Vertrieb, Marketing, Personalentwicklung, Arbeitsprozesse, Strategien: Insbesondere in den letzten 3-5 Jahren ist der Change durch #Digitalisierung #NewWork #GenY #Klimawandel etc. kaum noch zu bremsen. Gleichzeitig steigt der Druck auf die Psyche. Wer seine Mitarbeiter nicht verheizen will, muss schnellstmöglich handeln. Bis jetzt kann keiner absehen, wohin sich alles entwickelt. Theorien, Thesen und Visionen gibt es viele und jeder vertritt sie mit glaubhafter Argumentation….die dann doch nicht zu beweisen ist.

Change macht krank

Eines allerdings sollten wir neben dem enormen Change-Druck im Blick haben. Die psychische Gesundheit der Mitarbeiter. „So ist das Arbeitsausfallvolumen aufgrund psychischer Diagnosen im vergangenen Jahrzehnt um knapp 70 Prozent gestiegen.“ (Quelle: Statista). So, wie wir an Marketing und Vertrieb nicht mehr mit den Standards von vor 10 Jahren herangehen sollten, können wir auch die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter nicht mehr im selben Maße voraussetzen. Wir wehren uns vielleicht dagegen, zu akzeptieren, dass das Umdenken größer ist, als es der Komfortzone passt. Aufhalten lässt es sich nicht. Was wir tun können? Die Nebeneffekte abmildern und Menschen begleiten, statt zu verdrängen, psychische Schäden hinzunehmen oder gar despektierlich Menschen abzuwerten, weil sie die Anforderungen nicht ohne Weiteres stemmen.

Psycho ist IN

Die Verantwortung der Unternehmensführung für die innere Haltung, den emotionalen Zustand und die Resilienz der Mitarbeiter ist so groß, dass normale PE-Maßnahmen nicht mehr ausreichend greifen. Coaching, Training, Gesundheitsmanagement etc. sind selbstverständlich notwendig. Was wir aber zusätzlich unabdingbar brauchen, sind Führungskräfte, die a) selbst psychisch fit sind und b) die Fähigkeit haben, andere zu coachen. Nicht nur mit Vereinbarungen, Feedback, Delegation, stärkenorientierte Aufgabenverteilung oder Mitarbeiterbeurteilungen. Es geht viel weiter. Ich spreche von #Caretaking auf einem sehr persönlichen, tief gehenden Level. Das finden Sie vielleicht unangenehm, weil es „früher“ verpönt war, während der Arbeit über sich und insbesondere die eigenen Schwächen zu sprechen bzw. Emotionen zu thematisieren. Eine Wahl haben wir spätestens dann nicht mehr, wenn wir am Ende epidemische Depressionsausfälle bewältigen müssen.

Balance ist, wenn man trotzdem entspannt

Perfektionismus, hochfliegende Ziele, Lust vor Unlust, Optimierungszwang, laserscharfes Karrierestreben…..all diese, bisher recht normalen, Lebenseinstellungen und Haltungen zum Arbeitsalltag sind jetzt Gefahrenquellen. Wer nicht aufpasst, verbrennt schneller, als er löschen kann. #Depression, #Burnout oder #Persönlichkeitsstörungen gehören nicht nur zum Alltag in Kliniken, sie sind allgegenwärtig. Deshalb braucht es einen Chef, der da ist und seine Leute auffängt, bevor sie weg vom Fenster sind. Das ist kein Hexenwerk. Fast jeder kann lernen, andere zu unterstützen und mit bestimmten Methoden die Gefahren für den Geist zu vermeiden, bei sich und insbesondere bei Mitmenschen. Wenn wir zusammen füreinander einstehen, bleiben wir gesund und nachhaltig glücklich und leistungsfähig. Außerdem helfen wir nicht nur Mitarbeitern und Kollegen, sondern bauen im privaten Umfeld eine Basis für gesunde Beziehungen und Wohlbefinden. Dann drehen wir den Spieß um und gehen mit einem Lächeln in den #Change.

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