Am Wochenende war 25-jähriges Klassentreffen. Professoren, Doktoren, Lehrer, Anwälte, Ärzte… Egal, was wir machen, sind oder haben. Wir waren wieder 17, wollten uns gar nicht trennen, als wäre keine Zeit vergangen, kennen Sie das?

Sie reißen die gleichen Scherze, erzählen die Storys von damals und lachen sich gemeinsam halb tot. Sie hören einander zu und urteilen nicht. Es ist die Gemeinschaft – die Nähe, das Sich-kennen, die Selbstverständlichkeit.

Gemeinschaft gibt dem Leben einen Sinn, stärkt das Selbstbewusstsein, entspannt und nimmt Ängste. Das Geheimnis der Magie von Freundschaft oder Familie ist das „sich nehmen, wie man ist und füreinander einstehen“.

Sie klagen über ihre Beziehungen? – zum Partner, zu Freunden. Die Verbindungen sind angeschlagen oder abgebrochen, weil die Arbeit zu viel Zeit frisst, weil Sie nicht abschalten können? Dann empfinden sie Gemeinschaft als Verpflichtung und Belastung. Dabei ist sie es, die unser Lebensgefühl aufblühen lässt und Freude auslöst.

Freundschaft und Familie muss man pflegen. Was das Klassentreffen einmal im Jahr für entfernte, alte Freunde ist, ist ein regelmäßiger Anruf, spontane Treffen und der Austausch mit dem täglichen Umfeld. Erwarten Sie nichts von anderen, verschieben Sie es nicht auf „wenn ich mehr Zeit habe“. Bringen Sie die Dinge selbst in Bewegung. Es tut manchmal gut, sich einfach nur kurz zu unterhalten, um aus dem Hamsterrad heraus zu kommen. Sie lernen von anderen, erhalten neue Impulse und Tipps. Und Sie dürfen anderen helfen, Lösungen zu finden oder die Laune aufzufrischen. Das wiederum wirkt sich positiv auf Ihr Sinngefühl aus.

Warum überhaupt dieses Thema? Weil es zu unseren psychischen Grundbedürfnissen gehört, sich zugehörig zu fühlen. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Die Zahl der Alleinlebenden steigt kontinuierlich an. Es tut uns psychisch nicht gut, zuviel alleine zu sein. Deshalb ist es wichtig, sich darum zu kümmern. Auch ein Team kann eine Gemeinschaft werden. Wenn Sie daran arbeiten.

Aufgabe:

1. Rufen Sie drei liebe Freunde an, mit denen Sie lange nicht gesprochen haben. Plaudern Sie ungezwungen.

2. Unternehmen Sie etwas mit Ihrer Familie, das sie „mal“ machen wollten, wenn Zeit ist.

3. Besuchen Sie spontan eine Freund, eine Freundin. Scheuen Sie keine Anfahrt.

 

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