Zwei Arten Führungskräfte beherrschen noch die Unternehmens-Landschaft.

Variante A:
Ansage machen,
Entscheidungen treffen,
Kennzahlen im Griff,
wenig Zeit für Selbstreflexion,
von sich überzeugt,
hart durchgreifen,
Macht sichern,
Keine Schwäche zeigen,
Mitarbeiter sind Dinge.
Variante B:
Nicht entscheiden,
alles manipulieren,
Fahne nach dem Wind hängen,
Lobby bilden,
Lorbeeren einheimsen,
nach oben einschleimen,
nach unten treten,
Mitarbeiter sind Fußabtreter.

Eine ganze Generation ist dabei, in Rente zu gehen. Sie haben viel aufgebaut und erreicht.
Eine zweite Generation ist zum großen Teil abgearbeitet und würde gerne kürzer treten. Sie sichern das Erreichte. Die nächste Generation tickt völlig anders und stellt alles in Frage.

Warum eigentlich hängt die Zukunft der Unternehmen an den Führungskräften? Einfache Frage, vermeintlich banale Antwort: Weil Umsatz von Menschen gemacht wird. Und die Vorgesetzten entscheiden, wo es lang geht. Doch geht die Sache nicht viel tiefer? Mitarbeiter sind auf die Fähigkeiten ihrer Führung angewiesen, wenn sie mit Ihrem Potenzial nicht ständig vor eine Wand laufen wollen.

Leider verwechseln viele Chefs ihre Vorbild-Funktion mit einem Siegertreppchen. Sie stehen ganz oben und kümmern sich um den Erhalt ihrer Funktion, statt um die Mitarbeiter und das Business. Selbst angebliche Entscheidungen für die Firma sind Tarn-Aktionen im Dienste der eigenen Status-Sicherung. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Echte Visionäre gelten als Traumtänzer, wenn sie nicht gerade einen Apfel auf dem Logo haben.
Aber mal ganz abgesehen von dem Gejammer und Geschimpfe über die Bosse, das nicht immer qualifiziert abläuft.

Warum können wir faktisch vergessen, dass die Art, wie Führung gelebt wurde, den Karren aus dem Dreck zieht?

  • Junge Menschen akzeptieren keine menschliche Inkompetenz.
  • Sie folgen keiner Vision, die auf Postkarten an die Mitarbeiter verteilt wird.
  • Die echten Talente machen sich schneller aus dem Staub, als der Chef „Gehaltserhöhung“ sagen kann, wenn die Führung nicht mental agil handelt.
  • Überzeugung heißt nicht Selbstverliebtheit.
  • Erfolg ist kein Titel und basiert nicht nur auf Excel-Tabellen und Überstunden.
  • Mental, emotional und körperlich geschwächte Chefs schwächen ihre Mitarbeiter.

Wie ticken die Führungskräfte, die in Zukunft ganz vorne dabei ist?

  • Sie sind mental, emotional und körperlich stabil und gesund. Das betrifft alle Lebensbereiche.
  • Sie sind sozial und emotional kompetent im Umgang mit Mitmenschen.
  • In Strategie und Planung handeln sie effizient.
  • Sie sind in der Lage, Mitarbeiter nach Potenzial einzusetzen und Kontrolle abzugeben.
  • Change managen sie agil.
  • Sie können schnell entscheiden und zwar täglich.
  • Sie sind in der Lage, aus Fehlern zu lernen, auch mit den Mitarbeitern.
  • Sie haben kein Interesse an Manipulation und Machtspielen aus egozentrischen Motiven, die auf Kosten anderer gehen.
  • Sie stehen zu ihren Schwächen und kennen ihre Stärken, brüsten sich aber nicht damit.
  • Sie ziehen sich ihre Mitarbeiter regelmäßig aus dem Alltag raus, um Kraft und Kreativität zu tanken.
  • Sie strahlen Demut, Gelassenheit und Freude am Dasein aus.

Ja, das klingt aufwendig, aber wir brauchen einen gewaltigen mentalen Change. Eine entschiedene Kehrtwende in der Bewusstheit. Ein Hinsehen, wo man lieber nicht hinsieht. Und die totale Überprüfung der gewohnten Denk- und Verhaltensweisen. Konsequent und mit Hingabe. Für den gemeinsamen Erfolg.

Oder wie sehen Sie das?

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