„Unser Chef grüßt mich nicht mal, wenn er an mir vorbei läuft, warum sollte ich jetzt über Teamwerte und Zusammenarbeit sprechen?“ Klassischer Satz im Workshop.

Führungsschulungen sollen den Mangel beheben. Rauf und runter werden die Vorgesetzten mit den Tricks für wirkungsvolles Führungsverhalten gebrainwashed. Doch wirkt es? Bei manchen schon, bei anderen nicht. Also packt man das Thema „innere Haltung“ mit ins Paket, erklärt, warum sie auch noch positiv gegenüber jedem Mitarbeiter eingestellt sein sollten. Leicht gesagt, wenn einem der Kollege einfach nur auf die Nerven geht.

Aber geht es dabei nicht um viel mehr, als um Techniken für positives Führungsverhalten, wie „Grüßen“, „Feedback“, „Gesprächsphasen für Mitarbeitergespräche“, „Fragetechnik“, „Nutzenargumente“. Sie haben die klassischen Methoden sicher längst im Kopf. Was sind die Gegenargumente?

1. Mitarbeiter wollen keine Rhetorik-Perfektionisten als Vorgesetzten. Sie suchen Halt, Sicherheit, Gemeinschaft. Sie wollen sich geschätzt und wertvoll fühlen. Das lässt sich nur begrenzt „schauspielern“.

2. Führungskräfte sind genauso konditioniert mit dem Wunsch nach Sicherheit und Anerkennung. Die mentalen Muster begrenzen die Nachhaltigkeit von Methodentrainings. Der Rückfall ins alte Verhalten ist vorprogrammiert.

3. Solange sich Nackte (MA und FK) gegenseitig in die Taschen greifen, wird nichts besser. Jeder kann nur geben, was er selber hat.

Ausweg:

A) Zeigen Sie sich ehrlich in Bezug auf Ihre Werte und Bedürfnisse.

B) Akzeptieren Sie zweifelsfrei andere Weltbilder und Einstellungen.

C) Besonders wichtig: Arbeiten Sie an Ihren Konditionierungen, um unbewusste Konflikterzeugungen zu vermeiden. Das gleiche gilt für Ihre Mitarbeiter. Nur wenn alle gemeinsam Ihre Grenzen sprengen, wird sich nachhaltig etwas verändern. Die Auswirkungen sind dann auch im Privatleben positiv spürbar.

Dazu ein Arbeitsblatt

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