News

News
Magische Argumente

Magische Argumente

Life

Sobald Sie den Mund aufmachen, sind Sie im Manipulationsmodus. Die Diskussion in Verkaufs- oder Führungstrainings über Ethik und „über den Tisch“ ziehen ist insofern hinfällig, als dass wir in jeder Lebenssituation andere für uns einnehmen wollen. Sei es, Interesse und Aufmerksamkeit zu bekommen, einen Mitarbeiter für ein Ziel zu begeistern oder eben Kunden ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen. Wenn wir es ohnehin ständig tun, wäre es da nicht sinnvoll, die Methodik zu beherrschen, um erfolgreicher zu sein?

Grundsätzlich gilt: Sie sollten das Beste für Ihr Gegenüber im Auge behalten, nicht nur Ihren eigenen Vorteil. Nur so bleibt Ihnen die Unterstützung des Gegenüber lange erhalten.

Ich will Ihnen die Methode anhand eines für jeden verständlichen Beispiels erklären. Stellen sie sich eine VerkäuferIn in einer Dorgerie vor. Eine Kundin sucht ein neues Shampoo. Folgende Szene spielt sich ab:

„Dieses Shampoo ist geeignet für strapaziertes, geschädigtes Haar. Es hat bei Stiftung Warentest mit „sehr gut“ abgeschnitten und versorgt das Haar mit formgebenden Polymeren. Außerdem kostet es weniger, weil es unsere Hausmarke ist.“

Die Verkäuferin hat mit einem Blick auf die Haare der Kundin sofort entschieden, was sie braucht. Sie befindet sich in der Angebotsphase des Verkaufsgesprächs und beschreibt die Produktmerkmale. Dabei macht sie einen klassischen Fehler: Sie zählt willkürlich alle Eigenschaften des Produktes auf, ohne vorher Informationen über die Vorstellungen der Kundin einzuholen. Sie verkauft nach Gefühl und Zufallsprinzip. Viele Kunden sind genau damit überfordert. Sie sehen die Masse an Produkten und können nicht nachvollziehen, aus welchem Grund die Verkäuferin genau dieses Produkt genau ihr empfiehlt. Diese Art des Merkmale-Verkaufens wird von den meisten Verkäufern betrieben, ist aber weder überzeugend, noch effizient. Auf die gleiche Weise „verkaufen“ Führungskräfte Ihre Strategie an Mitarbeiter. Sie zählen Details der geplanten Maßnahmen auf mit dem Unterton einer gewissen Erwartungshaltung. Sie können im weiteren Text also getrost Kunden als Mitarbeiter und Verkäufer als Führungskraft ersetzen. Das „Produkt“ ist das Ziel, die Vision, die Strategie.

Ohne Nutzen kein Verkauf

Zurück zur Drogerie: Kunden haben nur eine Frage: Löst das Produkt mein Problem? Kann ich damit etwas, mir wichtiges, erreichen oder etwas vermeiden? Die Aufgabe des Verkäufers ist es, mit seinem Fachwissen als Berater zur Seite zu stehen und nur die Produkte vorzustellen, die dem Thema des Kunden wirklich nutzen. Und damit sind die miesten überfordert oder zu bequem, sich auf ihr Gegenüber einzulassen. Spitzenverkäufer gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie nehmen dem Kunden den Denkschritt vom Produktmerkmal zum persönlichen Vorteil ab. Das heißt, sie schaffen im Gespräch den Zusammenhang zwischen dem Produkt und der Lebenswelt des Kunden. Das erstaunt Kunden und hat einen magischen Überzeugungseffekt.

Weniger ist mehr

Der Trick ist, dem Kunden nur die Produkt-Merkmale zu nennen, die zum Ziel des Kunden passen und mit einem individuellen Nutzen zu verknüpfen. Es geht hier um Rhetorik. Der Kunde soll nicht selbst schlussfolgern müssen, sondern der Verkäufer SAGT ihm seinen individuellen VORTEIL. Dann genügt es häufig, ein oder zwei unterschiedliche Produkte oder Merkmale und deren Vorteile zu nennen, um den Kunden zum Kaufen zu bewegen. Das spart Zeit und Energie. Interessanterweise wissen das die meisten Verkäufer – sie setzen es nur nicht immer um. Gerade an stressreichen Tagen ist es leichter, Produktmerkmale zu nennen, als sich über die Beweggründe des Kunden Gedanken zu machen und auf ihn zugeschnittene „Problemlösungen“ zu verkaufen. Die meisten Produkte und deren Eigenschaften sind aber für den jeweiligen Kunden irrelevant, ja sogar abstossend. Sucht die Kundin nämlich ein Marken-Shampoo, das vor allem Glanz und Volumen gibt, interessiert es sie weniger, was es kostet und die Hausmarke will sie schon gar nicht. Wäre sie stattdessen vor allem am Preis-Leistungsverhältnis interessiert, lässt sie sich vielleicht mit dem Stiftung Warentest-Argument überzeugen.

Die Werte des Kunden

Um überhaupt individuell zu beraten, braucht die Verkäuferin detaillierte Kenntnisse darüber, was der Kundin wichtig ist, was sie gut und schlecht findet. Was zählt für sie? Sicherheit, Qualität, Umweltverträglichkeit, Preis, Innovation? – also will sie es schneller, besser, billiger, ökologischer, sicherer oder moderner? Wichtig ist: Kein Mensch ist wie der andere. Jeder Verkäufer darf sich im Klaren darüber sein, dass es Menschen mit vollkommen gegensätzlichen Vorstellungen und Überzeugungen gibt. Kennt die Verkäuferin das Hauptmotiv ihres Gegenübers, bietet sie beispielsweise einem preisbewussten Kunden kein hochpreisiges Produkt und einem qualitätsbewussten Kunden keine einfach verarbeiteten Produkte an. Durch eine saubere Bedarfsabfrage und die schnelle Analyse der Antworten des Kunden, fällt ein Großteil des vorhandenen Sortiments von vorne herein durch das „Werteraster“. Übrig bleiben die Produkte, die für den Kunden wirklich interessant sein könnten und die der Verkäufer letztlich zeigt. Und die verkaufen sich dann in Sekunden.

P.E.B.-Argumente

Nämlich dann, wenn Sie das Produkt mit den richtigen Worten anbieten. Ein wirkungsvolles P.E.B.-Verkaufsargument erfolgt in drei Teilen.

P. für Produkt oder Produktmerkmal:

Das Merkmal des Produktes wird genannt – Der Verkäufer sagt, worum es geht bzw. was er empfiehlt.

E. für Erklärung („weil“):

Das Merkmal, der Grund für die Empfehlung oder wie der Kunde das Produkt benutzen kann, werden erklärt. Schön ist es an dieser Stelle, den Kunden etwas sehen, hören, anfassen oder ausprobieren zu lassen, ihm quasi den Beweis zu liefern.

B. für „Benefit“ (engl: Vorteil, Nutzen):

Der Verkäufer nennt den individuellen Nutzen, den Vorteil, den der Kunde in seiner Welt, in Bezug auf seine Ziele von diesem Merkmal oder Produkt hat.

Für das Beispiel der Kundin, die mehr Volumen und Glanz für ihr Haar haben will, würde das passende Argument lauten:

1. „Ich empfehle Ihnen das Shampoo von xy… (Produkt)

2. …weil es bestimmte Wirkstoffe, so genannte Polymere enthält, die dem Haar mehr Form geben. (Erklärung)

3. Das bedeutet für Sie, Ihr Haar wird in Zukunft mehr Glanz und Volumen haben.“ (Nutzen, den die Kundin vorher als Bedarf genannt hat)

Einwände reduzieren

Genau der Punkt 3 macht den Unterschied. Die meisten Verkäufer schaffen den Sprung vom Merkmal zur Erklärung – den Nutzen lassen sie weg, weil sie ihn nicht kennen, sich die Zeit dafür nicht nehmen, es überflüssig finden oder keinen Fehler machen wollen. Selbst wenn der Verkäufer das Argument unwichtig oder die Konsequenz logisch findet – für den Kunden kann die Erwähnung seines individuellen Vorteiles der ausschlaggebende Kaufgrund sein. Und dann verzichtet der Verkäufer auf weitere Erklärungen oder zusätzliche Details. So vermeidet er Einwände. Nicht jeder Kunde will vollumfänglich informiert sein. Es geht auch nicht darum, dass sich ein Verkäufer in jede Richtung absichert. (wichtig für Führungskräfte!!!) Das einzige Ziel ist es, das Bedürfnis des Kunden mit einem bestimmten Produkt zu verknüpfen und ihm das Gefühl zu verschaffen, sein Ziel für den Besuch in der Drogerie oder Parfümerie mehr als erreicht zu haben.

Mit welchen Worten?

Folgende Formulierungen helfen Ihnen, das Argument mit einem Nutzen zu verbinden.

„Das Produkt xxx ist/hat“, „ich empfehle Ihnen folgendes Produkt“…….,(Produkt/ Merkmal),….“das bedeutet“, „weil“, „sehen Sie selbst“… (Erklärung/ Beweis)……, das

  • bedeutet für Sie…
  • bringt Ihnen…
  • zeigt Ihnen…
  • steigert Ihren…
  • hilft Ihnen…
  • unterstützt Sie bei…
  • maximiert / minimiert Ihre…
  • erspart Ihnen…
  • verbessert Ihre… (Nutzen)
Tatendrang kollidiert mit Analysezwang

Tatendrang kollidiert mit Analysezwang

Leadership

„Ich würde am liebsten sofort loslegen, unsere sozialen Medien zu befüllen, aber mein Chef sagt, wir brauchen erst einen Contentplan“, jammert die Social Media Verantwortliche und rutscht unruhig auf dem Stuhl hin und her.

Schon mal erlebt, im Schaffensdrang rabiat ausgebremst zu werden? Jeder schreit nach Agilität, aber wenn ein Mitarbeiter agil handeln will, muss das erst besprochen werden. „Dazu brauchen wir ein Meeting, einen Plan, einen Berater, eine Analyse….wir treffen uns dann in zwei Wochen…ach nein…vor Weihnachten kriegen wir das nicht mehr hin und der Januar ist voll mit Terminen…also wie wäre der 25. Februar?“ Pfffff, da geht einem schon beim Lesen die Luft aus.

Gute Ideen wollen JETZT-Zeit

Aktivismus und Spontanität sind geniale Manöver. Gerade im Marketing oder Vertrieb sollten Sie Ideen quick and dirty einfach mal umsetzen, ohne groß zu planen oder sich abzusichern. Kreative Einfälle fragen nicht nach Terminen. Sie wollen sofortige Umsetzung. Im Flow wird in kurzer Zeit massive Power aktiviert. Wer anfängt zu denken, oder zu grübeln, verliert den Tatendrang und kehrt zurück zum Schema F. Trennen Sie sich von Ihren Prozessen, öffnen Sie sich für ganz neue Ansätze und treten Sie Ihr Ego in die Tonne. Statusdienst hilft hier nicht weiter. Und um Himmels willen, lassen Sie den Mitarbeitern die Lorbeeren für deren Ideen und machen Sie sie nicht geschickt zu Ihren.

Schluss mit BlaBla

Mein Tipp zum Thema soziale Medien: Weniger reden, mehr machen! Es muss nicht alles perfekt sein. Sie brauchen relevante Inhalte, ja. Doch am Ende zählen Zuverlässigkeit, Wiederholungseffekt und Präsenz.

Erst sprechen, dann fühlen?

Erst sprechen, dann fühlen?

Leadership

„Einfach mal die Fresse halten“, knallt mir mein Ausbilder in der Redaktion zum xten Male vor den Latz. Den Tränen nahe, Anfang 20, frisch von der Uni, fühle ich mich ungerecht behandelt. Mein Hunger nach Anerkennung ist stärker, als dass ich mich zurückhalten kann. Ich MUSS sprechen.

Erst das Leben lehrte mich, zu schweigen.

Zuhören ist für Menschen mit dem Bedürfnis nach Anerkennung oder Kontrolle enorm schwierig. Sie kennen die Monologisierer in Ihren Reihen, bei deren Erzählungen Sie müde, genervt oder abgelenkt werden. Warum? Weil die Worte nur die Oberfläche sind. Die eigentliche Intention, das Sekundärbedürfnis ist, dazu zu gehören, gesehen zu werden, sich sicher zu fühlen. Sie fühlen sich selbst, indem sie etwas sagen.

Um zu unterbrechen, fragen Sie liebevoll, aber klar:
– Was genau ist der Mehrwert für unser Thema?
– Aus welchem Grund sagst Du das?
– Was ist Dein Ziel mit diesem Beitrag?

Tipp für die, die den Zwang zu sprechen haben und Gespräche zurück zu sich lenken.
1. Erzählen Sie nicht mehr Ihre gewohnten Storys.
2. Fühlen Sie den Redezwang bewusst und hinterfragen Sie Ihre Intention. 3. Sagen Sie nur etwas mit Mehrwert für die anderen.
4. Stellen Sie stets drei W-Fragen zur Übung und hören Sie ohne Ziel zu.

#kommunikationstraining #psychologie

Das Leben passiert, während Du planst…

Das Leben passiert, während Du planst…

Life

Anfang der Woche übernahm ich die Redaktionsleitung eines Sportmagazins, freiberuflich, neben meiner Arbeit als Motivationsexpertin. Es war ein Gelegenheit, die ganz leicht zu mir kam. Ich nahm die Challenge an. Um meine Teamorientierung zu üben, meine eigenen Maßstäbe für gute Kommunikation zu trainieren und Teil einer Vision zu sein. Die laufende Metaebene in meinem Beruf braucht immer mal wieder ein Gegengewicht. Das Magazin und das Konzept von #functionaltraining gefallen mir und ich freue mich auf die Aufgabe.

„Wie machst Du das alles? Bist Du nicht auch noch in der Ausbildung zum Heilpraktiker?“, werde ich gefragt. Meine Antwort „Ich bin gut organisiert, setze Prioritäten und vor allem WILL ich es.“ Ich hatte ganz vergessen, wie genial es sich anfühlt, zu lernen, sich auf neues Terrain zu wagen, etwas zu tun, was mich erst einmal überfordert. Brach liegende Energie und Motivation werden frei gesetzt.

Und das beste ist…

Ich schließe an alte Träume an. Vor 20 Jahren hatte ich selbst das Sportmagazin „Wakeland“. Es war eine Hammer Zeit. Wir waren jung und ungestüm, ständig übermotiviert und mit einem unerschütterlichen Glauben an uns selbst. Diese Zeit, das Gefühl dabei, war mein Rolemodel an Tiefpunkten im Leben. Nie vergesse ich den Moment, als MEIN Magazin aus der Druckerpresse herauskam. Ein wenig habe ich mich so nach dem Termin mit der Verlagsleitung von „Functional Training“ gefühlt. Wieder ein Print-Magazin machen und all diese Ideen und Pläne. Wunderbar. Das sind dann die Momente, in denen Sie laut Musik hören wollen und die Welt umarmen. Im Anschluss traf ich den Geschäftsführer eines kleinen Mittelständlers. Frustriert und am Ende seines Lateins saß er vor mir. Sein Team wäre total demotiviert, würde nur noch Dienst nach Vorschrift leisten und bereits Kunden vergraulen. Genau mein Ding.

Ausbrennfaktor „Gewohnheit“

Kommen wir nun zu Ihnen. Wann haben Sie zuletzt etwas getan, das Sie wollten, bei gleichzeitiger maximaler Überforderung? Ich rate Ihnen dazu. Denn der Alltag kann in seiner Trägheit und Gleichförmigkeit wesentlich mehr überfordern. Bore-Out kostet Durchhalte-Energie und endet in einer Lebensqualität unter dem Teppich. Sie reden sich ein, dass es Ihnen ja gut geht und alle gesund sind und Sie nicht jammern sollten. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Natürlich ist es heilsam, dankbar für Ihr wunderbares, gesundes Leben in einer westlichen Gesellschaft zu sein. Gleichzeitig dürfen Sie auch mehr wollen.

Ausbrennfaktor „müssen“

Überforderung ist nicht gleich Überforderung. Eine Herausforderung, die Sie selbst entschieden haben und mit einer inneren Vision vorantreiben, bringt Sie mental in Bewegung. Sie werden agil. Klar, dass Ihr innerer Schweinehund nicht begeistert ist. Er will seine Gewohnheit zurück und erklärt Ihnen, wie falsch Ihre Entscheidung wäre.

Überforderung im Sinne von „zu viel, zu anstrengend, zu negativ“ ist dann der Fall, wenn Sie etwas tun „müssen“, das Sie überhaupt nicht wollen. Wenn Ihnen etwas nicht gelingt, das Sie sich unbedingt eingebildet haben. Der innere Widerstand ist es, der Sie ausbrennt. Deshalb ist es wichtig, den Blick in die andere Richtung zu wenden, um den Horizont wieder zu öffnen und zur eigenen Kraft zurück zu finden.

Wenn die Fäden zusammenlaufen, ist alles leicht.

Das Leben bietet Ihnen ständig neue Gelegenheiten. Mein Magazin „Wakeland“ war es, das mich heute (nach 20 Jahren!!) mit diesen neuen wunderbaren Sportmagazin-Menschen zusammengebracht hat. Es hat mir im Übrigen auch damals mein Volontariat beim Deutschen Skiverband verschafft. Während mein Umfeld zu meiner Verlagsgründung während des Studiums nur abwertende Worte übrig hatte: „Mach etwas gescheites! Warum jetzt eine Firma gründen? Studier doch erst einmal fertig. Das geht eh in die Hose!“ Solche Sätze haben mich als Macherin erst recht angestachelt.

Sobald Sie aufhören, den inneren Skeptiker entscheiden zu lassen, sondern auch mal ins kalte Wasser springen, aus einem Impuls heraus, weil es leicht geht, werden Sie staunen. Ich hinterfrage keine „Zufälle“ mehr. Ich nehme sie an. Das sollten Sie auch. Ihr Leben wird dadurch bereichert und Ihre Ziele neu priorisiert. Schadet sowieso nicht, sich hier und da zu fragen, ob der eigene Weg überhaupt noch stimmt. Oder nicht?

#motivation #ziele #berufung #karriere #persönlichkeitsentwicklung #bewerbung #headhunter #magazin #functionaltraining

Terminchaos im Dezember

Terminchaos im Dezember

Life

„Man könnte meinen, nach Weihnachten hört das Leben auf“, erklärt mir ein Personalleiter am Telefon seinen lückenlosen Terminkalender. Schon stapeln sich Termine im Januar. Kennen Sie?

Wir versuchen, die Vorweihnachtszeit irgendwie zu entzerren. Private und berufliche Weihnachtsfeiern, Spezialaktionen im Dienstleistungssektor, Hauptsaison im Handel und bei KFZ-Versicherern…ein Wahnsinn, jedes Jahr. Von Geschenken ganz abgesehen….zum Glück gibt´s das Internet. To Do´s abhaken bis zur Totalerschöpfung, mit Vorliebe dann am Heilig Abend.

Warum? Weil wir eigentlich schon im November erschöpft sind und naturgemäß im Winter runter fahren müssen. Die Familientraditionen fordern mehr Zeit, der Glühwein hängt noch im Kopf und ein Großteil der Termine verläuft mit fragwürdiger Effizienz.

Ich sage Ihnen was: Sie müssen nicht alles mitmachen. Setzen Sie Prioritäten.

Tipp: Tun Sie nur Dinge, die einen der folgenden 3 Punkte erfüllen:

1. Es tut Ihrer Familie gut.

2. Sie setzen Ihre Kollegen nicht zusätzlich unter Druck.

3. Bei Nicht-Erledigen vor dem 10.01. hätte es geschäftsschädigende Konsequenzen.

Und knallen Sie sich um Himmels willen nicht den Januar mit Terminen voll. 80% davon tun es auch im Februar oder März. Lassen Sie sich nicht von anderen für deren Ziele einspannen und lächeln Sie öfters.

#motivation#worklife

Beurteilungsfehler Teil 2

Beurteilungsfehler Teil 2

Leadership

Heute möchte ich Sie an den Pygmalion-Effekt erinnern. 1965 untersuchten die US-amerikanischen Psychologen Robert Rosenthal und Lenore F. Jacobson die Effekte der Erwartungshaltung des Lehrers auf die Leistung der Schüler. Die als hochbegabt angekündigten Schüler lieferten bessere Leistungen, als die angeblich minderbegabten Schüler. Die Testpersonen waren vom IQ in Wahrheit alle gleich. Die vorweggenommene Einschätzung des Lehrers zählte. Denn sie hatte Auswirkungen auf dessen Support für das einzelne Kind.

Der Golem-Effekt dürfte Sie ebenfalls interessieren. Ihre Erwartung an einen Mitarbeiter ist ein entscheidender Faktor, welche Leistungen sich der Mitarbeiter zutraut. Vermitteln Sie eine negative Erwartung, wird der Mitarbeiter diese Erwartung unbewusst erfüllen.

Tipp: Überprüfen Sie Ihre Haltung zu den Menschen, mit denen Sie zusammenarbeiten. Sie beeinflussen damit deren Arbeitsergebnisse maßgeblich.

Führung vor Team?

Führung vor Team?

Leadership

„Unser Chef grüßt mich nicht mal, wenn er an mir vorbei läuft, warum sollte ich jetzt über Teamwerte und Zusammenarbeit sprechen?“ Klassischer Satz im Workshop.

Führungsschulungen sollen den Mangel beheben. Rauf und runter werden die Vorgesetzten mit den Tricks für wirkungsvolles Führungsverhalten gebrainwashed. Doch wirkt es? Bei manchen schon, bei anderen nicht. Also packt man das Thema „innere Haltung“ mit ins Paket, erklärt, warum sie auch noch positiv gegenüber jedem Mitarbeiter eingestellt sein sollten. Leicht gesagt, wenn einem der Kollege einfach nur auf die Nerven geht.

Aber geht es dabei nicht um viel mehr, als um Techniken für positives Führungsverhalten, wie „Grüßen“, „Feedback“, „Gesprächsphasen für Mitarbeitergespräche“, „Fragetechnik“, „Nutzenargumente“. Sie haben die klassischen Methoden sicher längst im Kopf. Was sind die Gegenargumente?

1. Mitarbeiter wollen keine Rhetorik-Perfektionisten als Vorgesetzten. Sie suchen Halt, Sicherheit, Gemeinschaft. Sie wollen sich geschätzt und wertvoll fühlen. Das lässt sich nur begrenzt „schauspielern“.

2. Führungskräfte sind genauso konditioniert mit dem Wunsch nach Sicherheit und Anerkennung. Die mentalen Muster begrenzen die Nachhaltigkeit von Methodentrainings. Der Rückfall ins alte Verhalten ist vorprogrammiert.

3. Solange sich Nackte (MA und FK) gegenseitig in die Taschen greifen, wird nichts besser. Jeder kann nur geben, was er selber hat.

Ausweg:

A) Zeigen Sie sich ehrlich in Bezug auf Ihre Werte und Bedürfnisse.

B) Akzeptieren Sie zweifelsfrei andere Weltbilder und Einstellungen.

C) Besonders wichtig: Arbeiten Sie an Ihren Konditionierungen, um unbewusste Konflikterzeugungen zu vermeiden. Das gleiche gilt für Ihre Mitarbeiter. Nur wenn alle gemeinsam Ihre Grenzen sprengen, wird sich nachhaltig etwas verändern. Die Auswirkungen sind dann auch im Privatleben positiv spürbar.

Dazu ein Arbeitsblatt

Malaika live erleben beim Bundesverband für Einkäufer

Malaika live erleben beim Bundesverband für Einkäufer

Life

Weil ich immer wieder gefragt werde „Wo kann ich Sie mal sehen?“ hier eine Veranstaltung vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik, die rund um das Thema Einkauf jede Menge Mehrwert bietet.

Machen Sie sich fit für die Zukunft. Praktiker diskutieren und berichten aus Ihrer Praxis. Und ich bin auch dabei mit meinem Surfbrett und jeder Menge Motivation.

#speaker #event #einkauf #bme

https://www.bme.de/10-bme-forum-der-einkauf-2025-4-5-februar-2020-in-mainz/

Visionär statt Ja-Sager

Visionär statt Ja-Sager

Life

Was wir als normal empfinden: 
…permanent unter Zeitdruck zu stehen.
…immer Ja zum Chef zu sagen. 
…im Meeting die eigene Meinung zurück zu halten.
…komplizierte Prozesse mitzugehen.
…die Zeit für die Familie auf wenige Stunden zu reduzieren.
…maximal 3 Wochen Urlaub am Stück zu haben.
…Kinder permanent zu hetzen.
…Zeit im Büro abzusitzen, auch, wenn nichts zu tun ist.
…zu arbeiten, wenn wir erschöpft oder stark erkältet sind.

Hinterfragen Sie mehr. Passen Sie Dinge an, um den Alltag leichter zu gestalten. Geben Sie sich nicht zufrieden, aber unterliegen Sie nicht Ihrem Perfektionismus. Hören Sie auf Ihre innere Stimme und Ihren Körper. Bauen Sie Druck ab. 

Machen Sie sich bewusst, dass Leben nicht Arbeit unter Zwang sein soll, sondern ein Prozess des Lernens, der Freude, der Begegnung. Die Erfahrung, gemeinsam etwas zu bewegen, einander zu stärken und aufzubauen. 

Hören Sie auf, sich zu versklaven. Legen Sie negative Gewohnheiten ab und bauen Sie positive Beziehungen auf. 

Und trauen Sie sich zu, Ihr Potenzial zu zeigen und auszubauen. Gehen Sie den Weg zu dem, wer Sie wirklich sind. Erfolg ist die Folge, Vision die Motivation. Wie Sie dorthin kommen, zeige ich Ihnen in meinem kostenfreien Video-Kurs.

Sofort durchstarten!

Mit meinem kostenfreien Video-Kurs, wie Du mehr Zeit gewinnst und den inneren Schweinehund überwindest, um die Wellen Deines Lebens zu reiten.

Die Kraft der Gemeinschaft

Die Kraft der Gemeinschaft

Life

Am Wochenende war 25-jähriges Klassentreffen. Professoren, Doktoren, Lehrer, Anwälte, Ärzte… Egal, was wir machen, sind oder haben. Wir waren wieder 17, wollten uns gar nicht trennen, als wäre keine Zeit vergangen, kennen Sie das?

Sie reißen die gleichen Scherze, erzählen die Storys von damals und lachen sich gemeinsam halb tot. Sie hören einander zu und urteilen nicht. Es ist die Gemeinschaft – die Nähe, das Sich-kennen, die Selbstverständlichkeit.

Gemeinschaft gibt dem Leben einen Sinn, stärkt das Selbstbewusstsein, entspannt und nimmt Ängste. Das Geheimnis der Magie von Freundschaft oder Familie ist das „sich nehmen, wie man ist und füreinander einstehen“.

Sie klagen über ihre Beziehungen? – zum Partner, zu Freunden. Die Verbindungen sind angeschlagen oder abgebrochen, weil die Arbeit zu viel Zeit frisst, weil Sie nicht abschalten können? Dann empfinden sie Gemeinschaft als Verpflichtung und Belastung. Dabei ist sie es, die unser Lebensgefühl aufblühen lässt und Freude auslöst.

Freundschaft und Familie muss man pflegen. Was das Klassentreffen einmal im Jahr für entfernte, alte Freunde ist, ist ein regelmäßiger Anruf, spontane Treffen und der Austausch mit dem täglichen Umfeld. Erwarten Sie nichts von anderen, verschieben Sie es nicht auf „wenn ich mehr Zeit habe“. Bringen Sie die Dinge selbst in Bewegung. Es tut manchmal gut, sich einfach nur kurz zu unterhalten, um aus dem Hamsterrad heraus zu kommen. Sie lernen von anderen, erhalten neue Impulse und Tipps. Und Sie dürfen anderen helfen, Lösungen zu finden oder die Laune aufzufrischen. Das wiederum wirkt sich positiv auf Ihr Sinngefühl aus.

Warum überhaupt dieses Thema? Weil es zu unseren psychischen Grundbedürfnissen gehört, sich zugehörig zu fühlen. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Die Zahl der Alleinlebenden steigt kontinuierlich an. Es tut uns psychisch nicht gut, zuviel alleine zu sein. Deshalb ist es wichtig, sich darum zu kümmern. Auch ein Team kann eine Gemeinschaft werden. Wenn Sie daran arbeiten.

Aufgabe:

1. Rufen Sie drei liebe Freunde an, mit denen Sie lange nicht gesprochen haben. Plaudern Sie ungezwungen.

2. Unternehmen Sie etwas mit Ihrer Familie, das sie „mal“ machen wollten, wenn Zeit ist.

3. Besuchen Sie spontan eine Freund, eine Freundin. Scheuen Sie keine Anfahrt.