Innere Unruhe

Innere Unruhe

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3 Tipps, wenn Sie nicht zur Ruhe finden:

1. Legen Sie sich z.B. auf die Couch, sitzen Sie auf einem Stuhl, tun Sie nichts. Beobachten Sie Ihre Körpergefühle. Messen Sie Ihnen keine Bedeutung bei, in dem Sie sich klar werden, dass all Ihre Gedanken nur per Gewohnheit vom Gehirn produziert werden. Warten Sie so lange, bis die Gefühle nachlassen. NICHTS AKTIV TUN!

2. Atmen Sie tief in den Bauch, legen Sie dabei eine Hand auf die Stirn und eine auf den Hinterkopf. Bleiben Sie so und atmen weiter, bis Sie gähnen müssen. Alternative: Daumen auf die Schläfen und mit den Fingern von der Stirnmitte nach außen streifen.

3. Machen Sie sich bewusst, dass Sie nichts kontrollieren müssen. Alles wird sich zu Ihren Gunsten entwickeln. Entlasten Sie sich mental. Jetzt! braucht es keine Lösung. Die Lösung entfaltet sich ganz von allein, wenn Sie loslassen. Sagen Sie: „Ich löse mich von dem Bedürfnis nach Kontrolle!“

Schönes Wochenende!

#führung #leadership #worklifebalance

#motivation #teamwork #achtsamkeit

Die Qual der Wahl – Option Leben!

Die Qual der Wahl – Option Leben!

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„Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich habe so viele Ideen und Optionen!“, höre ich oft von jungen Talenten. Sie haben Sorge, etwas zu verpassen, sich falsch zu entscheiden, eine Chance nicht zu erkennen? Heute möchte ich Sie beruhigen. Folgende Regeln helfen Ihnen:

  • Solange Sie keinen absoluten Impuls in eine Richtung verspüren, bleiben Sie bei dem, was Sie aktuell tun. Halten Sie sich an Ihren Plan, bis Sie aus einer positiven inneren Motivation heraus ins Handeln kommen.
  • Handeln Sie nicht aus Angst, Mangelgefühl oder Unzufriedenheit. Sie schaffen sich nur mehr ungute Erfahrungen.
  • Investieren Sie Ihre Zeit in die Dinge, die Ihnen besonders leicht fallen. Üben Sie, werden Sie besser darin. Halten Sie den Fokus. Geben Sie nicht auf!
  • Wenn Sie nicht mehr können, machen Sie einen weiteren Schritt, schreiben Sie eine Mail mehr, trainieren Sie einen Tag länger, tun Sie noch eine Sache. Dann ruhen Sie sich aus und packen erneut an.
  • Das Leben und Ihr Weg entfaltet sich dann ganz automatisch. Türen gehen auf, wenn Sie die Kontrolle fallen lassen.

Kennen Sie die 10.000 Stundenregel? Heute fand ich dazu diesen Artikel. Inspiration auch für Nicht-Fußball-Fans…

Motivation – Wenn es einfach wäre, würde es jeder tun!

Motivation – Wenn es einfach wäre, würde es jeder tun!

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Wenn es einfach wäre, würde es jeder tun!

Motivation ist nicht nur ein Wort, es ist ein tiefes inneres Wissen, dass es keine andere Option gibt, weil Du es so willst. Du erlebst Zeiten, in denen Du glaubst, es geht nicht weiter. Die Hindernisse werden zu groß, die Rückschläge zu hart und die Argumente anderer zu überzeugend.

Aufgeben als Option?

Die meisten Menschen geben auf, wechseln die Richtung, machen etwas neues, passen sich an, gehen den leichten Weg. Der Weg des geringsten Widerstandes ist dann gut, wenn er dem entspricht, der Du wirklich bist und sein willst. Loslassen ist dann richtig, wenn Du Deine Zweifel und Ängste annimmst und damit „loslässt“. Doch wenn Du dieses tiefe Verlangen hast, Deinen Traum zu leben, was auch immer es ist, dann trittst Du wieder und wieder an. Jeder, der in Deinen Augen „ganz oben“ ist, ob im Schauspiel, Sport, Business, familiär, finanziell oder spirituell, erlebt dunkle Zeiten.

Angst und Scheitern müssen Deine Freunde sein.

Genau die Phasen, in denen Du Dich wie ein Verlierer oder Versager fühlst. Die Zeiten, in denen Du keine Kraft mehr zu haben glaubst, in denen Du Dich verloren, einsam, am Ende fühlst. Das sind die Momente, in denen Du über jede Grenze gehen kannst oder musst. Wie? Indem Du wieder aufstehst, indem Du erneut anpackst, antrittst und die extra Meile gehst.

Ein bißchen Größenwahn schadet nicht

Du kennst diese Szenen in Filmen, in denen der Protagonist den irren Blick bekommt und entgegen aller Hindernisse trotzdem weitermacht. Der Moment, in dem wir als Zuschauer diese innere Entscheidung, den Willen, die Kraft und den „Klick“ in den Augen des Schauspielers sehen. Was im Film auf Sekunden zusammengeschnitten ist, kann im Leben länger dauern und vor allem viel öfter vorkommen.

Nicht wissen ist keine Ausrede

Du weißt nicht, was Dein Traum ist? Damit bist Du nicht allein. Menschen lassen sich beeinflussen, setzen Ziele, die nicht ihre sind. Sie kopieren andere, versuchen sich lebendig zu fühlen, in dem sie anderer Leute Wege zu gehen versuchen. Du aber brauchst Deinen Weg. Einzigartig, frei und aus Deinem innerste Kern entspringend.

Verbinde die Punkte in Deinem Leben und finde Deinen Traum mit meinem kostenfreien Lifeguide.

Die Videos sind von Mateuz M auf Youtube. Ich mag seine Motivationsfilme, die Musik und die Schnitte. Lass Dich inspirieren! Bleib wachsam, stark und diszipliniert!


Keine Zeit für Burnout?

Keine Zeit für Burnout?

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Das Burnout-Risiko sinkt dramatisch, sobald Sie 20 Prozent Ihrer Arbeitszeit mit Tätigkeiten verbringen, die Sie lieben. Verbringen Sie über 50 Prozent ihrer Zeit mit bedeutungsvollen Dingen steigt das Risiko erneut, so eine Studie der Mayo Clinic.

Ausbrennen wegen Bore-Out

Kennen Sie die grottenlangweilige Alltagsmühle ohne Freude und Herausforderung? Ich hatte das im zweiten Job nach der Uni. Damals war ich allerdings noch sehr jung und konnte nie genug „Impact“ haben. Sobald mein Chef den Alltag ausrief, zweifelte ich und litt, wie ein Hund. Junge Mitarbeiter zwischen 20 und 30 langweilen sich sehr schnell. Sie brauchen die permanente Herausforderung. Das ist anstrengend für Vorgesetzte. Doch die persönliche Weiterentwicklung ist ein Muss für die jungen Lernmaschinen.

Ausbrennen wegen Ideen-Torpedo

Schon mal von anderen an Ihre Grenzen gebracht worden? Ich habe lange nicht verstanden, warum Mitarbeiter in großen Unternehmen bei Change-Ansagen oft sagten „Ach, das ist wieder nur die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird.“ Gelernt habe ich es hier: Einer meiner frühen Coaching-Aufträge für einen Konzern – ich total on! Dann gegen Ende des Change-Projektes Vorstandswechsel – alle Veränderungen eingestampft. Die Führungskräfte und ich blieben fassungslos zurück. Damals lernte ich die Politik in Konzernen schmerzhaft kennen. Nichts ist frustrierender, wenn Sie eine Idee mit all ihrer Kraft vorangetrieben haben und es kommt jemand Unbeteiligtes „über ihnen“ und macht alles zunichte.

Ausbrennen wegen Übermotivation

Über 50 Prozent „meaningful“ brennt auch aus, so die Mayo Studie. Das kann ich nur bestätigen. Meine Leistungsfähigkeit stieg ins endlose, wenn ich eine Idee verfolgte, z.B. für mein Buch, für die Online-Akademie oder für einen Kunden. Dann arbeitete ich rund um die Uhr und verlangte das auch von meinen Mitarbeitern. Ruhelos, fanatisch und eben viel zu hochdrehend. Zweimal musste ich die Erschöpfung erleben, die ein Burnout mit sich bringt, bevor ich endlich kapiert habe, wie mein Körper und Geist inclusive massivem Brennfaktor funktionieren.

„Ich habe keine Zeit für ein Burnout“

Dieser Spruch ist für mich der bescheuertste Spruch überhaupt. Wer so etwas sagt, hatte noch keine Erschöpfung. Es ist abwertend gegenüber den Kollegen, die kurz davor oder mitten drin sind. Die Erschöpfung schleicht sich an. Meistens bricht das System von heute auf morgen zusammen, weil der Ausbrennende die Symptome nicht erkannte, nicht ernst nahm oder sich dafür geschämt hat. Im Grunde sollten alle Mitarbeiter die Indikatoren für Erschöpfung kennen und aufeinander achten. Offenheit verhindert hier Ausfallquoten.

Wofür brennst Du?

Nun bleibt die Frage, ob Sie 20 Prozent Ihrer Arbeitszeit mit Dingen verbringen, die Sie lieben. Nein? Lieben Sie Ihren Job an sich? Sind Sie glücklich? Nein? Dann machen Sie sich am besten auf die Suche, was Sie glücklich macht oder noch besser, was Sie davon abhält. Ich habe zwei Möglichkeiten für Sie:

  1. Nutzen Sie Ashley Goodalls Tipp im Artikel der New York Times und machen eine Liste der geliebten und ungeliebten Tätigkeiten, um herauszufinden, was in Ihrem Job Ihre Energie frisst. Danach passen Sie Stück für Stück an, verändern, optimieren und bringen „Happiness“ in den Job.
  2. Nutzen Sie meinen „Lifeguide“, um grundsätzlich hinter Ihre Kulissen zu blicken und herauszufinden, wer Sie sind, was Sie wollen bzw. wie Sie es bekommen.

Der Link zum Lifeguide:

5 Gründe, warum Mitarbeiter kündigen.

5 Gründe, warum Mitarbeiter kündigen.

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Laut einer Studie von Peakon (www.peakon.com) sind es überraschende Erkenntnisse, warum Mitarbeiter die Kündigung einreichen. Überraschend, weil sie mit einigen Vorurteilen und Führungs-Ausreden Schluss machen. Das Institut wertete über 30 Millionen Mitarbeiterbefragungen und 7 Millionen Kommentare aus über 125 Ländern zum Thema Mitarbeitermotivation und Engagement aus.

5 Erkenntnisse:

1. Sinkende Motivation, Engagement und Loyalität beginnen 9 Monate, bevor der Mitarbeiter geht.

2. Mitarbeiter verlassen unterfordernde Arbeitsplätze, nicht Aufgaben, mit einer herausfordernden Arbeitsbelastung.

3. Mitarbeiter gehen, wenn sie nicht über ihr Gehalt verhandeln dürfen, nicht, weil sie sich unterbezahlt fühlen.

4. Mitarbeiter verlassen Manager, nicht Kollegen, das Team oder das Unternehmen.

5. Mitarbeiter gehen, wenn sie keine persönliche Weiterentwicklung für sich sehen.

Neue Mitarbeiter finden und einarbeiten ist teuer. Was können Sie also dagegen tun, um die Stammbelegschaft zu halten?

  1. Hören Sie ihren Mitarbeitern mehr zu, nehmen sie sich mehr wahr, gehen sie auf sie ein. Ich weiß, wir alle haben ein enormes Zeitproblem. Wir haben uns verstrickt in Terminen, Erwartungen, Anforderungen und Hektik. Priorisieren und sich selbst hinterfragen hilft dabei, das eigene Zeitmanagement in den Griff zu bekommen. 
  1. Stress im Job entsteht aus Unterforderung, falschem Einsatz der Stärken und mangelnder Freiheit. Das bedeutet, Sie als Führungskraft müssen mehr Offenheit, Interesse und Toleranz zeigen. Seien Sie bereit, sich aus ihrer persönlichen Grenze heraus zu bewegen.
  1. Manchmal braucht er nur ein offenes Ohr und Verständnis. Als Coach weiß ich, dass es nicht immer die sofortige Lösung ist, die ein Mensch sucht. Er will einfach nur sehen, dass Sie wirklich! da sind und seine Belange ernst nehmen. Sie brauchen also mehr Zeit und Geduld für Ihre Teammitglieder.
  1. Weiterentwicklung ist ein menschliches Muss. Wir alle wollen immer weitergehen. Persönliche Entwicklung bedeutet nicht nur Beförderung oder mehr Verantwortung. Ihre Mitarbeiter wollen sich auch als Mensch, psychisch, emotional weiterentwickeln. Vor allem die Generation unter 40. Und da ist Persönlichkeitsentwicklung inzwischen auf einem ganz anderen Level. Gehen Sie in die Tiefe!

Das Gesamtziel ist nicht nur mehr Leistung, mehr Erfolg, mehr Umsatz…ja, auch ich tappe immer wieder in diese Falle, wenn ich mit Teams arbeite. Doch in Wahrheit geht es um Wohlbefinden, glücklich sein, sich erfüllt fühlen, ein sinnvolles Dasein erleben, Teil einer Gemeinschaft sein, Impact haben!

Sie wollen früher erkennen, ob Mitarbeiter Signale für sinkendes Engagement zeigen? Ich habe dazu eine Checkliste zusammen gestellt. Bei Interesse bitte hier anmelden:

Zum Report von Peakon: https://heartbeat.peakon.com/reports/the-9-month-warning-identifying-quitters-before-its-too-late/


Perfektionismus statt Narzissmus – Generation Y!

Perfektionismus statt Narzissmus – Generation Y!

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In Einzelcoachings mit Millennials haben 9 von 10 das gleiche Problem: Perfektionismus und Selbstkritik. Sie zweifeln stetig an ihren Leistungen. Nach außen müssen!!! Sie motiviert und gut drauf wirken.

Meine Erkenntnis: Die nach 1985 Geborenen sind in einer Welt aufgewachsen, in der Ihnen Eltern erklärten: „Alles ist möglich! Du hast es verdient, ganz oben dabei zu sein!“ Gepaart mit einer Schnellkonsum-Bedürfnis-Sofort-Erfüllungskultur dürfen Sie nur ein Leben aus Highlights leben! Mit „dürfen“ meine ich das innere Verbot „normal“ zu sein!

Bloss nicht langweilig!

Alltag, Langeweile und Every-Day-Business lösen Selbstzweifel und unbewusste Ängste aus, etwas nicht gut genug gemacht zu haben und zum Mittelmaß verdammt zu sein. Sie sind per Erziehung dazu gezwungen, „Spaß und Erfolg“ zu haben, ob sie wollen oder nicht.

Also verfolgen Millennials mehrere Ideen gleichzeitig, haben mehrere Jobs, nebenbei eine Firma, reisen bei jeder Gelegenheit und sind permanent auf 180 in Ihren Motivation.

Das macht ihr Leben unstet. Sie fühlen sich oft einsam und unentschlossen, was sie als nächstes tun sollen. Andere berichten mir, dass sie extra für Ärger, Streit oder Konflikte sorgen oder Lebensumbrüche einleiten, damit sie sich überhaupt spüren.

Führungstipp

Sprechen Sie offen über Ängste und Zweifel. Zeigen Sie dem Mitarbeiter, dass er gut genug ist, wie er ist und bitten Sie um Fokus. Entlasten Sie ihn von seinem Zwang nach wechselnden Erlebnissen, indem Sie ihm Abwechslung bieten. Das verringert seinen Wunsch nach Flucht oder Optionswechsel.

Vor allem machen Sie sich bewusst, dass dahinter kein Narzissmus oder Oberflächlichkeit steckt, sondern Selbstzweifel, Angst und ein Gefühl von Haltlosigkeit. Geben Sie die Sicherheit, den der Mitarbeiter braucht, aber eben nach dessen Definition von „Halt“ in seiner Erlebnis- und Wertewelt.

Gehen Sie in eine innere Haltung von Liebe und Zuwendung. Werten Sie ihn nicht ab, sondern stehen Sie zu seiner Unstetigkeit und Motivation und nutzen Sie sie für Ihr Unternehmen. Schützen Sie ihn aber auch vor Selbstüberschätzung und Bore-Out.

Lesetipp mit neuestem Research dazu: https://lnkd.in/dW2k278Hashtag#millenialsHashtag#war4talentsHashtag#leadershipHashtag#generationY

Brain-Fakenews!

Brain-Fakenews!

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„Ich bin sicher, am Montag werde ich gekündigt“, meint Tom, Manager eines mittelständischen Unternehmens zum Kollegen. Auslöser war der kritische Blick seines Chefs, während des Freitag-Meetings. Tom hatte die Zahlen der Abteilung präsentiert. Sein Kollege lacht, als hätte er einen guten Witz gemacht und meint nur „Du wieder!“. Tom geht nicht weiter darauf ein. Die Folge sind ein Wochenende in Panik mit schlaflosen Nächten. Er sorgt sich, wie er seine Verbindlichkeiten weiter zahlen soll, wenn er keinen Job mehr hat. Seine Familie kritisiert seine schlechte Laune.

Wenn Gedanken zum Horror werden

Er spricht nicht darüber, was in ihm vorgeht. Doch in seinem Kopf findet er mehr und mehr Beweise, warum eine Kündigung gerechtfertigt ist. Er zweifelt an sich. Angst und Wut wechseln sich ab. Das Wochenende ist der blanke Horrortrip. Am Montag ist er mental ausgelaugt. Er fährt ins Büro. Sein Magen rebelliert.

Der Körper reagiert auf mentalen Stress

Als er ins Montag-Meeting kommt, passiert….nichts! Auch danach…nichts. Keine Mail, kein Kündigungsschreiben, kein Lebenszeichen. Warum hält ihn sein Chef nur so hin? Das sei wirklich nicht fair. In der Mittagspause liest er Stellenausschreibungen und formuliert eine Mail an einen Headhunter, die er nicht abschickt. Seine Konzentration ist auf dem Nullpunkt. Er fragt sich, ob er fristlos oder mit Kündigungsfrist gehen muss.

Sorgen führen zu destruktivem Verhalten

Besorgt prüft er zum x-ten Mal seine Konten und rechnte, wie lange er mit seinem Ersparten durchkommen würde, bevor er mit seiner Frau würde sprechen müssen. Schließlich hält er es nicht mehr aus. Er bittet um ein Gespräch mit seinem Chef. Der meint nur, dass das ganz gut passe, denn er hätte ihm etwas zu sagen. Tom´s Adrenalinpegel steigt weiter. Mit leichtem Schwindel begibt er sich zum Büro seines Vorgesetzten. Am liebsten würde er davon laufen.

Angst kennt nur schwarz oder weiß

„Tom! Mensch, gut, dass es gerade passt. Ich habe Neuigkeiten!“, empfängt ihn der schon überschwänglich. Tom lässt sich auf einen Stuhl fallen und bekommt kaum ein Wort heraus. Er verzieht sein Gesicht zu einem verzweifelten Lächeln. Jetzt würde es ernst werden. Er war raus. Ganz sicher. Sein Chef grinst breit. Würde er sich auch noch über ihn lustig machen? Typisch. Sein Job war ja safe.
„Am Freitag, kurz vor unserem Meeting hat mich der Vorstand angerufen. Sie haben dich leider nicht erreicht“, beginnt er. Tom rechtfertigt sich damit, dass er Freitag einen wichtigen Kundentermin gehabt hätte und deshalb nicht verfügbar war.

Stress blockiert Optimismus

„Kein Thema. Ich war ja nach unserem Meeting gleich im Flieger. Da dachte ich, ich sage es Dir lieber persönlich.“ Tom nickt stumm. Sein Rücken verkrampft sich, der Schmerz im Nacken pocht. Sein Chef holt eine Flasche Champagner hinter seinem Computer hervor. „Es gibt nämlich was zu feiern.“ Tom kapiert überhaupt nichts mehr. „Du und ich, Tom. Wir werden in den Vorstand berufen! Ist das nicht unglaublich? Wir haben es endlich geschafft. Und du Wahnsinniger überspringst gleich eine Ebene.“

Zeitmanagement = Gedankenmanagement

Haben Sie auch schon mal etwas in den „falschen Hals“ bekommen? Eine Situation falsch eingeschätzt? Tage, Wochen, Monate gegrübelt und Angst gehabt? Keine Sorge, das ist menschlich. Die Frage ist nur, wie sie in Zukunft verhindern, solchen mentalen Fakenews auf den Leim zu gehen.

Vertrauen sie niemals ihrem Verstand

Das Problem dabei ist, dass ihr Verstand wahnsinnig authentisch und glaubwürdig rüber kommt. Wie eine Pressemitteilung fomuliert, suggeriert er ihnen den absoluten Wahrheitsgehalt der vermeintlichen Fakten. Und durch permanente, pausenlose Wiederholung verhindert er, dass sie klar sehen. Er sortiert gegenteilige Informationen aus und verbannt sie ins Unterbewusstsein. Wie ein Marktschreier übertönt er andere Menschen, die dagegen reden. Er zwingt sie sogar zu destruktiven Gegenattacken bzw. raubt ihnen die Worte. Sobald Emotionen, wie Angst oder Ärger im Spiel sind, ist der Zug abgefahren. Sie gehen in einen Wahrnehmungstunnel, der ihnen keine neutrale oder positive Sicht mehr ermöglicht.

Tipps:
– Teilen sie Ihre Wahrheit der Person mit, um die sich die Situation dreht.

– Seien sie mutig und fragen sie nach. Sie haben nichts zu verlieren. Außer der Zeit, die sie mit Hirngespinsten verbringen, die womöglich nicht richtig sind.

– Sobald sie die Wahrheit kennen…und sie ist meist anders, als sie denken…können sie verarbeiten und neu planen.

– Grübeln ist weder wertschöpfend, noch lösungsorientiert. Denn solange sie Sätze wie „ich glaube…“, „ich bin sicher, dass er wahrscheinlich…“, „bestimmt meint er/sie….“ denken, befinden sie sich im mentalen Fakenews-Zustand.

– Sorgen sie für Fakten und hören sie die Wahrheit. Das gibt ihnen Sicherheit. Sie finden wieder zurück in ihre Kraft und ihre Potenzial, mit schwierigen Situationen konstruktiv umzugehen.

Autorin: Malaika Loher, www.malaikaloher.de

#fakenews #surfyourlife #management #kündigung #jobverlust #karriere

Zombies im Unternehmen!

Zombies im Unternehmen!

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Sie sind schon tot, kommen aber noch zur Arbeit. Sie tun beschäftigt, sagen Ja und meinen Nein. Sie fühlen sich nie oder an allem Schuld. Sie sitzen Zeit ab, ohne Motivation. Sie verbreiten Kritik und miese Stimmung und haben den Spaß verloren. Unternehmenszombies fühlen sich leer und schwach, wollen das vertuschen und verhalten sich deshalb seltsam. Werden wir nicht alle früher oder später zu solchen Zombies?

Entweder gestresst oder unzufrieden, oder beides.

Wenn das Adrenalin den Organismus im Griff hat, kommen sie nicht mehr runter. Auch nicht am Wochenende, schon gar nicht im Urlaub. Es scheint, als würden sich Unzufriedenheit und Stress gegenseitig aufschaukeln. Ergebnis ist Dauergetriebensein. Dieses Gefühl, den ganzen Tag Vollgas zu geben und doch nichts erreicht zu haben. Unsere Arbeitswelt hat sich in vielen Teilen zu einem Horrortrip entwickelt. Sie rennen und rennen, ohne wirkliches Ziel und vor allem ohne ein Ende in Sicht. Haben Sie eine Sache erledigt, fallen ihnen gleich fünf neue Dinge ein. Heute morgen rief mich ein Freund an. Manager. Burnout. Schon wieder einer. Die allgemeine defokussierte Unproduktivität ist teuer und gesundheitschädlich.

Problemorientiert, konfliktbeladen, lustlos

Grabenkämpfe, Kleinkriege und gegenseitiger Verleumdung: Führungs- und Teamarbeit ist der Schauplatz einer 1A Selbstwert-Vernichtung. Es geht mehr ums Gewinnen, als um die Sache. Hinter die Kulissen schaut keiner. Es scheint, als warten alle auf die Rettung. Bis dahin motzt man sich so durch. Ich bin jeden Tag schockiert, womit Menschen ihre Zeit verschwenden. Und natürlich hocherfreut über die heimlichen Highperformer, die sich aufarbeiten, um die Schwächen anderer aufzufangen. Leider halten sie das nicht lange durch.

Es ist an der Zeit für mehrere Dinge:

  1. Schluss machen mit „hätte, würde, könnte, wenn (nicht)…wäre“. Sondern TUN! Kompromisslos, mit knallhartem Zielfokus und eindeutigen Konsequenzen bei Nicht-Erfüllung – und ich spreche nicht nur von KPIs!
  2. Liebevoll und klar Wahrheiten sprechen und hören, statt die weiße Weste zu polieren. Und jeden aussortieren, der weiter die alte Status-Leier spielt.
  3. Prüfen, wofür es sich lohnt, jeden Tag aufzustehen und ob die bisherigen Strategien für Erfolg und Glück wirklich funktioniert haben. Wenn nein, ändern!

Erfolg sollte leicht gehen, Spaß machen und Stärken freisetzen. Alles, was Menschen schwach macht, MUSS verändert werden. Dazu gehören Führungsverhalten, Abläufe, Kommunikationskultur, Gewohnheiten, fachliche und organisatorische Barrieren.

„Keine Lust, keine Zeit, keine Energie, kein Sinn“ sind Warnsignale, keine Ausreden!

Generation Z und das Chaos

Generation Z und das Chaos

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Motiviert oder nicht?

Treffen Führungskräfte und Mitarbeiter unterschiedlicher Generationen aufeinander, wird die Zusammenarbeit zur Herausforderung. Ansprüche und Werte driften auseinander, Mitarbeiter kommen und gehen. Einerseits braucht es junges Blut und frische Ideen. Andererseits ist es nicht einfach, die Vorstellungen der jungen Talente zu erfüllen.

„Also ich verstehe das nicht. Warum soll ich dem Kunden etwas anbieten, wovon ich selbst nicht überzeugt bin?“, beginnt Marcel (29) zum wiederholten Male die Diskussion im Teammeeting. Als Account Manager soll er dem Kunden das neue Shared-Content-System schmackhaft machen. Sein Chef (43) rollt die Augen. „Das haben wir doch jetzt schon mehrfach diskutiert, Marcel. Kannst Du jetzt nicht einfach mal das machen, wofür das Meeting angesetzt war?“ Marcel verzieht das Gesicht. Er spricht geschlagene 20 Minuten kein Wort mehr und tippt auf seinem Handy herum, während Lea (18), die neue Freelancerin sich per Videokonferenz aus Australien dazu schaltet. Kurz und knapp erklärt sie die Funktionen der neuen Produkt-Präsentation.

Konsum-Kinder

Marcel gehört zu den Kindern der digitalen Revolution, den Millenials. Sie hinterfragen viel, wollen neue Wege gehen, sind zwar nur kurzfristig, dann aber heftig begeistert und leistungsfähig. Gleichzeitg halten sie sich alle Optionen offen und brauchen ein hohes Maß an Anerkennung. Sie verstehen überhaupt nicht, wie ein Mensch ohne Motivation langfristig in einem Unternehmen aushalten kann. So manche Führungskraft würde sie am liebsten loswerden oder umprogrammieren oder hätte gerne den Schalter für die Kompromisfähigkeit dieser jungen Menschen. Zugegeben, die Generation Y hat uns alle ziemlich auf Trab gebracht. Was früher normal war, funktioniert bei den Geborgenheitssuchern ganz sicher nicht.

Alarm in der Führungsetage

Kein Wunder also, dass eine gewissen Unsicherheit darüber aufkommt, wie es weitergeht im War for Talents. Die Generation ME, aufgewachsen mit Reality TV, Terrorattentaten, Amazon-Sofortbefriedigung und natürlich dem digitalen Durchbruch ist emotional und mental ganz anders aufgestellt. Zwischen 1985 und 1999 Geborene sind die digitalen Helden der Wirtschaft. Jung und hoch gebildet mit ebenso hohen Ansprüchen wollen sie mehr vom Job, als nur Karriere oder Gehalt. Sinn muss es machen. Und den wollen sie hören, wieder und wieder, am besten aus dem Mund der Führungskraft. Das ist anstrengend, vor allem für die arbeitsgewohnten alten Haudegen.

Spaß statt Respekt

Deren Werte allerdings haben scheinbar ausgedient. Respekt vor dem Chef? Entscheidungen einfach umsetzen? Mund halten und machen? Keine Chance…der Multioptionsnachwuchs will mitentscheiden. Autoritäts-Hörigkeit ist etwas für Langweiler. Arrogant und fordernd wollen sie selber gestalten, ohne sich allzusehr anzustrengen – außer es macht Laune. Die Freizeit rückt in den Vordergrund. Haben sich die Digital Immigrants der Vorgängergeneration noch bis zum Burnout gegen die BabyBoomer Massengeneration durchboxen müssen, so wollen die Y´s doch eher ihren eigenen Nutzen erkennen. Soziales Engagement und Weiterbildung? Nur wenn es Anerkennung oder wenigstens Geld bringt.

Erst leben, dann arbeiten

Sie sind eben anders, unser BWL – und Internationales Management Nachwuchs. Wenn es in dieser Firma nicht klappt, dann ziehen sie hochflexibel weiter. Hakt es ganz, dann wird ein Jahr Auslands-Work und Travel hingehängt. Sieht gut aus im Lebenslauf und macht Spaß. Von der Welt haben sie oft in jungen Jahren schon mehr gesehen, als ihre Groß-Eltern im ganzen Leben.

Reden ist Gold

Sie sind schnell zu begeistern, solange sie frei sind. Druck halten sie schlecht aus, Kontrolle wird abgelehnt. Sie lieben das Team und Ihre eigenen Ideen. Und sie posten ihre Errungenschaften. Emojis, Selfies, Soziale Medien – diese Generation präsentiert sich mit einem Highlight nach dem anderen. Und das erwarten die Y´s auch vom Unternehmen und ihrem Job. Denn sie sind kritisch, gegenüber sich selbst und dem Team. Sie reden gerne und tun „maybe“, wenn nichts besseres kommt. Die Führungskraft steht vor der Herausforderung, den Animationsfaktor hoch zu halten.

Der Chef als Coach?

Soweit so gut. Längst haben sich Führungskräfte auf ihre Rolle als Coach, Moderator und Zuhörer eingestellt. Kaum kehrt halbwegs Ruhe ein, da sprechen wir schon wieder über eine neue Generation. Die Technoholics, die Generation Z oder iGen, auch Generation „You Tube“ oder „Boomerang“ genannt. Nach 1999 geboren sind sie noch eine Minderheit und doch werden sie kommen. Voll vernetzt, offline und online selbstbewusst aufgestellt, der globalen Probleme bewusst und mit ganz anderen Ansprüchen an Unternehmen. Auch sie sind auf der Suche in einem Meer aus Möglichkeiten und im Angesicht politischer, ökologischer und wirtschaftlicher Krisen. Sie werden frei wählen können, wo, wie und für wen sie arbeiten und sie wollen nicht in die Generationen-Schublade.

Generationenkampf 2.0?

Da stellt ich doch die Frage: Was passiert, wenn die Babyboomer endgültig in Rente gehen, die Generation „Stress“ (1970-1985 geboren) plötzlich auf dem Chefposten sitzt, während die Generation Y Familie gründet und erste Lebenskrisen meistern muss? Da werden die Prioritäten neu gemischt. Und der Z-Nachwuchs macht sich bereit, noch einmal alles in Frage zu stellen.

Warum Agilität an die Wand fährt.

Warum Agilität an die Wand fährt.

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Effizient Geld verdienen…wollen wir das nicht alle? Aus diesem Grund hofiert die Business-Welt alles rund um Agilität, Arbeit 4.0 und die Digitale Transformation. Doch wie bewähren sich die Plaster für die Unsicherheit in der Realität? Was für kleine Firmen und Startups normales Alltagsprozedere ist, lässt sich in großen Organisationen schwerer etablieren: Wendigkeit, Spontanität, Kreativität, Schnelligkeit…und das bitte mit einem hohen Brenn- und Ansteckungsfaktor für Mitarbeiter und Kunden.

Leider bleibt es oft ein Strohfeuer. Warum? Weil der Mensch an sich dabei im Weg steht. Die Ursachen sind vielschichtig:

  • Die Unternehmensführung überlässt die Verantwortung den Mitarbeitern und steht nicht hinter der Sache. Die wahren Motive des Führungsteams werden nicht mitgeteilt.
  • Vorgesetzte machen am Anfang alles richtig, motivieren und unterstützen. Im Laufe der Zeit verlieren sie dann die Selbstkontrolle und fallen zurück in altes Verhalten.
  • Ein Führungswechsel zieht einen Strategiewechsel nach sich. Geschieht das mehrfach, warten die Mitarbeiter nur noch bis „die nächste Sau durchs Dorf getrieben wurde“.
  • Mitarbeiter werden einmal geschult und eingearbeitet in neue Methoden und Tools. Danach müssen sie alleine klar kommen.
  • Es wird nicht genug Zeit frei geräumt, um neue Arbeitsweisen und Verantwortlichkeiten zu etablieren.
  • Junge Mitarbeiter werden nicht ernst genug genommen, ältere Mitarbeiter nicht genug mitgenommen. Frust und Unsicherheit führen zu Fehlern und Maßnahmen, um diese zu kaschieren.
  • Mentale und emotionale Überforderung oder Überlastung führen zu einer Gegenbewegung. Alle Ideen werden torpediert.
  • Teamkonflikte, Unstimmigkeiten in Prozessen und Aufgabenverteilungen und der negative Flurfunk werden nicht abgefangen und gelöst.

Um effizientere, wendigere und erfolgsorientiertere Teams aufzubauen, braucht es:

  1. Mindestens 1 Jahr regelmäßige professionelle Begleitung: fachlich, mental, emotional und strategisch.
  2. Klare Strukturen, Prozesse und Aufgabenverteilungen.
  3. Führungskräfte, die absolut und total, in jeder Konsequenz vorleben, was von den Mitarbeitern erwartet wird. (dazu gehört sogar die Kontrolle der eigenen Gedanken).
  4. Eine Mission, die Lust auf mitmachen macht, eine Vision, die alle verstehen und mittragen und eine Strategie, die sich auf Einzelpersonen herunter brechen lässt.

Selbst in kleinsten Teams entwickeln sich menschliche Schwächen als große Hindernisse auf der Zielgeraden. Doch wer sich und andere versteht, wer bereit ist, zu lernen, zu wachsen und sich zu verändern, macht aus Menschlichkeit einen USP! Und dann klappt es auch mit der Agilität.