Das Burnout-Risiko sinkt dramatisch, sobald Sie 20 Prozent Ihrer Arbeitszeit mit Tätigkeiten verbringen, die Sie lieben. Verbringen Sie über 50 Prozent ihrer Zeit mit bedeutungsvollen Dingen steigt das Risiko erneut, so eine Studie der Mayo Clinic.

Ausbrennen wegen Bore-Out

Kennen Sie die grottenlangweilige Alltagsmühle ohne Freude und Herausforderung? Ich hatte das im zweiten Job nach der Uni. Damals war ich allerdings noch sehr jung und konnte nie genug „Impact“ haben. Sobald mein Chef den Alltag ausrief, zweifelte ich und litt, wie ein Hund. Junge Mitarbeiter zwischen 20 und 30 langweilen sich sehr schnell. Sie brauchen die permanente Herausforderung. Das ist anstrengend für Vorgesetzte. Doch die persönliche Weiterentwicklung ist ein Muss für die jungen Lernmaschinen.

Ausbrennen wegen Ideen-Torpedo

Schon mal von anderen an Ihre Grenzen gebracht worden? Ich habe lange nicht verstanden, warum Mitarbeiter in großen Unternehmen bei Change-Ansagen oft sagten „Ach, das ist wieder nur die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird.“ Gelernt habe ich es hier: Einer meiner frühen Coaching-Aufträge für einen Konzern – ich total on! Dann gegen Ende des Change-Projektes Vorstandswechsel – alle Veränderungen eingestampft. Die Führungskräfte und ich blieben fassungslos zurück. Damals lernte ich die Politik in Konzernen schmerzhaft kennen. Nichts ist frustrierender, wenn Sie eine Idee mit all ihrer Kraft vorangetrieben haben und es kommt jemand Unbeteiligtes „über ihnen“ und macht alles zunichte.

Ausbrennen wegen Übermotivation

Über 50 Prozent „meaningful“ brennt auch aus, so die Mayo Studie. Das kann ich nur bestätigen. Meine Leistungsfähigkeit stieg ins endlose, wenn ich eine Idee verfolgte, z.B. für mein Buch, für die Online-Akademie oder für einen Kunden. Dann arbeitete ich rund um die Uhr und verlangte das auch von meinen Mitarbeitern. Ruhelos, fanatisch und eben viel zu hochdrehend. Zweimal musste ich die Erschöpfung erleben, die ein Burnout mit sich bringt, bevor ich endlich kapiert habe, wie mein Körper und Geist inclusive massivem Brennfaktor funktionieren.

„Ich habe keine Zeit für ein Burnout“

Dieser Spruch ist für mich der bescheuertste Spruch überhaupt. Wer so etwas sagt, hatte noch keine Erschöpfung. Es ist abwertend gegenüber den Kollegen, die kurz davor oder mitten drin sind. Die Erschöpfung schleicht sich an. Meistens bricht das System von heute auf morgen zusammen, weil der Ausbrennende die Symptome nicht erkannte, nicht ernst nahm oder sich dafür geschämt hat. Im Grunde sollten alle Mitarbeiter die Indikatoren für Erschöpfung kennen und aufeinander achten. Offenheit verhindert hier Ausfallquoten.

Wofür brennst Du?

Nun bleibt die Frage, ob Sie 20 Prozent Ihrer Arbeitszeit mit Dingen verbringen, die Sie lieben. Nein? Lieben Sie Ihren Job an sich? Sind Sie glücklich? Nein? Dann machen Sie sich am besten auf die Suche, was Sie glücklich macht oder noch besser, was Sie davon abhält. Ich habe zwei Möglichkeiten für Sie:

  1. Nutzen Sie Ashley Goodalls Tipp im Artikel der New York Times und machen eine Liste der geliebten und ungeliebten Tätigkeiten, um herauszufinden, was in Ihrem Job Ihre Energie frisst. Danach passen Sie Stück für Stück an, verändern, optimieren und bringen „Happiness“ in den Job.
  2. Nutzen Sie meinen „Lifeguide“, um grundsätzlich hinter Ihre Kulissen zu blicken und herauszufinden, wer Sie sind, was Sie wollen bzw. wie Sie es bekommen.

Der Link zum Lifeguide:

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