„Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich alles gebe, aber es ist nie genug ist. Ich würde einfach gerne mal Pause machen, mich zurücklehnen und einen ganz normalen Alltag haben. Aber das geht bei uns in der Firma nicht mehr. Alle Nase lang ändert sich irgendwas.

Die letzten Monate haben wir eine riesen Softwareeinführung hinter uns gebracht und ich habe gerade wieder Ruhe im Team. Die älteren Kollegen mussten unheimlich dazu lernen, den Jüngeren ging alles zu langsam.

Und jetzt hat der CEO gewechselt und wir sprechen über strategische Mega-Veränderungen. Jeden Tag muss ich Hochrechnungen abliefern. Ich weiß überhaupt nicht mehr, wo ich zuerst anfangen soll“, so ein Manager aus dem mittleren Führungskreis eines Konzerns.

Halten wir an der Stelle gleich mal ein paar Dinge fest, die Sie möglichst schnell akzeptieren müssen:

  1. Sie werden niemals fertig.
  2. Die Veränderungen hören niemals auf, erst, wenn Sie in der Kiste liegen.
  3. Sie müssen Nein sagen, wenn Sie Nein meinen.
  4. Ihre Mitarbeiter werden immer Beschwerden haben und Unzufriedenheit äußern.
  5. Als Sandwich-Manager bekommen Sie immer Druck von oben.
  6. Als Vorstand hängt immer alles an Ihnen.
  7. Ihre Ehe/Beziehung wird sicher auch in Zukunft regelmäßig durch den Job beeinträchtigt.
  8. Chaos ist Leben. Stillstand ist schnell sinnentleert.
  9. Glück ist jederzeit verfügbar.
  10. Lebensqualität finden Sie nicht am „Ziel“, sondern auf dem Weg.

Haben Sie manchmal das Gefühl, auf ein imaginäres End-Ziel hinzuarbeiten? Sie setzen sich kleine, mittlere und große Ziele und hoffen, irgendwann „anzukommen“. Haben Sie schon mal so etwas gesagt, wie „Ich möchte einfach irgendwo ankommen, Heimat finden, zur Ruhe kommen“…und sind deshalb faule Kompromisse eingegangen, z.B. in einer Beziehung oder mit einer Firma?

Surf your life

Sie müssen lernen, im Hier und Jetzt, jederzeit bereits glücklich und zufrieden zu sein, egal, was im Außen passiert. Wie ein Vogel, der sich von den Auf- und Abwinden treiben lässt, oder wie ein Surfer, der die Welle auf und abreitet. Es gibt kein Ziel. Es gibt nur Leben und Leben ist Bewegung und lernen, lieben, lachen…ja, und sich bestätigen, erfolgreich sein, Dinge bewältigen, Ziele , sich auf Lorbeeren ausruhen und so viel mehr. Was ich Ihnen damit sagen will ist, nehmen Sie es so an, wie es ist. Ob schmerzhaft oder leicht, voller Euphorie oder totlangweilig, erfüllt oder gerade mangelhaft. Morgen kann es schon anders sein. Lebenssurfer leben leichter und erfüllter.

Und zum Thema Agilität…Wie bekommen Sie diese Akzeptanz und Flexibilität in die Köpfe Ihrer Leute?

Erstens müssen Sie sich klar machen, dass das nichts ist, was auf Knopfdruck funktioniert. Es braucht Zeit und Ausdauer, bei allen Beteiligten. Denn unser Gehirn ist konditioniert und programmiert. Und viele Programme dienen dem Einzelnen überhaupt nicht (mehr). Wenn Sie Ihre Mitarbeiter auf Agilität einstellen wollen, werden Sie Rückschläge durchstehen müssen, Fehler ausbaden und Missmut ertragen. Nichts ist so schlimm für den Menschen, wie Unsicherheit. Und Change ist abstossend für unser Gehirn, das sich fortwährend um Stabilisierung und Absicherung der Errungenschaften bemüht. Menschen haben Werte und Überzeugungen, an denen sie hängen.

Wollen Sie agilerer Mitarbeiter oder Führungskräfte, müssen Sie sie bei den Werten packen und Ihre Ziele überzeugungskonform verpacken.

Nochmal: Es nimmt kein Ende. Deshalb sind Profis wie ich gefragt, weil ich Ihnen ein Stück dieser Arbeit abnehmen kann. Trotzdem wird sich der eine Mitarbeiter schneller, der andere langsamer bewegen. Drei Schritte empfehle ich Ihnen:

  1. Verändern Sie Ihre Haltung zur Agilität, indem Sie sich und alle Beteiligten beruhigen. Sie haben Zeit, Sie müssen nicht hetzen. Agilität ist kein Monster, sondern ein evolutionäre Veränderung des Bewusstseins. Keine Revolution! Gehen Sie es sanftmütig und gelassen an, aber mit Konsequenz und Kompromisslosigkeit.
  2. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter in Techniken und Methoden, aber unbedingt auch psychologisch und emotional.
  3. Sprechen Sie so oft, wie möglich und nötig mit jedem Mitarbeiter, vereinbaren Sie Ziele nicht einfach nur SMART, sondern dienen Sie dem Kollegen als Accountability-Partner. Bringen Sie den Mitarbeiter dazu, dass er es für Sie tun will. SIE sind der Referenzpunkt, der es dem Kollegen schwer macht, sich durchzumogeln.

Und am Ende will ich noch eine Sache hinzufügen.

Haben Sie schon einmal versucht, zu arbeiten, wenn Ihr Privatleben aus der Spur war? Schrecklich, oder? Manchmal hilft Arbeit gegen privaten Stress, aber meistens hält das nicht lange an. Deshalb sind Sie auch dafür verantwortlich, Ihren Mitarbeitern Mittel und Wege an die Hand zu geben, sich selbst ganzheitlich in Balance zu bringen. Nein, lassen Sie es mich anders sagen. Sie haben die Chance, erfolgreicher zu sein, wenn Sie das tun. Denn die meisten Unternehmen sehen es nicht als Ihre Aufgabe. Geschäft ist Geschäft und Schnaps ist Schnaps. Nur leider ist ein privat frustrierter Mitarbeiter kein Leistungsträger. Was Sie dazu tun müssen, schreibe ich in einem meiner nächsten Artikel. Also schön dran bleiben. Ich bin eine Contentmaschine und werde Sie weiter inspirieren! 🙂

Buchen Sie den Vortrag „Surf your life“ für Ihre Veranstaltung, Vertriebsmeeting, Mitarbeiterevent und holen Sie sich den Surferspirit als Inspiration und Motivation für Ihre Teilnehmer.

www.malaikaloher.de/vorträge

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