, ein New Yorker Lügendetektor-Experte, wollte bereits 1967! herausfinden, ob Pflanzen „Emotionen“ in Form von elektrischen Signalen registrieren. Er zeichnete die galvanischen Reaktionen mit dem Lügendetektor auf, der „eigentlich“ menschliche Stressreaktionen über den Hautwiderstand misst. Dazu verbrannte er vor der Messung ein Blatt der Pflanze.

Ergebnis: Die Pflanze zeigte erhöhten Stress. Er registrierte bei dieser Pflanze die gleiche Stress-Reaktion, als er anschließend ein Blatt der Nachbarpflanze verbrannte. Backster vermutete eine Art elektromagnetischer Empathie zwischen Lebewesen. Das gleiche funktionierte übrigens auch zwischen Pflanzen und Tieren, selbst über 100te von Meilen!

Empathie ist nicht greifbar

Sie kennen das Gefühl, wenn sich jemand vor Ihren Augen in den Finger schneidet? Vielleicht haben Sie eine Gänsehaut, es kribbelt in der Magengegend oder sie verziehen das Gesicht, weil Sie es nachempfinden können. Selbst, wenn Ihnen am Telefon berichtet wird, wie sich „jemand“ das Bein gebrochen hat, fühlen Sie es geradezu selbst, richtig?

Kinder und Eltern – eine geheime Verbindung

Kinder bekommen Bauchschmerzen, wenn es der Mutter mental nicht gut geht. Sie fühlen sich krank, wenn Ihr Kind Schmerzen hat. Sie wachen nachts auf, weil Ihr Kind wach liegt. Es hat aber noch gar nicht nach Ihnen gerufen. Viele dieser Alltags-Beispiel zeigen uns, dass wir ein stilles, unbewusstes Mitgefühl haben.

Synchronizität über Entfernung

Nun sagt die Wissenschaft, das wären die Spiegelneuronen. Alles physisch erklärbar, solange man sich gegenüber steht. Doch was ist mit der Übertragung von einem Zimmer zum anderen oder über viele Kilometer, selbst, ohne miteinander zu sprechen. Beispiel: Sie denken an jemanden, die Person ruft an. Schon einmal erlebt? Oder Sie wollen zum Kollegen ins Büro am anderen Ende des Office, weil Sie dringend eine Info brauchen und prallen mit diesem an der Ecke im Flur zusammen. Er sagt überrascht: „Zu Dir wollt ich gerade!“

Kohärenz ist kein Zufall

Wir sind darauf nicht trainiert, weshalb es wie ein Zufall wirkt. Aber was, wenn Sie zu viel mehr fähig wären? Wenn es eben kein Zufall ist? Untersuchungen zur Folge übertragen wir mentale Ordnung auf andere. Immer derjenige, der innerlich gesammelter ist, bringt Kohärenz, also Balance in andere Systeme. Einfach ausgedrückt. Der Gelassenere steckt gestresste Menschen an. Sie entspannen sich im Umfeld von gelassenen Menschen. Warum? Physikalisch wäre es erklärbar, aber Ihr Verstand will es live und in Farbe sehen, richtig? Tja, dabei kann ich Ihnen nicht helfen. Aber ich kann Ihnen versichern, dass wir alle zusammenhängen und einander bedingen. Denken Sie positiv an andere und Sie übertragen es auf die jeweilige Person, egal, wo diese Person sich befindet. Und es wirkt fast genauso stark, als würde die Person sich selbst positiv zusprechen.

Tipp 1: Viele Ihrer Gefühle sind die anderer. Sie spüren andere Menschen in dem Moment, in denen Sie sich gegenseitig über die Sinne wahrnehmen. Körpersprache und Stimme anderer Menschen beeinflusst Sie, selbst, wenn Sie weit weg in der Kantine sitzen. Und da sprechen wir noch nicht über die Fern-Wirkungen. Sie können andere ausschließen und sich schützen. Das sollten Sie sogar trainieren, um Ihre Energie zu schonen.

Schaffen sie sich einen Schutz an. Visualisieren Sie eine Mauer, eine Hecke, eine Glaskuppel um sich herum. Am besten testen Sie das bei dem Kollegen, der Sie immer wieder in schlechte Stimmung bringt. Verhindern Sie es durch mentale Bilder. Aber nicht, indem Sie ihm die Pest an den Hals wünschen, sondern sich in einem geschützten Raum vorstellen.

Tipp 2: Hören Sie täglich mit geschlossenen Augen für 20 Minuten „weißes Rauschen“ über Kopfhörer oder eine angenehme Meditationsmusik, oder „Alphawellen“. Sie finden entsprechende Links auf YouTube. So schaffen Sie Ruhe im Kopf und finden zurück zur inneren Klarheit.

10 Tipps, wie Sie Mitarbeiter zur Kündigung motivieren.

10 Tipps, wie Sie Mitarbeiter zur Kündigung motivieren.

Life
  1. Machen Sie sich rar. Sie sind kein Kindermädchen. Die Mitarbeiter sollten nicht denken, dass Sie ständig verfügbar sind. Schließlich sind Sie vielbeschäftigt.
  2. Gehen Sie nicht auf den Hype bezüglich „Vision“ und „Mission“ ein. Das ist eine Kamelle, die schon seit Jahrzehnten geritten wird und auch nichts gebracht hat. Sie müssen Geld verdienen, sonst nichts.
  3. Sie müssen nicht ständig erklären, warum Sie etwas tun oder entscheiden. Mitarbeiter haben Arbeitsverträge. Wer sich nicht daran hält, kann gehen.
  4. Halten Sie sich aus allen privaten Themen der Mitarbeiter heraus. Die müssen selber sehen, wie sie klar kommen. Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps.
  5. Sparen Sie sich die Zeit, Einzel-Feedbacks zu geben. Es genügt, wenn Sie Fehlverhalten Einzelner deutlich im Teammeeting kommentieren. Das spart Ihnen Energie und hat alle in einem Aufwasch dabei.
  6. Regen Sie sich nicht mehr über Gehaltsverhandlungen und Tarifwünsche der Mitarbeiter auf. Unterbinden Sie diese komplett. Wo kommen wir denn hin, wenn ständig gefeilscht wird?
  7. Schließen Sie Ihre Bürotür. Wer was will, kann sein Anliegen bei Ihrer Assistentin hinterlegen. So können Sie in Ruhe arbeiten.
  8. Grätschen Sie konsequent dazwischen, wenn ein Teamleiter nicht spurt oder Mitarbeiter Ihr Aufgabe nicht ordentlich erledigen. Im Zweifel nehmen Sie sich selbst den Kollegen vor. Hierarchie ist etwas relatives. Ihr Renomee hängt schließlich daran.
  9. Sie haben eine Idee? Fantastisch. Berufen Sie sofort alle Beteiligten ein und delegieren Sie die Idee mit hoher Dringlichkeit. So üben Mitarbeiter Priorisierung.
  10. Sparen Sie sich überflüssige Freundlichkeiten. Sonst kommen Sie sowieso nur unauthentisch rüber. Sie sind, wie Sie sind. Dazu dürfen Sie stehen.
Digitalentzug oder Urlaub?

Digitalentzug oder Urlaub?

Life

Digital Detox ist das Schlüsselwort. Meine Kollegen melden sich jetzt reihenweise ab. Auch ich verspüre den Drang, mich einige Tage aus den sozialen Medien zu verabschieden. Mentale Entspannung, Augen schonen, Beziehungen genießen. 

Immer präsent sein ist Arbeit, es setzt unter Druck, solange keine Routine drin ist, die mit dem Alltag vereinbar ist. Ich habe mich von allen Vorgaben und Empfehlungen verabschiedet. Ein Content-Jahresplan, Artikel vorschreiben und auf Termin veröffentlichen, bestimmte Uhrzeiten einhalten und vieles mehr. Grund: Kontrolle haben, es vom Hals haben, Fans nach Plan begeistern. 

Für mich funktioniert das nicht. Ich genieße die Spontanität des jederzeit posten Könnens auf allen Kanälen (LinkedIn, Facebook, xing, Twitter, Instagram, Blog). Ich schreibe aber auch gern und aktuell. Und mir macht es nichts, jeden Tag zu posten, weil ich eine machbare Routine gefunden habe. 

Tipp für alle, die nicht aufhören können zu daddeln, zu posten, zu liken, zu googeln…fahren sie runter und legen sie das Handy weg, vor allem, wenn sie mit der Familie oder Freunden zusammen sind. Gerade jetzt merkt es keiner, wenn sie offline sind, weil es alle tun. Digital Detox eben. 

 #surfyourlife #digitaldetox #psychohygiene #worklife 

Die vielen Gesichter der Angst

Die vielen Gesichter der Angst

Life

Sie ist allgegenwärtig und gehört von Geburt an zu uns: Die Angst. Gerade vor Feiertagen haben Menschen mehr damit zu kämpfen, als zu anderen Jahreszeiten. Die Kunst ist es, die Balance zwischen einer gesunden Skepsis und der Freude am Alltag zu halten.

Grundsätzlich ist Angst gesund. Sie schützt uns vor Gefahren und hält uns wachsam. Dauersorgen allerdings blockieren Erfolg und Harmonie. Sie nehmen die Leichtigkeit und Freude im Umgang mit Mitmenschen. Und sie sorgen für Stresshormone im Körper, die langfristig krank machen können.

„Für mich ist Angst ein recht starkes Wort. Aber Befürchtungen habe ich schon viele. Am schlimmsten ist meine Sorge im Geschäft. Ich habe erst vor zwei Jahren eröffnet. Es ist ein ständiger Kampf.“, erklärt Regine, Inhaberin einer Zahnarztpraxis.

Auf Nachfrage nach dem Erfolg, stellt sich heraus, dass ihre Praxis fantastisch läuft. Die Bestellbücher sind voll, doch die Angst vor dem Versagen ist immer da. „Ich liege manchmal nachts wach, weil ich Angst habe, meine Helferinnen nicht mehr bezahlen zu können. Dann überlege ich krampfhaft stundenlang, wie ich die Ausgaben reduziere oder mehr Patienten in die Praxis bekomme.“

Ihre Mitarbeiterin beschreibt eine ganz andere Sorge. „Ich habe immer wieder Angst, krank zu werden, weil die Patienten ständig ihre Bazillen in die Praxis schleppen“, erklärt sie und sieht auf ihre Hände. Deren Kollegin bringt noch ein Thema aufs Tablett. „Mir macht viel mehr Sorgen, wie ich die Arbeit und die Kinder unter einen Hut bekomme, jetzt, wo ich getrennt bin“, fügt sie kleinlaut hinzu.

Der Damm ist gebrochen. Auf einmal rücken alle heraus mit der Sprache. Angst vor diesem, Sorgen wegen jenem, Furcht vor wieder anderem. Schlechtes Gewissen, Schuldgefühle, die Scham davor, etwas falsch zu machen. Sie alle haben damit zu kämpfen. Genau genommen WIR alle.

Gründe für die Angst

Die Liste an Gründen ist schier endlos. Krankheit, Arbeitsplatzverlust, Einsamkeit, alt werden, Tod, Burnout, Versagen, Minderwertigkeitsgefühle, Trennung – allen gemeinsam ist die Befürchtung einer unkontrollierbaren, bedrohlichen Zukunft.

Dazu gehören die Frucht vor negativen Reaktionen der Mitmenschen, dem Verlust einer wichtigen Sache oder Person oder selbstschädigender Konsequenzen, denen man nicht gewachsen sein könnte. Basis für diese Angst-Gedanken-Konstrukte sind unsere Erfahrungen, Medienberichte, Problemgeschichten von Mitmenschen, aber auch die Art, wie wir mit dem Leben grundsätzlich umgehen. Die meisten Befürchtungen sind Illusionen. Wir denken uns aus, was passieren könnte, ohne dass es jemals wirklich geschieht. Dazwischen mischen sich tatsächliche Bedrohungen, wie Trennung, Verlust eines Menschen, Krankheit, Jobverlust oder finanzielle Einbrüche, die nach Lösungen verlangen. Zusätzlich versetzen wir uns gegenseitig in Angst und Schrecken, indem wir mit anderen in Dauerschleifen über unsere Sorgen sprechen. Die Schattenseite ist, dass im Befürchtungsfall im Körper permanent Cortisol, das Stresshormon kursiert. Und das fördert Müdigkeit, Vergesslichkeit, Konzentrationsmangel, Demotivation und Sinnverlust.

Power durchs Gehirn

Angst ist ein Warn- und Schutzmechanismus. Ausgelöst durch einen äußeren Reiz oder einen Gedanken, wird ein Alarmprozess im Gehirn in Gang gesetzt. Die Reaktion des Körpers dient dazu, im Notfall zu flüchten, anzugreifen oder sich zu verteidigen, um negative Konsequenzen zu vermeiden. Das äußert sich körperlich durch Atemnot, Herzklopfen, trockenen Mund, zittern, schwitzen, Harndrang, Durchfall, Übelkeit, schnellem Atmen und erhöhten Blutdruck. Besonders drastisch erfahren wir es beim Auto fahren, wenn für einen kurzen Moment eine Gefahrensituation eintritt und wir innerhalb von Millisekunden in volle Alarmbereitschaft inklusive aller körperlichen Symptome versetzt werden. Stress pur. Das vegetative Nervensystem stellt körperliche Ressourcen für schnelles Handeln mit erhöhter Konzentration und Kraft zur Verfügung. Häufig auch einhergehend mit einer momentanen Schreckstarre oder Lähmung.

Gegenmittel

Furcht versetzt uns in eine Art Wahrnehmungstunnel. Wir können die schönen, positiven, funktionierenden Dinge im Leben nicht mehr wahrnehmen. Zusätzlich verfügen wir nicht mehr über Verhaltensweisen, die wir normalerweise parat haben. Humor, Geduld, Entspannung, Zuhören, Interesse für andere, genießen, Freude. Unsere moderne Gesellschaft bedient sich reichhaltiger Methoden, um die Angst nicht zu spüren. Von Medikamenten, Alkohol, Rauchen, Sport, Essen bis hin zu Mehr-Arbeit, Mehr-Freizeitaktivitäten, Mehr-sozialem Engagement deckt der Mensch die Sorge zu, um sie weniger zu spüren. Wer selbst etwas tun möchte, um wieder besser drauf zu sein, muss verstehen, dass der Weg nicht an der Angst vorbei, sondern mitten durch sie hindurch geht.

Verstehen und Fakten schaffen

Befasst sich das Gehirn mit Befürchtungen, die nicht real sind, fühlt es sich trotzdem so an, als wäre es real. Sofort wird jede Menge Energie freigesetzt, die häufig in einen blinden Aktivismus mündet, um die Angst, Schuld- oder Schamgefühle loszuwerden. Wichtig ist es, in diesen Fällen gar nichts zu tun. Sobald man aus Furcht handelt, kommuniziert oder andere mit hinein zieht, wird sie verstärkt.

Das Prinzip ist, die Angst wahr zu nehmen, zu verstehen, warum sie existiert und dass sie ein Illusion ist, die es gilt zu akzeptieren, ohne ihr auf den Leim zu gehen.

Wo sitzt sie im Körper, was macht sie?
Welcher Gedanke hat sie ausgelöst und welche Gedanken folgen?
Was macht der Atem?

Nach etwa 20 Minuten endet sie meistens. Das Gefühl verschwindet ins nichts, wenn man bewusst damit umgeht. Lassen Sie sie zu und los!

Das Gehirn lernt dadurch, dass keine negativen Konsequenzen eintreten und überschreibt die Angst mit neuen Mustern. Nach einer Weile taucht sie nicht mehr so massiv auf.

Angststörungen oder Phobien sollten Sie mit einem Experten bearbeiten! Haben Sie den Mut, sich Hilfe zu holen. Das Leben wird wieder lebenswert.

Neben der beschriebenen Desensibilisierung ist es hilfreich, die Ursachen zu kennen. Was hat sie ausgelöst (Nachrichten, Zeitung, Kollege, Gedankenszenario)? Wie äußert sie sich? Und woher kommt sie ursprünglich? Also was steckt hinter dem Deckmantel Schuld, Scham oder Angst? Um hier einen Einstieg zu ermöglichen, befassen wir uns mit der Frage: Welche Ängste gibt es überhaupt?

Angsttypen

Hinter den Ängsten liegt meist ein Gedanke, der die Sorgen auslöst. Die Emotion und der Körper folgen nach. Die Ursachen für diese Gedanken liegen in unserer Prägung und unseren Erfahrungen, aber auch in unserem Charakter. Folgende Gedanken könnten der Ursprung sein:

Ich bin unzulänglich, nicht gut genug.

Menschen mit dieser Angst trauen sich selbst nichts zu. Sie verleugnen ihre Fähigkeiten und Eigenschaften. Sie fürchten, dem Leben oder einer Situation nicht gewachsen zu sein, mit allen Anforderungen und der Verantwortung. Sie fühlen sich hilflos und unfähig. Sie passen sich an, schämen sich insgeheim für ihre vermeintliche Schwäche. Meistens stellen sie ihr Licht zu sehr unter den Scheffel oder versuchen ihre Angst mit Witz und Charme zu überspielen.

Ich habe es nicht verdient.

Diese Angst sorgt dafür, dass der Mensch sich permanent kontrolliert und seine Lebendigkeit nicht annimmt. Er ist ernsthaft und opfert sich für andere oder eine Sache auf, um dazu zu gehören. Oder er macht sich in Eigenregie die Lebensfreude kaputt, indem er sich selbst sabotiert, sich nichts gönnt oder überkritisch ist.

Ich bin nichts wert.

Mit dieser Angst befindet sich der Mensch in einem permanenten Zustand von Schuld, der ihm seine Daseinsberechtigung gibt. Er empfindet sich selbst als wertvoller, wenn er viel Schuld trägt und sich permanent ent-schuldigt. Er opfert sich selbstlos für andere auf und bestraft sich selbst mit Leiden.

Ich darf die Kontrolle nicht verlieren.

Diese Menschen entwickeln bei kleinsten Veränderungen ein tiefe Angst vor Kontrollverlust und Hilflosigkeit. Sie halten deshalb starr an Abläufen und Lebensweisen, Einstellungen und Gedanken fest. Verändert sich etwas beißen sie die Zähne zusammen und halten durch.

Ich muss aufpassen, nicht benachteiligt zu werden.

Die Angst vor Mangel äußert sich in einer Gier nach mehr. Mehr Liebe, Erfolg, Abenteuer, Nahrung, Macht, Reichtum, Ruhm und so fort. Dem unstillbaren Hunger nach Mehr liegt eine tiefe innere Leere, ein schwarzes Loch in der Seele zugrunde. Dieses muss gefüllt werden.

Ich verpasse etwas.

Die Angst davor, etwas nicht zu erleben oder zu erreichen, also etwas zu versäumen, führt bei diesen Menschen zu einer gewissen Rastlosigkeit, Risikofreudigkeit und einer großen Ungeduld im Leben. Voller innerer Unruhe und ständig auf der Hut streben sie nach vorne.

Erkennt der Mensch seine Angst, die zuweilen peinlich und schwer zu akzeptieren bzw. ertragen ist, so kann derjenige anders damit umgehen. Tritt sie auf, handelt man nicht, sondern macht sich bewusst, was gerade passiert. Nochmal: Die meisten Befürchtungen sind nicht real, sie sind Illusionen unseres Verstandes und damit nicht unser wahres Wesen. Ist sie verstanden gibt ihr der Mensch nicht mehr den Raum, sondern trainiert sein Gehirn um, indem er sich bewusst für Dinge begeistert, die Spaß machen und sicher erlaubt, so zu sein, wie er ist.

Die Sorge wird niemals ganz weichen, denn sie gehört zum Menschsein dazu, doch das Ausmaß kann auf einen erträglichen Normalzustand reduziert werden. Dann ist Angst zuweilen nicht nur gesunder Schutz, sondern auch der Antreiber, sich im Leben weiterzuentwickeln.

Surf your life

Surf your life

Life

Surfen ist der wohl härteste Sport. Du hast die Wahl, in Einheit zwischen Körper, Geist und Natur zu gehen oder zu kämpfen. Wer die Welle reiten will, muss gleichzeitig viel einstecken. Das Meer fragt nicht nach Deiner Laune. Es diskutiert nicht. Schon gar nicht geht es liebevoll mit Dir um. 

Du zögerst, hast Angst oder zweifelst? Der „wipeout“ (Sturz beim Surfen) ist garantiert. Die Welle wird dich mitreißen und unter Wasser drücken. Ich war mehr als ein Dutzend Mal in Lebensgefahr. 

Bist Du dagegen klar, stark und fokussiert, hast Du die beste Zeit Deines Lebens. Der Ritt auf der Welle ist mehr als Spass. Es ist Einheit, Ekstase, ein Augenblick, in dem die Zeit still steht. Du willst es immer wieder. Das Gefühl von Flow. 

Genauso im Leben: Zweifel bedeuten Stillstand, Angst verursacht Scheitern und Zögern verhindert Chancen. 

Erst wenn du den Weg gehst, der dir leicht fällt, obwohl er Dich fordert, der dich erfüllt, obwohl er Dich auf die Probe stellt, bist du im Flow. Ein Ziel, eine Aufgabe mit dem geringsten inneren Widerstand bei maximaler Anforderung ist das, was du brauchst für ein sinnvolles Dasein. 

Mehr zu meinem „Surf your life“ Coaching-Konzept unter: https://lnkd.in/d52DYjp

#mondaymotivation #surfyourlife #onlinetraining #onlinecoaching

Ich habe alles!

Ich habe alles!

Life

Verzicht. Weihnachten ist das beste Training, Neinsagen zu lernen. Die Hauptsaison des Konsums zerrt an den Nerven. Ich bin überzeugt, dass wir uns weiterbewegen in eine Art von Gesellschaft, die Erfüllung aus dem Miteinander zieht, nicht aus „höher, schneller, weiter, MEHR“. 

Aber warum ist es schwer, auf etwas zu verzichten? Warum geraten wir in Mangeldenken, haben das Gefühl, nicht genug zu bekommen, selbst, wenn wir bereits die Lebensphase der Konsolidierung erreicht haben? (Frauen Mitte 40, Männer Mitte/Ende 50)

1. Weil wir mental, sozial und medial darauf konditioniert sind, zu verbessern, zu ersetzen, zu erneuern. Sich davon zu lösen, ist ein echter Entzugsprozess.

2. Weil wir dem psychischen Grundbedürfnis nach Lustbefriedigung und Unlustvermeidung Rechnung tragen. 

Je älter Sie sind, desto mehr sollte sich dieses Bedürfnis kontrollieren und von innen heraus steuern lassen. Können Sie es nicht, rennen Sie im Hamsterrad um Ihr Leben, bis selbiges Sie ausbremst. 

Oder wie sagte ein guter Freund: „Wir haben zwei Leben, das zweite beginnt, wenn wir erkennen, dass wir nur eines haben.“

Tipp: Sagen Sie sich beim Geschenke shoppen mit einem zufriedenen, satten Lächeln „Ich habe alles und brauche nichts“. 

#motivation #leadership #freiheit #glück #erfolg

Magische Argumente

Magische Argumente

Life

Sobald Sie den Mund aufmachen, sind Sie im Manipulationsmodus. Die Diskussion über Manipulation ja oder nein ist insofern hinfällig, als dass wir in jeder Lebenssituation andere für uns einnehmen wollen. Sei es, Interesse und Aufmerksamkeit zu bekommen, einen Mitarbeiter für ein Ziel zu begeistern oder eben Kunden ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen. Wenn wir es ohnehin ständig tun, wäre es da nicht sinnvoll, die Methodik zu beherrschen, um erfolgreicher zu sein?

Grundsätzlich gilt: Sie sollten das Beste für Ihr Gegenüber im Auge behalten, nicht nur Ihren eigenen Vorteil. Nur so bleibt Ihnen die Unterstützung des Partners lange erhalten.

Ich will Ihnen die Methode anhand eines alltagstauglichen Beispiels erklären. Stellen sie sich eine VerkäuferIn in einer Dorgerie vor. Eine Kundin sucht ein neues Shampoo. Folgende Szene spielt sich ab:

„Dieses Shampoo ist geeignet für strapaziertes, geschädigtes Haar. Es hat bei Stiftung Warentest mit „sehr gut“ abgeschnitten und versorgt das Haar mit formgebenden Polymeren. Außerdem kostet es weniger, weil es unsere Hausmarke ist.“

Die Verkäuferin hat mit einem Blick auf die Haare der Kundin sofort entschieden, was diese braucht. Sie befindet sich in der Angebotsphase des Verkaufsgesprächs und beschreibt die Produktmerkmale. Dabei macht sie einen klassischen Fehler: Sie zählt willkürlich alle Eigenschaften des Produktes auf, ohne vorher Informationen über die Vorstellungen der Kundin einzuholen. Sie verkauft nach Gefühl und Zufallsprinzip. Die Kundin ist damit überfordert. Sie sieht die Masse an Produkten und können nicht nachvollziehen, aus welchem Grund die Verkäuferin genau dieses Produkt genau ihr empfiehlt. Diese Art des Merkmale-Verkaufens wird von den meisten Verkäufern betrieben, ist aber weder überzeugend, noch effizient.

Auf die gleiche Weise „verkaufen“ Führungskräfte Ihre Strategie an Mitarbeiter. Sie zählen Details der geplanten Maßnahmen auf, mit dem Unterton einer gewissen Erwartungshaltung. Sie können im weiteren Text also getrost „Kunde“ mit „Mitarbeiter“ und „Verkäufer“ mit „Führungskraft“ ersetzen. Das „Produkt“ ist dann das „Ziel“, die „Vision“, die „Strategie“.

Ohne Nutzen kein Verkauf

Zurück zur Drogerie: Die Kundin hat eigentlich nur eine Frage: Löst das Produkt mein Problem? Kann ich damit etwas, mir wichtiges, erreichen oder etwas vermeiden? Die Aufgabe des Verkäufers ist es, mit seinem Fachwissen als Berater zur Seite zu stehen und nur die Produkte vorzustellen, die dem Thema des Kunden wirklich nutzen. Spitzenverkäufer gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie nehmen dem Kunden den Denkschritt vom Produktmerkmal zum persönlichen Vorteil ab. Das heißt, sie schaffen im Gespräch den Zusammenhang zwischen dem Produkt und der Lebenswelt des Kunden. Das erstaunt Kunden und hat einen magischen Überzeugungseffekt.

Weniger ist mehr

Der Trick ist, dem Kunden nur die Produkt-Merkmale zu nennen, die zum Ziel des Kunden passen und mit einem individuellen Nutzen zu verknüpfen. Es geht hier um Rhetorik. Der Kunde soll nicht selbst schlussfolgern müssen, sondern der Verkäufer SAGT ihm seinen individuellen VORTEIL. Dann genügt es häufig, ein oder zwei unterschiedliche Produkte oder Merkmale und deren Vorteile zu nennen, um den Kunden zum Kaufen zu bewegen. Das spart Zeit und Energie. Interessanterweise wissen das die meisten Verkäufer – sie setzen es nur nicht immer um. Gerade an stressreichen Tagen ist es leichter, Produktmerkmale zu nennen, als sich über die Beweggründe des Kunden Gedanken zu machen und auf ihn zugeschnittene „Problemlösungen“ zu verkaufen. Die meisten Produkte und deren Eigenschaften sind aber für den jeweiligen Kunden irrelevant, ja sogar abstossend. Sucht die Kundin nämlich ein Marken-Shampoo, das vor allem Glanz und Volumen gibt, interessiert es sie weniger, was es kostet und die Hausmarke will sie schon gar nicht. Wäre sie stattdessen vor allem am Preis-Leistungsverhältnis interessiert, lässt sie sich vielleicht mit dem Stiftung Warentest-Argument überzeugen.

Die Werte des Kunden

Um überhaupt individuell zu beraten, braucht die Verkäuferin detaillierte Kenntnisse darüber, was der Kundin wichtig ist, was sie gut und schlecht findet. Was zählt für sie? Sicherheit, Qualität, Umweltverträglichkeit, Preis, Innovation? – also will sie es schneller, besser, billiger, ökologischer, sicherer oder moderner? Wichtig ist: Kein Mensch ist wie der andere. Jeder Verkäufer darf sich im Klaren darüber sein, dass es Menschen mit vollkommen gegensätzlichen Vorstellungen und Überzeugungen gibt. Kennt die Verkäuferin das Hauptmotiv ihres Gegenübers, bietet sie beispielsweise einem preisbewussten Kunden kein hochpreisiges Produkt und einem qualitätsbewussten Kunden keine einfach verarbeiteten Produkte an. Durch eine saubere Bedarfsabfrage und die schnelle Analyse der Antworten des Kunden, fällt ein Großteil des vorhandenen Sortiments von vorne herein durch das „Werteraster“. Übrig bleiben die Produkte, die für den Kunden wirklich interessant sein könnten und die der Verkäufer letztlich zeigt. Und diese zu verkaufen sich dann eine Sache von Sekunden.

P.E.B.-Argumente

Nämlich dann, wenn Sie das Produkt mit den richtigen Worten anbieten. Ein wirkungsvolles P.E.B.-Verkaufsargument erfolgt in drei Teilen.

P. für Produkt oder Produktmerkmal:

Das Merkmal des Produktes wird genannt – Der Verkäufer sagt, worum es geht bzw. was er empfiehlt.

E. für Erklärung („weil“):

Das Merkmal, der Grund für die Empfehlung oder wie der Kunde das Produkt benutzen kann, werden erklärt. Schön ist es an dieser Stelle, den Kunden etwas sehen, hören, anfassen oder ausprobieren zu lassen, ihm quasi den Beweis zu liefern.

B. für „Benefit“ (engl: Vorteil, Nutzen):

Der Verkäufer nennt den individuellen Nutzen, den Vorteil, den der Kunde in seiner Welt, in Bezug auf seine Ziele von diesem Merkmal oder Produkt hat.

Für das Beispiel der Kundin, die mehr Volumen und Glanz für ihr Haar haben will, würde das passende Argument lauten:

1. „Ich empfehle Ihnen das Shampoo von xy… (Produkt)

2. …weil es bestimmte Wirkstoffe, so genannte Polymere enthält, die dem Haar mehr Form geben. (Erklärung)

3. Das bedeutet für Sie, Ihr Haar wird in Zukunft mehr Glanz und Volumen haben.“ (Nutzen, den die Kundin vorher als Bedarf genannt hat)

Einwände reduzieren

Genau der Punkt 3 macht den Unterschied. Die meisten Verkäufer schaffen den Sprung vom Merkmal zur Erklärung – den Nutzen lassen sie weg, weil sie ihn nicht kennen, sich die Zeit dafür nicht nehmen, es überflüssig finden oder keinen Fehler machen wollen. Selbst wenn der Verkäufer das Argument unwichtig oder die Konsequenz logisch findet – für den Kunden kann die Erwähnung seines individuellen Vorteiles der ausschlaggebende Kaufgrund sein. Und dann verzichtet der Verkäufer auf weitere Erklärungen oder zusätzliche Details. So vermeidet er Einwände. Nicht jeder Kunde will vollumfänglich informiert sein. Es geht auch nicht darum, dass sich ein Verkäufer in jede Richtung absichert. (wichtig für Führungskräfte!!!) Das einzige Ziel ist es, das Bedürfnis des Kunden mit einem bestimmten Produkt zu verknüpfen und ihm das Gefühl zu verschaffen, sein Ziel für den Besuch in der Drogerie oder Parfümerie mehr als erreicht zu haben.

Mit welchen Worten?

Folgende Formulierungen helfen Ihnen, das Argument mit einem Nutzen zu verbinden.

  1. „Das Produkt xxx ist/hat“, „ich empfehle Ihnen folgendes Produkt“…….,(Produkt/ Merkmal),….
  2. “das bedeutet“, „weil“, „sehen Sie selbst“… (Erklärung/ Beweis)……,
  3. Das
  • bedeutet für Sie…
  • bringt Ihnen…
  • zeigt Ihnen…
  • steigert Ihren…
  • hilft Ihnen…
  • unterstützt Sie bei…
  • maximiert / minimiert Ihre…
  • erspart Ihnen…
  • verbessert Ihre… (Nutzen)
Das Leben passiert, während Du planst…

Das Leben passiert, während Du planst…

Life

Anfang der Woche übernahm ich die Redaktionsleitung eines Sportmagazins, freiberuflich, neben meiner Arbeit als Motivationsexpertin. Es war ein Gelegenheit, die ganz leicht zu mir kam. Ich nahm die Challenge an. Um meine Teamorientierung zu üben, meine eigenen Maßstäbe für gute Kommunikation zu trainieren und Teil einer Vision zu sein. Die laufende Metaebene in meinem Beruf braucht immer mal wieder ein Gegengewicht. Das Magazin und das Konzept von #functionaltraining gefallen mir und ich freue mich auf die Aufgabe.

„Wie machst Du das alles? Bist Du nicht auch noch in der Ausbildung zum Heilpraktiker?“, werde ich gefragt. Meine Antwort „Ich bin gut organisiert, setze Prioritäten und vor allem WILL ich es.“ Ich hatte ganz vergessen, wie genial es sich anfühlt, zu lernen, sich auf neues Terrain zu wagen, etwas zu tun, was mich erst einmal überfordert. Brach liegende Energie und Motivation werden frei gesetzt.

Und das beste ist…

Ich schließe an alte Träume an. Vor 20 Jahren hatte ich selbst das Sportmagazin „Wakeland“. Es war eine Hammer Zeit. Wir waren jung und ungestüm, ständig übermotiviert und mit einem unerschütterlichen Glauben an uns selbst. Diese Zeit, das Gefühl dabei, war mein Rolemodel an Tiefpunkten im Leben. Nie vergesse ich den Moment, als MEIN Magazin aus der Druckerpresse herauskam. Ein wenig habe ich mich so nach dem Termin mit der Verlagsleitung von „Functional Training“ gefühlt. Wieder ein Print-Magazin machen und all diese Ideen und Pläne. Wunderbar. Das sind dann die Momente, in denen Sie laut Musik hören wollen und die Welt umarmen. Im Anschluss traf ich den Geschäftsführer eines kleinen Mittelständlers. Frustriert und am Ende seines Lateins saß er vor mir. Sein Team wäre total demotiviert, würde nur noch Dienst nach Vorschrift leisten und bereits Kunden vergraulen. Genau mein Ding.

Ausbrennfaktor „Gewohnheit“

Kommen wir nun zu Ihnen. Wann haben Sie zuletzt etwas getan, das Sie wollten, bei gleichzeitiger maximaler Überforderung? Ich rate Ihnen dazu. Denn der Alltag kann in seiner Trägheit und Gleichförmigkeit wesentlich mehr überfordern. Bore-Out kostet Durchhalte-Energie und endet in einer Lebensqualität unter dem Teppich. Sie reden sich ein, dass es Ihnen ja gut geht und alle gesund sind und Sie nicht jammern sollten. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Natürlich ist es heilsam, dankbar für Ihr wunderbares, gesundes Leben in einer westlichen Gesellschaft zu sein. Gleichzeitig dürfen Sie auch mehr wollen.

Ausbrennfaktor „müssen“

Überforderung ist nicht gleich Überforderung. Eine Herausforderung, die Sie selbst entschieden haben und mit einer inneren Vision vorantreiben, bringt Sie mental in Bewegung. Sie werden agil. Klar, dass Ihr innerer Schweinehund nicht begeistert ist. Er will seine Gewohnheit zurück und erklärt Ihnen, wie falsch Ihre Entscheidung wäre.

Überforderung im Sinne von „zu viel, zu anstrengend, zu negativ“ ist dann der Fall, wenn Sie etwas tun „müssen“, das Sie überhaupt nicht wollen. Wenn Ihnen etwas nicht gelingt, das Sie sich unbedingt eingebildet haben. Der innere Widerstand ist es, der Sie ausbrennt. Deshalb ist es wichtig, den Blick in die andere Richtung zu wenden, um den Horizont wieder zu öffnen und zur eigenen Kraft zurück zu finden.

Wenn die Fäden zusammenlaufen, ist alles leicht.

Das Leben bietet Ihnen ständig neue Gelegenheiten. Mein Magazin „Wakeland“ war es, das mich heute (nach 20 Jahren!!) mit diesen neuen wunderbaren Sportmagazin-Menschen zusammengebracht hat. Es hat mir im Übrigen auch damals mein Volontariat beim Deutschen Skiverband verschafft. Während mein Umfeld zu meiner Verlagsgründung während des Studiums nur abwertende Worte übrig hatte: „Mach etwas gescheites! Warum jetzt eine Firma gründen? Studier doch erst einmal fertig. Das geht eh in die Hose!“ Solche Sätze haben mich als Macherin erst recht angestachelt.

Sobald Sie aufhören, den inneren Skeptiker entscheiden zu lassen, sondern auch mal ins kalte Wasser springen, aus einem Impuls heraus, weil es leicht geht, werden Sie staunen. Ich hinterfrage keine „Zufälle“ mehr. Ich nehme sie an. Das sollten Sie auch. Ihr Leben wird dadurch bereichert und Ihre Ziele neu priorisiert. Schadet sowieso nicht, sich hier und da zu fragen, ob der eigene Weg überhaupt noch stimmt. Oder nicht?

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