Sprache ist der Schlüssel zum Menschen. Als Führungskraft sollten Sie Profi mit Worten sein. Ihnen ist vielleicht nicht klar, welchen Schaden Sie mit dahingesagten Phrasen anrichten können. Oder welche Macht Sie rhetorisch über die Leistung Ihrer Mitarbeiter haben. Ja, ich spreche von Manipulation, aber bitte immer nur aus einer liebevollen, inneren Grundhaltung heraus. Wer gehässig ist, erntet Gehässigkeit, wer übervorteilt, wird übervorteilt, wer unterstützt, wird unterstützt. Was wollen Sie?

Drei Tipps möchte ich Ihnen heute aus dem riesengroßen Fundus an rhetorischen Kniffen mitgeben.

Tipp1: Prüfen Sie Ihre innere Haltung

Sie wünschen sich motivierte, team- und erfolgsorientierte Mitarbeiter? Dann brauchen Sie eine positive Einstellung. Vor allem gegenüber den Mitarbeitern, die Ihnen eher nicht liegen. Sorgen Sie für Ihre mentale Hygiene. Der Dialog mit schwierigen Kollegen wird leichter und harmonischer. Gehen Sie auf keinen Fall mit Wut, Ärger oder Zweifeln in ein Mitarbeitergespräch!

Tipp2: Vermeiden Sie Negationen

„Machen Sie sich keine Sorgen“, „Sie dürfen keinen Fehler machen“, „Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten mit lila Punkten“….Was genau passiert, während Sie das lesen? Richtig, sie sehen einen rosa Elefanten mit lila Punkten. Unser Gehirn kann Verneinungen nicht verarbeiten. Es muss sich die Situation zuerst vorstellen, um sie dann quasi durchzustreichen. Sprechen Sie deshalb in positiven Ergebnissen: „Bleiben Sie ganz entspannt, Sie schaffen das“, „Sie können mich jederzeit ansprechen, wenn Probleme auftauchen“, „Sie werden sicher alles richtig machen“… Das setzt Motivation frei!

Tipp3: „Ja, aber“ ist ein No Go

„Ich verstehe Sie ja, aber…“, „Sie haben ganz Recht, aber….“ – Was sagt dieses „aber“ aus? Genau! Der andere hat aus Ihrer Sicht nicht Recht. Ein guter Dialog zeigt Toleranz und Respekt für die Meinungen und Erfahrungen des anderen. Ihre Sicht der Dinge ist nicht richtiger, als die Ihres Mitarbeiters. Ihre Sicht ist nicht falsch, sobald Sie dem anderen Recht zusprechen. Lassen Sie die Meinung des anderen so stehen und ersetzen Sie das „aber“ mit einem „und aus meiner Sicht…“ Achtung: Bitte nicht „und trotzdem“ oder „und aus meiner Sicht ist es aber….“. 


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