„Einfach mal die Fresse halten“, knallt mir mein Ausbilder in der Redaktion zum xten Male vor den Latz. Den Tränen nahe, Anfang 20, frisch von der Uni, fühle ich mich ungerecht behandelt. Mein Hunger nach Anerkennung ist stärker, als dass ich mich zurückhalten kann. Ich MUSS sprechen.

Erst das Leben lehrte mich, zu schweigen.

Zuhören ist für Menschen mit dem Bedürfnis nach Anerkennung oder Kontrolle enorm schwierig. Sie kennen die Monologisierer in Ihren Reihen, bei deren Erzählungen Sie müde, genervt oder abgelenkt werden. Warum? Weil die Worte nur die Oberfläche sind. Die eigentliche Intention, das Sekundärbedürfnis ist, dazu zu gehören, gesehen zu werden, sich sicher zu fühlen. Sie fühlen sich selbst, indem sie etwas sagen.

Um zu unterbrechen, fragen Sie liebevoll, aber klar:
– Was genau ist der Mehrwert für unser Thema?
– Aus welchem Grund sagst Du das?
– Was ist Dein Ziel mit diesem Beitrag?

Tipp für die, die den Zwang zu sprechen haben und Gespräche zurück zu sich lenken.
1. Erzählen Sie nicht mehr Ihre gewohnten Storys.
2. Fühlen Sie den Redezwang bewusst und hinterfragen Sie Ihre Intention. 3. Sagen Sie nur etwas mit Mehrwert für die anderen.
4. Stellen Sie stets drei W-Fragen zur Übung und hören Sie ohne Ziel zu.

#kommunikationstraining #psychologie

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