Wie wachen Sie am Morgen auf? Gut gelaunt oder müde? Mit positiven Gedanken oder auf der Suche nach Problemen? Mentale Gesundheit ist abhängig von Ihren Denk-Mustern. Wie Sie Gedanken nutzen, macht Ihre Stimmung. Eine Stimmung, über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten, wird zur Laune. Wiederholte Launen werden zur emotionalen Grundhaltung, die bereits in der Kindheit durch Beobachten und Lernen geprägt wurde.

Sklave der Gedanken

Für die meisten Menschen sind Gedanken nicht nur positives Werkzeug, sondern in bestimmten Lebensphasen eine Last. Sie wollen einfach nicht enden und terrorisieren den Denker bis tief in die Nacht. In jungen Jahren ist das besser zu verkraften. Sie lenken sich ab, sind permanent in Bewegung und unter Ihresgleichen fühlen Sie sich sicher. Weniger Erfahrungen bedeuten weniger Konditionierung. Je älter wir werden, desto mehr Gedankenmüll sammeln wir an. Jedes Erlebnis wird abgespeichert in Form von Schlussfolgerungen über Menschen, Dinge und Situationen. Gedankenschleifen prägen sich ein und laufen mehr und mehr automatisiert ab. Haben Sie sich schon einmal beim Denken beobachtet? Wie geht Ihr Verstand genau vor?

Die Ursache ist der Schlüssel

Der größte Stolperstein auf dem Weg zum Glück ist die Angst vor dem Versagen. Sie verführen unser Gehirn zum Denken. Wir müssen „aufpassen“, indem wir ständig grübeln. Aus der Sorge, nicht gut genug zu sein, resultiert innerer Widerstand gegen die Belastungen des Alltags. Sie fühlen sich genervt oder werden ungeduldig, lassen sich schnell aus der Ruhe bringen oder schlafen schlecht. Das fortwährende „Sich-bewähren-müssen“, alle Fäden in der Hand zu behalten, nur ja nicht locker zu lassen, nimmt kein Ende. Der Verstand stößt an einen Punkt der Erschöpfung. Wer stehen bleibt, wird durchs Hamsterrad geschleift, statt zu rennen – die Steigerung von gestresst sein heißt leiden. Zeitmanagement und Entspannungstechniken, gute Ernährung, Bewegung und all die anderen Dinge, die empfohlen werden sind prima, um Symptome zu behandeln. Doch die Ursachen liegen tiefer. In der eigenen Einstellung zum Leben und den Überzeugungen über sich selbst. Öffnen Sie diese Tür zur Freiheit, wird alles Weitere ganz einfach, z.B. rauchen aufhören, gesund essen, Sport machen, abnehmen, Beziehungen pflegen, kommunizieren, schlafen, arbeiten, Nein sagen…

Schritt 1: „Ja“

Der Weg heraus führt über mehrere Level. Level eins ist die Akzeptanz, das Ja sagen zum Ist-Zustand als Ergebnis früherer Entscheidungen. Ja, ich habe zu wenig Schlaf. Ja, ich muss in diesem Zug sitzen, im Stau stehen. Ja, meine Kinder fordern viel. Ja, meine Beziehung ist belastet. Ja, heute muss ich xy erledigen. Ja zu diesem Kunden, dem Kollegen, dem Chef. Ja zum Haushalt, zum Einkaufen, zum früh aufstehen. Ja zum Stress in dieser Lebensphase. Ja zum Ruhebedürfnis oder zum Hunger nach Erfolg. Und vor allem: Sagen Sie „ja“ zu sich selbst, was oder wer Sie sind.

Schritt 2: „Warum?“

Einzig Ihre Werte und Ziele dürfen Sie prüfen. Wollen Sie auf diese Weise leben? Mögen Sie Ihr Leben? Dann sagen Sie „ja“ zum Preis und den Konsequenzen und genießen Sie Ihren Weg. Denn es ist Ihr eigener, nur Ihrer! Sie möchten Ihr Leben anders gestalten? Dann planen Sie strategisch und machen Sie sich klar, WARUM Sie genau diese Dinge wollen, die Sie noch nicht haben. Oft sind wir verhaftet in Mangelgedanken, weil es eben immer schon so ist. Sie fühlen sich unvollständig, obwohl Sie alles haben. Dann ist Schritt 3 notwendig.

Schritt 3: „Mentaltraining“

Stress entsteht im Kopf. Weil Sie „Nein“ sagen zu Dingen, die Sie trotzdem tun. Weil Sie „Ja“ sagen zu einem Leben, dass Sie nicht wollen. Weil Sie Visionen und Themen mittragen, die nicht Ihren Vorstellungen von Richtig und Falsch entsprechen. Diese inneren Konflikte sind es, die Sie krank machen. Ein anderer Faktor sind die Gewohnheiten. Sie denken immer auf die gleiche Weise mit dem gleichen Ergebnis. Mentaltraining heißt, sich einmal anders mit sich zu befassen und die Gedanken zu durchbrechen bzw. zu verändern.

Drei Tipps, wenn Sie sich schlecht fühlen:

  • Sie sind der Urheber des Gefühls. Unterbrechen Sie es, indem Sie sich ablenken. (Sport, spazieren, Musik hören, telefonieren)
  • Sagen Sie genau das Gegenteil. Wenn Sie lügen würden, sagen Sie die Wahrheit. Wenn Sie kritisieren würden, loben Sie. Wenn Sie sich aufregen würden, bedanken Sie sich.
  • Halten Sie sich den Spiegel vor. Was hat das Gefühl mit Ihrer Vergangenheit zu tun? Woher kennen Sie das Gefühl? Was könnten Sie hier lernen?

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