Sie sind schon tot, kommen aber noch zur Arbeit. Sie tun beschäftigt, sagen Ja und meinen Nein. Sie fühlen sich nie oder an allem Schuld. Sie sitzen Zeit ab, ohne Motivation. Sie verbreiten Kritik und miese Stimmung und haben den Spaß verloren. Unternehmenszombies fühlen sich leer und schwach, wollen das vertuschen und verhalten sich deshalb seltsam. Werden wir nicht alle früher oder später zu solchen Zombies?

Entweder gestresst oder unzufrieden, oder beides.

Wenn das Adrenalin den Organismus im Griff hat, kommen sie nicht mehr runter. Auch nicht am Wochenende, schon gar nicht im Urlaub. Es scheint, als würden sich Unzufriedenheit und Stress gegenseitig aufschaukeln. Ergebnis ist Dauergetriebensein. Dieses Gefühl, den ganzen Tag Vollgas zu geben und doch nichts erreicht zu haben. Unsere Arbeitswelt hat sich in vielen Teilen zu einem Horrortrip entwickelt. Sie rennen und rennen, ohne wirkliches Ziel und vor allem ohne ein Ende in Sicht. Haben Sie eine Sache erledigt, fallen ihnen gleich fünf neue Dinge ein. Heute morgen rief mich ein Freund an. Manager. Burnout. Schon wieder einer. Die allgemeine defokussierte Unproduktivität ist teuer und gesundheitschädlich.

Problemorientiert, konfliktbeladen, lustlos

Grabenkämpfe, Kleinkriege und gegenseitiger Verleumdung: Führungs- und Teamarbeit ist der Schauplatz einer 1A Selbstwert-Vernichtung. Es geht mehr ums Gewinnen, als um die Sache. Hinter die Kulissen schaut keiner. Es scheint, als warten alle auf die Rettung. Bis dahin motzt man sich so durch. Ich bin jeden Tag schockiert, womit Menschen ihre Zeit verschwenden. Und natürlich hocherfreut über die heimlichen Highperformer, die sich aufarbeiten, um die Schwächen anderer aufzufangen. Leider halten sie das nicht lange durch.

Es ist an der Zeit für mehrere Dinge:

  1. Schluss machen mit „hätte, würde, könnte, wenn (nicht)…wäre“. Sondern TUN! Kompromisslos, mit knallhartem Zielfokus und eindeutigen Konsequenzen bei Nicht-Erfüllung – und ich spreche nicht nur von KPIs!
  2. Liebevoll und klar Wahrheiten sprechen und hören, statt die weiße Weste zu polieren. Und jeden aussortieren, der weiter die alte Status-Leier spielt.
  3. Prüfen, wofür es sich lohnt, jeden Tag aufzustehen und ob die bisherigen Strategien für Erfolg und Glück wirklich funktioniert haben. Wenn nein, ändern!

Erfolg sollte leicht gehen, Spaß machen und Stärken freisetzen. Alles, was Menschen schwach macht, MUSS verändert werden. Dazu gehören Führungsverhalten, Abläufe, Kommunikationskultur, Gewohnheiten, fachliche und organisatorische Barrieren.

„Keine Lust, keine Zeit, keine Energie, kein Sinn“ sind Warnsignale, keine Ausreden!

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