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3 Tipps für gute Nerven im Homeschooling

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Die Nerven liegen blank

Distanzunterricht, Onlinelernen, Homeschooling….egal, wie das Kind genannt wird…am Ende hängt es an uns Eltern.

„Ich weiß wirklich nicht, wie ich das alles schaffen soll. Meine Kinder erledigen die Schulaufgaben nicht alleine, in der 2. und 4. Klasse. Ich muss daneben sitzen. Mein 4-jähriger langweilt sich nach einer Stunde. Und die 10 Tage Extraurlaub kann ich auch nicht nehmen. Schließlich macht sich die Arbeit nicht von selbst. Wenn alle Eltern daheim bleiben, kann meine Firma zu machen“, so eine frustrierte Mutter und Projektleiterin.

Distanz und Disziplin

Nun müssen wir Eltern wieder ran und den Kindern die Zeit versüßen, ohne selbst emotional vor die Hunde zu gehen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber daheim beschulen, wie im letzten Frühjahr, ist diesmal – mitten im Schuljahr – keine Option. Deshalb habe ich einen Plan gefasst und möchte auch Ihnen drei Tipps für Ihre strategischen Überlegungen mitgeben.

Wie meine Idee in der Umsetzung klappt, dazu mehr nächste Woche. Wie werden Sie das angehen?

#motivation #homeschooling #videopodcast #speaker #coach #malaikaloher #homeoffice #distanzunterricht #schule #erziehung #erfolg

Weihnachtsfeier online

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Weihnachtsfeier online. Zwei Stunden quatschen und Geschichten erzählen, Mitarbeiter ehren und ganz viel lachen. Es hatte was von Klassentreffen.

Ich bin neu als #Vertriebscoach dabei, und kannte 90 % der Menschen noch nicht. Als ich abschaltete blieb ein Gefühl von Gemeinschaft, Nähe und Zusammenhalt. Ich fühlte mich als Teil von etwas.Es wirkt selbst durch digitale Kanäle und ist eines unserer psychischen Grundbedürfnisse.

Vorher gab es ein Paket für jeden nach Hause mit Weihnachtsmützen, Tee und anderen Nettigkeiten. Alle inklusive GF trugen die
weihnachtliche Kopfbedeckung…übrigens auch die Jüngsten, aus der Generation Z, denen ja unterstellt wird, völlig unloyal zu sein.

Team ist alles. Du arbeitest mehr und besser, wenn der Chef/ die Chefs für dich da sind und für gemeinsame Erlebnisse sorgen. Keiner verließ die Weihnachtsfeier, obwohl es auch Momente gab, in denen niemand sprach. Man spielte mit den Hintergründen in #Teams, zeigte Fotos und lachte aus vollem Halse. Lachen verbindet, kindisch sein auch. Und es war spürbar, wie sehr wir alle genau das brauchen.

Danke Eurosoft für diese schöne Erfahrung!

#vertrieb #führungskraft #unternehmensführung #coaching #salesperformance #it #malaikaloher #surfyourlife

Führung auf Distanz

Führung auf Distanz

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Je länger die Mitarbeiter im #Homeoffice (mit Kindern) sitzen, desto mehr Leistungsverlust ohne ordentlich #Führung. Am Anfang wirkte das gemeinsame Stemmen der Krise als Kitt im Team. Allmählich müssen die #Führungskräfte zurück in die Führungsaufgabe – trotz täglichem #Videokonferenz-Wahnsinn.

#Tipps:

– Terminieren Sie #Mitarbeitergespräche, die sie gut vorbereiten und in denen es NUR um den einen Mitarbeiter, seinen Belange und seine Leistung geht. Nehmen Sie #Emotionen ernst.

– Terminieren Sie ein #Teammeeting für die Rückschau auf 2020 und den Ausblick 2021. Was lief gut, was nicht? Ein #Onlineworkshop bringt das Team zusammen.

– Falls Sie #internationale Teams leiten, ist es umso wichtiger, auch die Mitarbeiter in anderen Ländern in den engeren Kreis zu ziehen. Planen Sie sich dafür Zeit ein.

– Falls Sie Führungskräfte führen: Schulen Sie sie im Thema „Führung auf Distanz“ mit konkreten Arbeitsaufträgen und Übungen. Halten Sie die Umsetzung nach.

– Entzerren Sie Ihren eigenen Kalender. Auch im Homeoffice ist es kontraproduktiv, 12 Stunden Videokonferenz an Videokonferenz zu reihen.

Die Menschen sind #krisenmüde. Sie sitzen am Motivationshebel. Nutzen Sie ihn mit #Optimismus.

www.malaikaloher.de/akademie

#coaching #motivation #speaker #unternehmer #surfyourlife #Malaikaloher

Intensiv leben

Intensiv leben

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Sprechen Sie auch viel über Weihnachten? Den Schutz der Großeltern und Kranken? Bei mir löst das zeitgleich eine neue Bewusstheit aus. Wieder und wieder denke ich: „Was, wenn dies jetzt dein letzter Moment wäre, wie würdest Du ihn erleben wollen?“ Schon mal darüber nachgedacht? Und auch gefühlt? Eine spannende Übung.

Beim Zähne putzen mit Blick in der Spiegel.
Beim aufräumen, kochen, Kinder ins Bett bringen.
Bei der Wahl des TV-Programmes.
Bei der Präsentation vor Kollegen, dem Gespräch mit dem Mitarbeiter/ Chef.

Der Satz löst eine Art Alltags-Meditation aus. Sie fokussieren sich nach innen, auf die Sinneswahrnehmungen. Den Boden unter den Füßen, den Gegenstand in der Hand, das eigene Lächeln und den Atem. Es kehrt schlagartig Stille ein. Denn innerer Frieden und ein liebender Kontakt zu sich und anderen ist es, was wir uns für den letzten Augenblick wünschen. Also warum nicht jetzt schon damit beginnen?

Ich halte es mit Thoreau: „Intensiv leben“. Es war leichter in jungen Jahren. Da ist doch alles irgendwie intensiv, oder? Doch im Alltag, mit Kindern, Mitarbeitern, Verantwortung und dann noch Corona….das ist die Kür des Lebens.

Also lächeln wir und sind glücklich – in jedem letzten Augenblick.

#corona #psyche #motivation #optimismus

Nase voll vom Lockdown!

Nase voll vom Lockdown!

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„Ich habe regelrecht Angst vor Sylvester. Die Kinder sind beim Papa und ich alleine zu Hause. Ich kann es mir noch so schön reden, da kommt trotzdem Frust auf“, so die alleinerziehende Mutter. „Wir können nicht mal meine Eltern besuchen mit unseren zwei Kindern über 14. Wer weiß, ob es für meine kranke Mutter noch ein Weihnachten 2021 geben wird“, berichtet die Kollegin und wischt sich verstohlen über die Augen. Der Frust steigt. Nach sechs Wochen Lockdown light nun doch die Weihnachtsfeiertage als Wellenbrecher. Damit der emotionale Lockdown im Dezember 2020 gering gehalten wird, lesen Sie Tipps in diesem Beitrag.

Emotionen aktivieren

Sie erleben Freude während schöner Augenblicke und bei der Erinnerung an tolle, vergangene Tage. Doch ist es nicht in Wahrheit die Vorfreude, die uns am meisten stärkt? Mit Weihnachten zum Beispiel verbinden wir einen Mix aus Erinnerungen und Erwartungen: Plätzchen backen und essen, Weihnachtsmarkt, Bratwurst, Mandeln, Glühwein, bestimmte Musik, Düfte, Freunde treffen, Veranstaltungen, Nähe zur Familie, Geschenke, leuchtende Kinderaugen. Viele dieser gewohnten Freude-Bringer fallen 2020 weg. Das fühlt sich zeitweise leer und fad an. Die mangelnde Planbarkeit im neuen Jahr macht es nicht einfacher. Deshalb ist es so wichtig, sich möglichst viele Vorfreude-Termine zu schaffen.

Von Kindern lernen

Gerade Kinder sind die besten Vorbilder für die Mechanismen der Vorfreude. Schon Wochen, ja Monate vor Weihnachten laden sie sich mit so vielen, positiven Emotionen rund um heilig Abend auf, dass der reale Moment am 24.12. oft nur ein Abklatsch der Erwartungen ist. Doch wie machen die Kinder das? Indem sie an nichts anderes denken – quasi Tag und Nacht. Jeden Morgen startet im gesunden Kindergehirn (unter 12/13 Jahren) kein Sorgenprogramm, sondern ein Vorfreudeprogramm. Diese Vorfreude trägt die Kleinsten und ist auch für uns Erwachsene ein wesentlicher Glücksbringer. Deshalb planen wir z.B. Urlaube lange im Voraus und thematisieren diese Pläne in unzähligen Gesprächen. Wir saugen daraus Energie. Dieses Prinzip müssen wir uns nun strategisch zu Nutze machen, um den „harten Coronawinter“ emotional und mental zu überstehen.

Ideen für Vorfreude

Warum nicht Plätzchen backen zu Hause, mit Weihnachtsmusik und Glühwein? Oder die Weihnachtsdekoration in den Wohnräumen perfektionieren – vielleicht einmal ganz anders als sonst. Spaziergänge mit den Liebsten oder auch allein mit anschließendem Kakaotrinken ggf. die Freunde online dazu geschaltet. Eine andere Option: Allein oder gemeinsam musizieren – schräg oder professionell, ganz egal. Hauptsache es macht Spaß. Die kleinsten Erlebnisse sollten jetzt geplant, vorbereitet und zelebriert werden. Sprechen Sie über diese Pläne, stecken Sie andere mit ihren Ideen an.

Heilig Abend anders

Selbst der heilige Abend und die Feste anderer Konfessionen dürfen kreativ überdacht werden. Wer Traditionen diesmal nicht leben kann, muss sie abändern. Das Abendessen mit den Großeltern auf dem großen Bildschirm über Videokonferenz, die vorher verschickten Wichtelgeschenke (jede Gruppe hat gleich viele Wichtel wie Personen insgesamt teilnehmen), der Auftritt der Kinder mit Gedichten und Geschichten kann auch über die Mattscheibe funktionieren. Vielleicht macht es Sinn, die Familie für die drei Wochen Ferien zu einem Hausstand zu machen, mit vorherigem Test. Besser eng, als allein.

Kreativität statt dumpfem Medienkonsum

Ich zum Beispiel mache fast täglich einen Abendspaziergang mit den Kindern. Stichwort Vorfreude: Meine Tochter lässt extra ihren Roller an der Bushaltestelle stehen, damit wir ihn am Abend holen „müssen“. Sie sorgt also aktiv für etwas, auf das sie sich dann freut. Während des „Ausfluges“ halten wir kurz beim Supermarkt, kaufen irgendetwas Kleines oder auch nicht und fahren wieder nach Hause. Statt dessen könnte ich die Kids auch vor dem Fernseher parken, damit ich zum 100sten Mal die Nachrichten am Handy lesen kann, bis mir die Augen überlaufen.

Übermotiviert ist besser als Frust

Mit einer anderen Familie plante ich den „Event“, Lebkuchenhäuschen zu basteln. Davor sprachen wir die notwendigen Ressourcen ab und gingen bewusst dafür einkaufen. Während des „Events“ schob ich gleichzeitig Plätzchen in den Ofen, für den Weihnachtsduft. Dabei lief laute Kinderweihnachtsmusik. Am Ende sangen wir voller Inbrunst „In der Weihnachtsbäckerei…“ und tanztend wie die Derwische.

Sinne nutzen

Ich spreche bewusst immer wieder das Thema Gerüche an. Kaum eine Zeit ist mehr mit olfaktorischer Sinneswahrnehmung verbunden, wie der Dezember. Plätzchen backen war z.B. bei uns in der Familie in den letzten Jahren immer ein ganzes Wochenendevent, an dem alle Frauen des „Clans“ inklusive Kinder eine abartige Menge Backwaren produzierten. Dieses Jahr verteilen wir das über mehrere Wochenenden, im kleinen Kreis. So duftet das Haus immer wieder gut. Ich tue das für meine Psyche und dafür, dass die Kinder auch in diesem Jahr festliche Erinnerungen zusammen mit den passenden Gerüchen in ihrer mentalen Datenbank speichern. Würstl grillen wir uns in den Weihnachtsferien erwarten, aber auch Waffeln backen und Mandeln braten.

Spielen befreit den Geist

Unsere Brettspiele sind jetzt wieder heiß begehrt. Wir zwingen uns dazu (vor allem ich), anzufangen und kaum sind wir dabei, macht es Spaß. Meine Kinder haben mir den Deal abgerungen, als Belohnung für deren gutes Benehmen oder gute Noten alle 7 Tage mit ihnen Verstecken und Fangen im Dunkeln zu spielen. Ich mag das Spiel nicht, weil ich meistens „zu müde“ bin, aber habe ich mal angefangen, schreie, lache und tobe ich genauso herum. Danach fürhle ich mich 10 Jahre jünger. Kinder zeigen uns, wie Vorfreude geht und sie sorgen selbst gut für sich. Vor Corona wollten sie übrigens Geld, statt spielen…

Kunst für die Seele

Basteln, malen, nähen, stricken, schreinern, bauen – wem es Spaß macht, kann sich hier wunderbar austoben. Überlegen Sie sich, wem Sie etwas zu Weihnachten herstellen wollen. Schreiben Sie doch diesmal ausgiebig und mit der Hand Weihnachtskarten an Ihre Familie und Freunde. Oder basteln Sie einen Adventskalender für die Neffen, Nichten, Kinder, Enkel, Geschwister oder ein Vogelhaus für den Balkon der Oma. Einfach mal anders vorgehen.

Hilfe holen erlaubt!

Wir können die Situation nicht verändern, aber unsere Haltung dazu. Ich bin nicht bereit, mich dem Frust hinzugeben. Dafür ist mir das Leben zu kostbar. Sehen Sie das anders? Dann bitte ich Sie, das nicht alleine durchzustehen. Es ist vollkommen ok, sich Hilfe zu holen, um aus dem Loch heraus zu kommen. Selbst ich als Profi habe das in den letzten Monaten schon oft getan, um die Tiefpunkte möglichst schnell hinter mir zu lassen. Bitten Sie selbstbewusst darum: „Ich brauche jetzt echt jemanden zum reden, damit ich aus meinem Frust rauskomme. Hast Du gerade Zeit?“ Ob Eltern, Freunde, Verwandte oder Profis gegen Geld: Geben Sie niemals auf!

Für weitere nützliche Tipps, wie Sie sich im Job oder bei schlimmem Frust wieder motivieren und positiv stimmen, lade ich Sie zu meinem Online-Seminar am Uniklinikum Regensburg am 14. Januar 2021 von 18:00-19:30 Uhr ein.

Titel:
Ist Ihr Optimismus optimal oder optimierbar? Strategien zur Krisenbewältigung

Investition 25,— Euro

Anmeldung bei:
Thomas Bonkowski und Thomas Wiesbeck
Mail: Thomas.Bonkowski@ukr.de
Tel.: 0941/944-4333 od. -4478

Psychische Komlexität im Unternehmen

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Ein Beispiel: Niederlassungsleiter A in München respektiert NLleiterin B in Berlin nicht. Aus diesem Grund vermittelt er einen russischen Kunden A nicht dorthin, sondern wickelt ihn über München ab. Zwei russische Kunden a und b unterhalten sich. a hat wesentlich mehr Kosten, als b, weil er von München aus betreut wurde. a beschwert sich beim GesamtGF und droht mit Konsequenzen. 

Vermehrte Kundenbeschwerden, unerklärliche Umsatzeinbrüche oder zähe Prozesse sind fast immer menschlichen Ursprungs. Sie haben selten mit dem Produkt, der Leistung oder den komplexen Abläufen zu tun. Gerade darüber wird aber fälschlicherweise diskutiert, weil psychische Komplexität als irrelevant und zu wenig greifbar abgetan wird.

Der GF befragt beide NLleiter im Meeting. A findet plausible Argumente, B verschweigt den eigentlichen Grund, um nicht in die „Zickenecke“ gestellt zu werden. Der Kunde erhält einen Bonus, sonst passiert nichts. 

Das eigentliche Problem verschärft sich, indem die Mitarbeiter von A und B in Konflikt geraten, weil sich über den Flurfunk der wahre Grund herumgesprochen hat. Wenige Jahre später ist nicht mehr nachvollziehbar, warum München und Berlin nicht gut zusammenarbeiten.

Lösung

1. Einzelgespräche in geschickter Offenheit.

2. GF versteht die Zusammenhänge und geht in die Mentorenrolle. 

3. A wird in seiner Motivlage gecoacht. Er erkennt ohne Gesichtsverlust die Konsequenzen fürs Geschäft und ändert sein Verhalten gegenüber B. 

4. B wird trainiert, wie Sie sinnvoll mit A umgeht, um Respekt zu erhalten.

5. Der Kunde a erhält den Bonus und wird strategisch und rhetorisch geschickt an B übergeben. Er fühlt einen Mehrwert.

6. Die Teams A und B werden zeitnah in einer Teamentwicklung zusammengebracht. 

#teamentwicklung #kundenorientierung #konfliktmanagement #führungstraining 

Sales in der Krise

Sales in der Krise

Leadership, sales

„Unsere Kunden investieren kaum noch. Meine Verkäufer sind frustriert. Wir haben einen Einbruch von 40 Prozent“, so der #Vertriebsleiter einer #Versicherungsagentur.

Folgende #Tipps:

+ Kümmern Sie sich intensiver um einzelne #Kunden und zeigen sie mehr persönliches Interesse.

+ Menschen igeln sich in Krisen ein und sichern ihre Pfründe. So funktioniert unser inneres Sicherheitssystem. #Verkaufen Sie auf lange Sicht. Bauen Sie Bindungen für die Zukunft auf.

+ Verteilen Sie #Optimismus und #Verständnis. Das wird beim Kunden hängen bleiben.

+ Kunden sind in #Krisenzeiten nicht so zugänglich und freundlich, wie in guten Zeiten. Beziehen Sie das nicht auf Ihre Leistung!

+ Lassen Sie sich #coachen, vom Chef, vom Kollegen, vom Profi. #Supervision bringt Sie schneller auf neue Gedanken und raus aus dem Loch.

+ Vermeiden Sie Problemgespräch über die Krise. Andere Zeiten werden kommen. Geben Sie niederdrückenden Gedanken keine #Chance, sich einzunisten.

+ Nehmen Sie diese Krise als wertvolle Erfahrung für Ihr ganzes Leben. Sie gehen stark und mit einer wahnsinnigen #Lebensfreude daraus hervor.

Emotion lass nach!

Emotion lass nach!

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„Gefühle haben im Job nichts verloren. Wir kommen zu nichts mehr, wenn jeder seine Befindlichkeiten auslebt“, so der Werksleiter einer 1.000 Mann-Produktion.

Emotionsunterdrückung und ein darauf aufbauender faktenzentrierter Führungsstil gehen fast immer nach hinten los. Denn Emotionen sind ein wichtiger Zugang zu Motivation und Teamwork.

Emotion Ablauf:
1. Wahrnehmung einer Situation/ Objekt.
2. Innerer Gefahrenscan, Soll-Ist-Vergleich und Bewertung mit episodischem Gedächtnis.
3. Weisung ans limbische System, Einsatz der Neurotransmitter und efferente Aussendung in Körperregionen.
4. Physische Reaktion in Muskeln und Organsystemen.

Alls das läuft weitgehend unbewusst. Gedanken über „Gefühle“, die uns zum Handeln motivieren, über die wir sprechen und diskutieren, produziert unser Großhirn erst danach, indem er das Körpergefühl interpretiert.

Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, die eigenen Gefühle und die Gefühle anderer Personen sensorisch wahrzunehmen, kognitiv nachzuvollziehen und durch Verhalten zu beeinflussen – positiv und unterstützend.

Führungskräfte müssen diesbezüglich umdenken, umtrainieren und emotionale Kompetenz integrieren.

Sie wollen mehr zum Thema Emotion erfahren? Kommen Sie zu meinem Online-Vortrag.

Schweigen ist kein Gold

Schweigen ist kein Gold

Leadership

Kennen Sie den Abilene-Effekt? Er besagt, dass Menschen sich im Zweifel schweigend der vermeintlichen Gruppenmeinung anschließen, obwohl sie eigentlich anderer Ansicht sind. Sie gehen einen Weg mit, weil sie glauben, auch alle anderen (die ebenfalls schweigen) finden diesen Weg richtig. Eine wichtige Erkenntnis für Vorgesetzte, die glauben, ihre Mitarbeiter wären alle im Boot.

Das psychische Grundbedürfnis nach Bindung und Nähe innerhalb einer Gruppe ist der Grund, warum Menschen eher schweigen, als reden. Sie äußern ihre wahre Meinung nicht, wenn sie gegensätzlich ist. Die Gefahr wäre, ausgegrenzt und bloß gestellt zu werden. Gerade im Unternehmensumfeld werden Nachteile befürchtet bis hin zur blanken Angst vor Jobverlust. „Polarity“-Responder oder „Dauerkritiker“ sind wenig beliebt im Team und schon gar nicht beim Chef. Gerade Vorgesetzte oder Unternehmenslenker sind von ihrer Meinung überzeugt und wissen sie argumentativ in Szene zu setzen. Und sie haben die Macht. Es bedarf schon einer Menge Selbstbewusstsein, sich dagegen zu äußern.

Schweigen ist Zustimmung

Der Denkfehler ist, zu glauben, dass Schweigen Einverständnis bedeutet. Mitarbeiter verstecken sich hinter ihrem Pokerface und gehen bei Entscheidungen mit, ohne ihre Bedenken zu äußern. Sie glauben, sie würden sich als einziger in eine Außenseiterposition bringen. Spannend daran ist, dass es oft mehrere sind, die sich so positionieren. Dem Unternehmen kostet das eine Menge Geld und Zeit. Denn Entscheidungen, die der Chef trifft, sind nicht immer die besten. Produkte, die keiner braucht werden entwickelt, teure Marketingkampagnen aufgesetzt, ja, ganze Strategien verändert, weil die Führungskraft der eigenen Intuition vertraut.

Hinterfragen als Wettbewerbsvorteil

Das Gute ist, auch beim Mitbewerber greift das Abilene-Paradoxon. Deshalb ist es ein klarer Vorteil, wenn Mitarbeiter aktiv einbezogen werden. Die Führungskraft sollte sich zurück nehmen und Raum schaffen für Fragen, Argumente und mögliche Probleme. Mitarbeiter bringen andere Blickwinkel ein und haben durchaus gute Ideen. Die Ironie ist, dass Chefs oft von oben herab auf ihre Leute blicken (die sie eingestellt haben) und ihnen nicht zutrauen, auch Kompetenzen zu haben. Wie auch, wenn sie diese nie abgefragt haben. Das ist im übrigen das so genannte Tally-Poppy-Syndrom. Dazu mehr im nächsten Artikel.

Sie machen das anders? Wunderbar. Dann gehören Sie zu den wenigen Führungskräften, die sich trauen, vermeintliche Schwäche zu zeigen, die natürlich keine ist. Sie müssen weder alles wissen, noch immer die richtigen Entscheidungen treffen. Dafür haben sie ein kompetentes Team, dass ihnen den Rücken stärkt, wenn sie es lassen.

Mein Vortrag zu Führung und Motivation in Krisenzeiten könnte Sie interessieren. Mehr dazu unter:

Entscheidungen sind Augenblicke

Entscheidungen sind Augenblicke

Life

Was motiviert Sie mehr? Sicherheit oder Selbstbestimmung? Vermutlich bekommen Sie einen Knoten im Kopf, wenn Sie darüber nachdenken. Das ist normal, denn die beiden Motive sind Ausprägungen am jeweils entgegengesetzten Ende einer Skala. Wer Sicherheit anstrebt muss einen Teil der Selbstbestimmung aufgeben und umgekehrt. Wer selbstbestimmt leben will, muss bereit sein, Risiken einzugehen.

Es ist eine Frage der Werte und der jeweiligen Lebensziele. Sie dürfen täglich neu entscheiden. Ein Rezept für die „richtige“ Wahl gibt es nicht. Oft genug verrennen wir uns in die „falsche“ Richtung, die sich hinterher als wertvolle Erfahrung herausstellt.

Es geht um die innere Balance, nicht die Extreme. Wobei Extreme herausarbeiten, wie Ihre persönliche Balance beschaffen ist. Wann es Zeit wird, sich nach innen zu richten und wann nach außen. Wann Sie an Mitmenschen oder an sich denken. Wann Sie sprechen oder schweigen. Wann Sie Ja sagen oder Nein. Wann Sie fokussiert sind oder loslassen. Wann Sie Emotionen zulassen oder sich zügeln.

Es ist ein Gefühl, ein winziger Augenblick, der Ihnen genau sagt, was für Sie stimmig ist. Ihr Verstand ist dabei eher hinderlich. Er verwässert diese Klarheit durch Argumente, die Ihrer Konditinierung entspringen, nicht Ihrem wahren Wesen.