Ersetzt #KI den Menschen? Die Frage allein fühlt sich schon schrecklich an, oder nicht? Wem der Job vom Computer „geklaut“ wird, vergeht das Lachen. Inzwischen entwirft die KI Bilder und Musikstücke, also Kunst zu entwerfen. Die Bilder sind spannend, die Musik…naja, aber in 5 Jahren werden die Prozesse so ausgereift sein, dass wir den Unterschied kaum mehr hören. Wie? Über so genanntes #DeepLearning .

„Ein neuronales Netz in der #IT funktioniert genauso. Anstatt dass physische Prozesse jedoch elektrochemische Konzentrationen in Nervenzellen und letztlich die Körperhaltung verändern, passen #Algorithmen mathematische Variablen ihrer internen Rechenschritte an. Eine Rechenoperation wird so zum Neuron. Gekoppelt an andere Rechnungen entstehen neuronale Netze. Werden viele Schritte miteinander verschaltet, spricht man vom Deep Learning“ (quelle: Spektrum der Wissenschaft)

Wegschauen macht Angst

Nun gut, wir können den Kopf nicht in den Sand stecken. Selbst ich habe inzwischen meiner Tochter eine #Alexa zugestanden, wenn auch widerwillig. Gleichzeitig habe ich den Fernseher rausbefördert, um den #Medienkonsum zu reduzieren. Schräg! Und was mache ich? Musik über #Sprachsteuerung hören….klar! In die Falle getappt. Weil es eben so einfach ist! Und ich ziehe nicht täglich den Stecker, wie ich mir vorgenommen habe. Die Kinder sprechen mit ihr ganz natürlich, kapieren Befehle schnell und hinterfragen nicht, warum und wie das funktioniert. „Aber hört die nicht immer mit?“, fragt eine Freundin. „Jap“, sage ich und ziehe die Schultern hoch.

Der Ablauf erinnert mich an die Einführung des Smartphones. Anfangs wehren wir uns und am Ende kann ich keine Überweisung mehr ohne #Smartphone erledigen. Bequemer ist es allemal. Und wir stehen ganz am Anfang. Die nächste Generation KI steht vor der Tür. Nun können wir uns weiter wehren oder damit auseinandersetzen. Letzteres ist ein gutes Mittel gegen Angst und Misstrauen. Je mehr Wissen Sie darüber haben und je genauer Sie die Sachlage durchdringen, desto besser. Daran führt kein Weg vorbei. Auch wer nicht im IT-Sektor tätig ist, MUSS sich weiterentwickeln.

Schlauer sein, als die Technologie

Manchmal frage ich mich, warum wir immer weiter gehen müssen in der Technologie? Warum treibt uns diese wahnsinnige Unzufriedenheit mit dem, was ist, weiter? Aber das ist menschlich, richtig? Wir wollen uns entwickeln. Sollten wir also nicht genauso unzufrieden sein mit unserer Fähigkeit, sinnvoll im Alltag mit Technologien umzugehen? Den Kindern Achtsamkeit beizubringen und uns selbst zu verändern?

„Die nächste Generation KI wird besser wissen, was Du brauchst, als Du selbst“, so ein befreundeter IT-Security-Experte. Körperdaten werden verarbeitet, bisheriges Verhalten getrackt, mit dem Zugriff auf unzählige Datenvorkommen weltweit verglichen…die KI kann uns an vielen Stellen positiv unterstützen. Das rede ich mir zumindest ein, wenn ich dieses seltsame Gefühl von Hilflosigkeit empfinde. Der Kontrollverlust ist der Torpedo für das psychische Grundbedürfnis nach Sicherheit. Gerade deshalb ist es so wichtig, sich fachlich tiefer damit zu befassen. Fakten schaffen Sicherheit.

Schöne neue Welt

„Beispiel: In China sind inzwischen manche Klassenzimmer mit auf künstlicher Intelligenz beruhenden Kameras und Scannern für Gehirnwellen ausgestattet, mit denen der Konzentrationsgrad der Schüler überwacht wird.“ (Niall Ferguson)

Was auch immer noch an #ScienceFiction auf uns zukommt. Die Kontrolle, das Machtstreben und der dazu gehörige Versuch der Verdummung der Massen bleiben uns erhalten. Unser Job ist es jetzt, zu lernen. Zu lernen, die Kontrolle zu behalten. Die Kontrolle über unser Mensch-Sein, die Menschlichkeit und diesen wunderbaren Planeten.

Mensch will leben

Was die Maschinen vermutlich nie lernen, ist #Bewusstsein. Der menschliche Lebenswille, Lernen durch Erfahrung, Handeln aus Überzeugung, Ich-Gefühle, Gedanken und Empfindungen sind rein menschlich. Das Gefühl beim Streicheln eines Tieres, wenn Sie ein Baby im Arm halten, die Farben einer Blume bewundern, Liebe empfinden oder andere Menschen spüren. Ganzheit, die Verbindung mit der Natur, Glück und Ekstase. Das alles bleibt uns vorbehalten. Also sollten wir daran arbeiten, als Ergänzung zur Technologie unser Bewusstsein, unser Selbst und unsere zwischenmenschlichen Fähigkeiten weiter auszubauen. Anstatt uns auf die Technologie zum „Fühlen aus der Konserve“, also computergestützte Realität im Wohnzimmersessel zurückzuziehen (Augmented Reality).

Zirkusaffen

Das wäre nämlich das Ende unserer herausragenden Fähigkeiten. Wir würden zu dressierten Affen, die highlight-getriggerte Dopamin-Erfahrungen (Belohnungshormon) jederzeit und ohne Anstrengung konsumieren. Wäre das ein Science Fiction Szenario, wären die Sozialen Medien die Vorstufe zur Massenhypnose auf Basis hirneigener Botenstoffe. Unser Hirn reagiert auf Bilder ebenso stark, wie auf reale Erfahrungen. So lässt sich auch ein erotisches Erlebnis im Gehirn nachspielen, was zu den gleichen Gefühlen führt, wie echte #Erotik. Nur, der Körper eines anderen Menschen ist nicht mehr beteiligt. Auch dafür wird sicher bald eine Technologie bereit stehen.

Was ich sagen will, wir müssen unseren Verstand dazu benutzten, uns gegen die Suchtfaktoren zu wappnen. Das heißt nicht, sie ganz zu lassen, es heißt nur, „bewusst“ damit umzugehen. Eines unserer psychischen Grundbedürfnisse ist das Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung und darauf zielen Konsum-Technologien ab (z.B. Apps, Computerspiele…). Belohnungsgefühle machen uns abhängig, lassen uns eben nicht mehr bewusst entscheiden.

Der nächste Schuss

Wir suchen dann nur noch den nächsten Endorphin-, Serotonin-, Oxytocin oder eben Dopamin-Schuß. Deshalb ist es z.B. inzwischen wirklich schwierig, zu flirten, oder mit Menschen in Kontakt zu treten, weil sie im echten Leben nebeneinander an der Bushaltestelle, am Flughafen, im Zug ins Handy/Laptop glotzen. Schon mal von „Phubbing“ gehört? Ein echter Beziehungskiller.

»Phubbing« ist eines der neuen Kunstworte, das unschöne Seiten der Digitalisierung auf den Punkt bringt. Der Mix aus dem englischen »phone« und »snubbing« – jemanden vor den Kopf stoßen – bezeichnet Unterbrechungen vor allem durch Mobilgeräte, zum Beispiel in Form von Lesen oder Versenden von Textnachrichten, die beim Gegenüber als Unaufmerksamkeit oder Geringschätzung ankommen können.“ Christiane Gelitz

Das Prickeln bei Augenkontakt, die Fähigkeit, mitzufühlen, in emotionale Erzählungen des Gegenüber einzutauchen, gemeinsam lachen, sich verbunden fühlen, sich aufeinander fokussieren und hinter die Augen blicken. Der Verzicht darauf ist der Preis.

Stress und Zeitmangel

Die Abhängigkeit zu befriedigen kostet enorme Zeit, die wir z.B. am Handy verbringen. „Ich komme zu nichts“, sagt eine junge Frau (28) im Coaching und beschreibt Stresssymptome. Ihre Handynutzung liegt bei ca. 3,5 Stunden pro Tag außerhalb der Arbeitszeit. 3 Stunden Videos sehen, Apps checken, Posts beantworten, posten, Soziale Medien durchschauen, Apps checken, eigene Posts auf Likes checken etc. 3 Stunden Zeit, die nicht in die eigene Erfahrung, das Lernen oder echte Leben und den Kontakt in #Echtzeit investiert wird.

Das Zeit-Thema führt zu noch mehr technologischer Unterstützung, die uns angeblich Zeit spart. So werden keine ganzen Bücher mehr gelesen, sondern damit geprahlt, dass in einer #App die Zusammenfassungen gelesen werden können und man damit viel mehr in weniger Zeit „gelesen“ hätte. Ein Buch zu lesen bedeutet, sich zu fokussieren, zu konzentrieren, einzutauchen, dran zu bleiben, in der Tiefe verstehen und Sprache zu entschlüsseln. Die Konzentrationsspanne z.B. auf Videos im Netz liegt inzwischen bei unter einer Minute, bzw. sehen wir uns z.B. Lehrvideos „nebenbei“ an. Dieses Verhalten verringert die #Kreativität, stört die soziale und emotionale Kompetenz und löst Stress aus. Was wir tun müssen, ist, uns weiterhin zu begegnen, uns auseinanderzusetzen, miteinander zu lernen, zu leben, zu erleben und zwischenmenschlichen Druck aushalten bzw. Konflikte lösen.

Digitalisierung und Mitarbeiter

Das #Selbstbewusstsein ist bei vielen jungen Menschen gering ausgeprägt. Dort müssen wir ansetzen und unterstützen. Wir, die wir noch mit der Wählscheibe Kontakt halten gelernt haben. Deshalb plädiere ich, neben dem Digitalisierungs-Druck in Unternehmen auch die Entwicklung von Bewusstsein nicht zu verpassen und fälschlicherweise Menschen mit Maschinen gleich zu setzen. Schrauben Sie die Ansprüche in emotionaler und sozialer Kompetenz nach oben, sorgen Sie für mentale Gesundheit. Zwingen Sie Ihre Mitarbeiter in echte Erlebnisse und trainieren Sie deren Kommunikationsfähigkeit. In der Personalentwicklung wünschen immer mehr Unternehmen digitale Lernerfahrungen. Ich bin auf den Zug aufgesprungen und es ist höchst unbefriedigend. Denn lernen aus der Konserve ist nicht echtes lernen. Es kann nur unterstützen. Vergessen Sie nicht, Ihre Mitarbeiter und Führungskräfte müssen im Job miteinander agieren, sehen sich in der Regel täglich und geraten in Situationen, die emotional und mental anspruchsvoll sind. Das lässt sich nicht in einem Online-Kurs lernen. Der kann Wissen anreichern, aber das Üben muss in der Praxis stattfinden, jeden Tag.

Sozial vor medial

Ich sehe Billardtische, Kicker, Meetingecken und andere soziale Aktionen im Unternehmen nicht als Incentive für Millenials, sondern als Training, sich selbst zu spüren und zu erleben, andere Menschen auszuhalten und sich auszuprobieren. Ebenso in Workshops, Trainingsmaßnahmen oder gemeinsamen Unternehmungen. Längst geht es dabei nicht mehr um Wissensvermittlung, sondern um die Nutzung der Gruppendynamik zur Weiterbildung im Erlebens-Fall.

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