Motivationsblog.

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Menschliche Hirngespinste

Life

Der größte Konfliktherd sind Unterstellungen. Wir unterstellen anderen eine bestimmte Absicht, ohne sie zu überprüfen. Ganz im Gegenteil. Der Verstand hält die spekulativen Urteile für die blanke Wahrheit.

Wir kommunizieren über die eigenen Annahmen, als wären es Headlines in der Zeitung: „Er nutzt alle Kollegen aus“, „Er drückt sich immer vor der Arbeit“, „Sie geht für ihre Karriere ständig über Leichen“, „Sie weiß alles besser“.

Die konfrontativen Fragen nach dem Wahrheitsgehalt wären:
„Ist es deine Absicht, uns auszunutzen?“
„Ist es dein Ziel, Dich zu drücken?“
„Gehst Du über Leichen?“
„Glaubst Du, alles zu wissen?“

Die Wirkung wäre wenig konfliktreduzierend. Als Ich-Botschaft formuliert, beginnt jede Frage mit „Ich habe das Gefühl, dass du…“, was auch nicht besser klingt.

Unterstellungen führen zu:

Lagerbildung

Demotivation

Fehlentscheidungen

Mobbing.

Im Homeoffice sogar verstärkt.

Wichtig zu wissen: Jeder Mensch verfolgt grundsätzlich eine positive Absicht. Diese kollidiert natürlich ab und an mit Ihrem persönlichen Ziel. Unterstellungen überlagern den eigentlichen Konflikt und vernebeln die Sicht.

Der Ausweg ist, aus festgefahrenen Unterstellungen Zielkonflikte zu machen. Diese können bearbeitet und gelöst werden.

Immer schön positiv

Life

Optimismus ist gefragt, wie nie zuvor. Gestern verletze ich mich beim Inlineskaten. Mit Verdacht auf Rippenbruch rufen Passanten den Notdienst. Lange müssen wir im Wagen warten, erst auf den Arzt, dann darauf, welche Klinik uns aufnimmt – wegen Corona.

Diagnose in der Notaufnahme: Rippenprellung und Innenbandanriss. „Bitte machen Sie jetzt den Raum frei“, sagt der Pfleger und schickt mich in den Wartebereich. In Socken, mit Schmerzen, weitere 60 Minuten, bis ich abgeholt werde.

Während meiner Zeit in der Notaufnahme kommen laufend neue Zugänge. Alles Stürze. Übermäßig viele seien es seit das Wetter besser wäre, so das Personal. Es läge an der verminderten Bewegung durch den Lockdown.

Ich kann schwer atmen. Zwangsläufig stelle ich mir Atemnot bei Coronainfektion vor. Das verändert die Diskussion in meine Kopf über „Lockdown ja, nein oder wie“. Ich will nicht vor der überfüllten Notaufnahme abgewiesen werden.

Heute erfahren wir, wie es mit dem Exit weiter geht. Und wieder sind wir mental und emotional aufs höchste gefordert.

Sorgen Sie für positive Erlebnisse und Gedanken bei Ihnen und bei Ihren Mitarbeitern. Helfen Sie Ihnen psychisch gesund zu bleiben. Sicherheit, Routinen, Lachen, Spaß und viel Kommunikation helfen. Und bleiben Sie in Bewegung!

#motivation #coach

Kontakt bringt Motivation

Kontakt bringt Motivation

Leadership

„Eigentlich müsste ich durch den #Lockdown und die Arbeit im #Homeoffice Zeit gewinnen. Ich könnte endlich tun, wozu ich vor #Corona nie kam. Aber irgendwie kann ich mich nicht aufraffen. Den ganzen Tag #Videokonferenzen, Kinder daheim, Frau daheim…ich bin durch“, so der #Abteilungsleiter eines #IT-Unternehmens.

Wahre #Motivation kommt von innen, ist intrinsisch? Das ist nur die halbe Miete.

Wir Menschen brauchen den Input, die Inspiration und das Gespräch. Wir benötigen den „energetischen“, sprich Offline-Austausch mit echten, Wärme abstrahlenden Personen. Video und Ton ist gut, aber eben nur ein müder Abklatsch.

Wie oft sprechen Sie noch mit Kollegen, Kunden oder Mitarbeitern per Video über Privates, über Oberflächlichkeiten, über Ziele? Wie oft plaudern Sie online, als stünden Sie in der Kaffeeküche? Und fühlen Sie sich dadurch angespornt? Eher nicht?

Kein Wunder. Genau diese vermeintlich oberflächlichen Begegnungen sind es nämlich, die uns jetzt fehlen für echte Motivation. Der extrinsische Ansporn, z.B. beim Sport unter den Augen der Mitsportler.

#Emotionen und „Geplänkel“ gewinnen eine neue Notwendigkeit. Wir brauchen das laute Gelächter einer Gruppe, Körpersprache und Mimik in Echtzeit, Bewegung von Raum zu Raum, von Mensch zu Mensch.

Wie nehmen Sie das wahr?

5 mögliche Gründe, warum eine Führungskraft nicht lobt

5 mögliche Gründe, warum eine Führungskraft nicht lobt

Leadership

„Wir haben gerade ein wahnsinns Projekt auf die Schiene geschoben. 6 Monate harte Arbeit liegen hinter uns. Und was macht unser Chef? Nichts! Kein Lob, keine Belohnung, nicht einmal ein Handshake. Er kippt einfach das nächste Projekt ins Team. Ich bin entäuscht“, so der Softwarentwickler eines mittelständischen Unternehmens. Warum loben Chefs eigentlich so selten oder sogar nie? Wollen Sie nicht oder können Sie nicht? 5 mögliche Gründe lesen Sie hier:

1. Zeitmanagment: Die Gedanken kreisen nur um Projekte und To-Dos, es bleibt keine Zeit für Feedback.

2. Perfektionismus: Hohe Erwartungen an sich selbst und Mitarbeiter verhindern, dass die Führungskraft das Positive überhaupt wahr nimmt.

3. Aberglaube: Wenn ich Mitarbeiter lobe, arbeiten sie schlechter und ruhen sich auf den Lorbeeren aus.

4. Kommunikationsschwäche: Wenn etwas Positives wahrgenommen wird, wird es nicht mitgeteilt.

5. Einstellung: Mitarbeiter werden als reine Zuarbeiter ausgenutzt. Lob wird zur Manipulation eingesetzt.

Tipp für Vorgesetzte: Jeder braucht Anerkennung und Wertschätzung. Das löst Motivation aus. Je persönlicher und detaillierter, desto besser. Teamlob per Mail ist nett, hat aber nicht den gleichen starken Effekt, wie persönliches Lob.

Wer nicht von sich aus eine Feedback-Haltung hat und lebt, kann sich diese erarbeiten, mit Disziplin gegenüber sich selbst, der eigenen Rolle und und mit Achtung gegenüber den Menschen, für die er/sie die Verantwortung trägt.

#führung #management #teamentwicklung #mitarbeiterentwicklung #motivation #führungsstärke #persönlichkeitsentwicklung #personalentwicklung #coaching #Führungskräftetraining #Seminare #projektmanagement

3 Tipps für gute Nerven im Homeschooling

Life

Die Nerven liegen blank

Distanzunterricht, Onlinelernen, Homeschooling….egal, wie das Kind genannt wird…am Ende hängt es an uns Eltern.

„Ich weiß wirklich nicht, wie ich das alles schaffen soll. Meine Kinder erledigen die Schulaufgaben nicht alleine, in der 2. und 4. Klasse. Ich muss daneben sitzen. Mein 4-jähriger langweilt sich nach einer Stunde. Und die 10 Tage Extraurlaub kann ich auch nicht nehmen. Schließlich macht sich die Arbeit nicht von selbst. Wenn alle Eltern daheim bleiben, kann meine Firma zu machen“, so eine frustrierte Mutter und Projektleiterin.

Distanz und Disziplin

Nun müssen wir Eltern wieder ran und den Kindern die Zeit versüßen, ohne selbst emotional vor die Hunde zu gehen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber daheim beschulen, wie im letzten Frühjahr, ist diesmal – mitten im Schuljahr – keine Option. Deshalb habe ich einen Plan gefasst und möchte auch Ihnen drei Tipps für Ihre strategischen Überlegungen mitgeben.

Wie meine Idee in der Umsetzung klappt, dazu mehr nächste Woche. Wie werden Sie das angehen?

#motivation #homeschooling #videopodcast #speaker #coach #malaikaloher #homeoffice #distanzunterricht #schule #erziehung #erfolg

Weihnachtsfeier online

Life

Weihnachtsfeier online. Zwei Stunden quatschen und Geschichten erzählen, Mitarbeiter ehren und ganz viel lachen. Es hatte was von Klassentreffen.

Ich bin neu als #Vertriebscoach dabei, und kannte 90 % der Menschen noch nicht. Als ich abschaltete blieb ein Gefühl von Gemeinschaft, Nähe und Zusammenhalt. Ich fühlte mich als Teil von etwas.Es wirkt selbst durch digitale Kanäle und ist eines unserer psychischen Grundbedürfnisse.

Vorher gab es ein Paket für jeden nach Hause mit Weihnachtsmützen, Tee und anderen Nettigkeiten. Alle inklusive GF trugen die
weihnachtliche Kopfbedeckung…übrigens auch die Jüngsten, aus der Generation Z, denen ja unterstellt wird, völlig unloyal zu sein.

Team ist alles. Du arbeitest mehr und besser, wenn der Chef/ die Chefs für dich da sind und für gemeinsame Erlebnisse sorgen. Keiner verließ die Weihnachtsfeier, obwohl es auch Momente gab, in denen niemand sprach. Man spielte mit den Hintergründen in #Teams, zeigte Fotos und lachte aus vollem Halse. Lachen verbindet, kindisch sein auch. Und es war spürbar, wie sehr wir alle genau das brauchen.

Danke Eurosoft für diese schöne Erfahrung!

#vertrieb #führungskraft #unternehmensführung #coaching #salesperformance #it #malaikaloher #surfyourlife

Führung auf Distanz

Führung auf Distanz

Life

Je länger die Mitarbeiter im #Homeoffice (mit Kindern) sitzen, desto mehr Leistungsverlust ohne ordentlich #Führung. Am Anfang wirkte das gemeinsame Stemmen der Krise als Kitt im Team. Allmählich müssen die #Führungskräfte zurück in die Führungsaufgabe – trotz täglichem #Videokonferenz-Wahnsinn.

#Tipps:

– Terminieren Sie #Mitarbeitergespräche, die sie gut vorbereiten und in denen es NUR um den einen Mitarbeiter, seinen Belange und seine Leistung geht. Nehmen Sie #Emotionen ernst.

– Terminieren Sie ein #Teammeeting für die Rückschau auf 2020 und den Ausblick 2021. Was lief gut, was nicht? Ein #Onlineworkshop bringt das Team zusammen.

– Falls Sie #internationale Teams leiten, ist es umso wichtiger, auch die Mitarbeiter in anderen Ländern in den engeren Kreis zu ziehen. Planen Sie sich dafür Zeit ein.

– Falls Sie Führungskräfte führen: Schulen Sie sie im Thema „Führung auf Distanz“ mit konkreten Arbeitsaufträgen und Übungen. Halten Sie die Umsetzung nach.

– Entzerren Sie Ihren eigenen Kalender. Auch im Homeoffice ist es kontraproduktiv, 12 Stunden Videokonferenz an Videokonferenz zu reihen.

Die Menschen sind #krisenmüde. Sie sitzen am Motivationshebel. Nutzen Sie ihn mit #Optimismus.

www.malaikaloher.de/akademie

#coaching #motivation #speaker #unternehmer #surfyourlife #Malaikaloher

Intensiv leben

Intensiv leben

Life

Sprechen Sie auch viel über Weihnachten? Den Schutz der Großeltern und Kranken? Bei mir löst das zeitgleich eine neue Bewusstheit aus. Wieder und wieder denke ich: „Was, wenn dies jetzt dein letzter Moment wäre, wie würdest Du ihn erleben wollen?“ Schon mal darüber nachgedacht? Und auch gefühlt? Eine spannende Übung.

Beim Zähne putzen mit Blick in der Spiegel.
Beim aufräumen, kochen, Kinder ins Bett bringen.
Bei der Wahl des TV-Programmes.
Bei der Präsentation vor Kollegen, dem Gespräch mit dem Mitarbeiter/ Chef.

Der Satz löst eine Art Alltags-Meditation aus. Sie fokussieren sich nach innen, auf die Sinneswahrnehmungen. Den Boden unter den Füßen, den Gegenstand in der Hand, das eigene Lächeln und den Atem. Es kehrt schlagartig Stille ein. Denn innerer Frieden und ein liebender Kontakt zu sich und anderen ist es, was wir uns für den letzten Augenblick wünschen. Also warum nicht jetzt schon damit beginnen?

Ich halte es mit Thoreau: „Intensiv leben“. Es war leichter in jungen Jahren. Da ist doch alles irgendwie intensiv, oder? Doch im Alltag, mit Kindern, Mitarbeitern, Verantwortung und dann noch Corona….das ist die Kür des Lebens.

Also lächeln wir und sind glücklich – in jedem letzten Augenblick.

#corona #psyche #motivation #optimismus

Nase voll vom Lockdown!

Nase voll vom Lockdown!

Life

„Ich habe regelrecht Angst vor Sylvester. Die Kinder sind beim Papa und ich alleine zu Hause. Ich kann es mir noch so schön reden, da kommt trotzdem Frust auf“, so die alleinerziehende Mutter. „Wir können nicht mal meine Eltern besuchen mit unseren zwei Kindern über 14. Wer weiß, ob es für meine kranke Mutter noch ein Weihnachten 2021 geben wird“, berichtet die Kollegin und wischt sich verstohlen über die Augen. Der Frust steigt. Nach sechs Wochen Lockdown light nun doch die Weihnachtsfeiertage als Wellenbrecher. Damit der emotionale Lockdown im Dezember 2020 gering gehalten wird, lesen Sie Tipps in diesem Beitrag.

Emotionen aktivieren

Sie erleben Freude während schöner Augenblicke und bei der Erinnerung an tolle, vergangene Tage. Doch ist es nicht in Wahrheit die Vorfreude, die uns am meisten stärkt? Mit Weihnachten zum Beispiel verbinden wir einen Mix aus Erinnerungen und Erwartungen: Plätzchen backen und essen, Weihnachtsmarkt, Bratwurst, Mandeln, Glühwein, bestimmte Musik, Düfte, Freunde treffen, Veranstaltungen, Nähe zur Familie, Geschenke, leuchtende Kinderaugen. Viele dieser gewohnten Freude-Bringer fallen 2020 weg. Das fühlt sich zeitweise leer und fad an. Die mangelnde Planbarkeit im neuen Jahr macht es nicht einfacher. Deshalb ist es so wichtig, sich möglichst viele Vorfreude-Termine zu schaffen.

Von Kindern lernen

Gerade Kinder sind die besten Vorbilder für die Mechanismen der Vorfreude. Schon Wochen, ja Monate vor Weihnachten laden sie sich mit so vielen, positiven Emotionen rund um heilig Abend auf, dass der reale Moment am 24.12. oft nur ein Abklatsch der Erwartungen ist. Doch wie machen die Kinder das? Indem sie an nichts anderes denken – quasi Tag und Nacht. Jeden Morgen startet im gesunden Kindergehirn (unter 12/13 Jahren) kein Sorgenprogramm, sondern ein Vorfreudeprogramm. Diese Vorfreude trägt die Kleinsten und ist auch für uns Erwachsene ein wesentlicher Glücksbringer. Deshalb planen wir z.B. Urlaube lange im Voraus und thematisieren diese Pläne in unzähligen Gesprächen. Wir saugen daraus Energie. Dieses Prinzip müssen wir uns nun strategisch zu Nutze machen, um den „harten Coronawinter“ emotional und mental zu überstehen.

Ideen für Vorfreude

Warum nicht Plätzchen backen zu Hause, mit Weihnachtsmusik und Glühwein? Oder die Weihnachtsdekoration in den Wohnräumen perfektionieren – vielleicht einmal ganz anders als sonst. Spaziergänge mit den Liebsten oder auch allein mit anschließendem Kakaotrinken ggf. die Freunde online dazu geschaltet. Eine andere Option: Allein oder gemeinsam musizieren – schräg oder professionell, ganz egal. Hauptsache es macht Spaß. Die kleinsten Erlebnisse sollten jetzt geplant, vorbereitet und zelebriert werden. Sprechen Sie über diese Pläne, stecken Sie andere mit ihren Ideen an.

Heilig Abend anders

Selbst der heilige Abend und die Feste anderer Konfessionen dürfen kreativ überdacht werden. Wer Traditionen diesmal nicht leben kann, muss sie abändern. Das Abendessen mit den Großeltern auf dem großen Bildschirm über Videokonferenz, die vorher verschickten Wichtelgeschenke (jede Gruppe hat gleich viele Wichtel wie Personen insgesamt teilnehmen), der Auftritt der Kinder mit Gedichten und Geschichten kann auch über die Mattscheibe funktionieren. Vielleicht macht es Sinn, die Familie für die drei Wochen Ferien zu einem Hausstand zu machen, mit vorherigem Test. Besser eng, als allein.

Kreativität statt dumpfem Medienkonsum

Ich zum Beispiel mache fast täglich einen Abendspaziergang mit den Kindern. Stichwort Vorfreude: Meine Tochter lässt extra ihren Roller an der Bushaltestelle stehen, damit wir ihn am Abend holen „müssen“. Sie sorgt also aktiv für etwas, auf das sie sich dann freut. Während des „Ausfluges“ halten wir kurz beim Supermarkt, kaufen irgendetwas Kleines oder auch nicht und fahren wieder nach Hause. Statt dessen könnte ich die Kids auch vor dem Fernseher parken, damit ich zum 100sten Mal die Nachrichten am Handy lesen kann, bis mir die Augen überlaufen.

Übermotiviert ist besser als Frust

Mit einer anderen Familie plante ich den „Event“, Lebkuchenhäuschen zu basteln. Davor sprachen wir die notwendigen Ressourcen ab und gingen bewusst dafür einkaufen. Während des „Events“ schob ich gleichzeitig Plätzchen in den Ofen, für den Weihnachtsduft. Dabei lief laute Kinderweihnachtsmusik. Am Ende sangen wir voller Inbrunst „In der Weihnachtsbäckerei…“ und tanztend wie die Derwische.

Sinne nutzen

Ich spreche bewusst immer wieder das Thema Gerüche an. Kaum eine Zeit ist mehr mit olfaktorischer Sinneswahrnehmung verbunden, wie der Dezember. Plätzchen backen war z.B. bei uns in der Familie in den letzten Jahren immer ein ganzes Wochenendevent, an dem alle Frauen des „Clans“ inklusive Kinder eine abartige Menge Backwaren produzierten. Dieses Jahr verteilen wir das über mehrere Wochenenden, im kleinen Kreis. So duftet das Haus immer wieder gut. Ich tue das für meine Psyche und dafür, dass die Kinder auch in diesem Jahr festliche Erinnerungen zusammen mit den passenden Gerüchen in ihrer mentalen Datenbank speichern. Würstl grillen wir uns in den Weihnachtsferien erwarten, aber auch Waffeln backen und Mandeln braten.

Spielen befreit den Geist

Unsere Brettspiele sind jetzt wieder heiß begehrt. Wir zwingen uns dazu (vor allem ich), anzufangen und kaum sind wir dabei, macht es Spaß. Meine Kinder haben mir den Deal abgerungen, als Belohnung für deren gutes Benehmen oder gute Noten alle 7 Tage mit ihnen Verstecken und Fangen im Dunkeln zu spielen. Ich mag das Spiel nicht, weil ich meistens „zu müde“ bin, aber habe ich mal angefangen, schreie, lache und tobe ich genauso herum. Danach fürhle ich mich 10 Jahre jünger. Kinder zeigen uns, wie Vorfreude geht und sie sorgen selbst gut für sich. Vor Corona wollten sie übrigens Geld, statt spielen…

Kunst für die Seele

Basteln, malen, nähen, stricken, schreinern, bauen – wem es Spaß macht, kann sich hier wunderbar austoben. Überlegen Sie sich, wem Sie etwas zu Weihnachten herstellen wollen. Schreiben Sie doch diesmal ausgiebig und mit der Hand Weihnachtskarten an Ihre Familie und Freunde. Oder basteln Sie einen Adventskalender für die Neffen, Nichten, Kinder, Enkel, Geschwister oder ein Vogelhaus für den Balkon der Oma. Einfach mal anders vorgehen.

Hilfe holen erlaubt!

Wir können die Situation nicht verändern, aber unsere Haltung dazu. Ich bin nicht bereit, mich dem Frust hinzugeben. Dafür ist mir das Leben zu kostbar. Sehen Sie das anders? Dann bitte ich Sie, das nicht alleine durchzustehen. Es ist vollkommen ok, sich Hilfe zu holen, um aus dem Loch heraus zu kommen. Selbst ich als Profi habe das in den letzten Monaten schon oft getan, um die Tiefpunkte möglichst schnell hinter mir zu lassen. Bitten Sie selbstbewusst darum: „Ich brauche jetzt echt jemanden zum reden, damit ich aus meinem Frust rauskomme. Hast Du gerade Zeit?“ Ob Eltern, Freunde, Verwandte oder Profis gegen Geld: Geben Sie niemals auf!

Für weitere nützliche Tipps, wie Sie sich im Job oder bei schlimmem Frust wieder motivieren und positiv stimmen, lade ich Sie zu meinem Online-Seminar am Uniklinikum Regensburg am 14. Januar 2021 von 18:00-19:30 Uhr ein.

Titel:
Ist Ihr Optimismus optimal oder optimierbar? Strategien zur Krisenbewältigung

Investition 25,— Euro

Anmeldung bei:
Thomas Bonkowski und Thomas Wiesbeck
Mail: Thomas.Bonkowski@ukr.de
Tel.: 0941/944-4333 od. -4478

Psychische Komlexität im Unternehmen

Life

Ein Beispiel: Niederlassungsleiter A in München respektiert NLleiterin B in Berlin nicht. Aus diesem Grund vermittelt er einen russischen Kunden A nicht dorthin, sondern wickelt ihn über München ab. Zwei russische Kunden a und b unterhalten sich. a hat wesentlich mehr Kosten, als b, weil er von München aus betreut wurde. a beschwert sich beim GesamtGF und droht mit Konsequenzen. 

Vermehrte Kundenbeschwerden, unerklärliche Umsatzeinbrüche oder zähe Prozesse sind fast immer menschlichen Ursprungs. Sie haben selten mit dem Produkt, der Leistung oder den komplexen Abläufen zu tun. Gerade darüber wird aber fälschlicherweise diskutiert, weil psychische Komplexität als irrelevant und zu wenig greifbar abgetan wird.

Der GF befragt beide NLleiter im Meeting. A findet plausible Argumente, B verschweigt den eigentlichen Grund, um nicht in die „Zickenecke“ gestellt zu werden. Der Kunde erhält einen Bonus, sonst passiert nichts. 

Das eigentliche Problem verschärft sich, indem die Mitarbeiter von A und B in Konflikt geraten, weil sich über den Flurfunk der wahre Grund herumgesprochen hat. Wenige Jahre später ist nicht mehr nachvollziehbar, warum München und Berlin nicht gut zusammenarbeiten.

Lösung

1. Einzelgespräche in geschickter Offenheit.

2. GF versteht die Zusammenhänge und geht in die Mentorenrolle. 

3. A wird in seiner Motivlage gecoacht. Er erkennt ohne Gesichtsverlust die Konsequenzen fürs Geschäft und ändert sein Verhalten gegenüber B. 

4. B wird trainiert, wie Sie sinnvoll mit A umgeht, um Respekt zu erhalten.

5. Der Kunde a erhält den Bonus und wird strategisch und rhetorisch geschickt an B übergeben. Er fühlt einen Mehrwert.

6. Die Teams A und B werden zeitnah in einer Teamentwicklung zusammengebracht. 

#teamentwicklung #kundenorientierung #konfliktmanagement #führungstraining 

Sales in der Krise

Sales in der Krise

Leadership, sales

„Unsere Kunden investieren kaum noch. Meine Verkäufer sind frustriert. Wir haben einen Einbruch von 40 Prozent“, so der #Vertriebsleiter einer #Versicherungsagentur.

Folgende #Tipps:

+ Kümmern Sie sich intensiver um einzelne #Kunden und zeigen sie mehr persönliches Interesse.

+ Menschen igeln sich in Krisen ein und sichern ihre Pfründe. So funktioniert unser inneres Sicherheitssystem. #Verkaufen Sie auf lange Sicht. Bauen Sie Bindungen für die Zukunft auf.

+ Verteilen Sie #Optimismus und #Verständnis. Das wird beim Kunden hängen bleiben.

+ Kunden sind in #Krisenzeiten nicht so zugänglich und freundlich, wie in guten Zeiten. Beziehen Sie das nicht auf Ihre Leistung!

+ Lassen Sie sich #coachen, vom Chef, vom Kollegen, vom Profi. #Supervision bringt Sie schneller auf neue Gedanken und raus aus dem Loch.

+ Vermeiden Sie Problemgespräch über die Krise. Andere Zeiten werden kommen. Geben Sie niederdrückenden Gedanken keine #Chance, sich einzunisten.

+ Nehmen Sie diese Krise als wertvolle Erfahrung für Ihr ganzes Leben. Sie gehen stark und mit einer wahnsinnigen #Lebensfreude daraus hervor.

Emotion lass nach!

Emotion lass nach!

Life

„Gefühle haben im Job nichts verloren. Wir kommen zu nichts mehr, wenn jeder seine Befindlichkeiten auslebt“, so der Werksleiter einer 1.000 Mann-Produktion.

Emotionsunterdrückung und ein darauf aufbauender faktenzentrierter Führungsstil gehen fast immer nach hinten los. Denn Emotionen sind ein wichtiger Zugang zu Motivation und Teamwork.

Emotion Ablauf:
1. Wahrnehmung einer Situation/ Objekt.
2. Innerer Gefahrenscan, Soll-Ist-Vergleich und Bewertung mit episodischem Gedächtnis.
3. Weisung ans limbische System, Einsatz der Neurotransmitter und efferente Aussendung in Körperregionen.
4. Physische Reaktion in Muskeln und Organsystemen.

Alls das läuft weitgehend unbewusst. Gedanken über „Gefühle“, die uns zum Handeln motivieren, über die wir sprechen und diskutieren, produziert unser Großhirn erst danach, indem er das Körpergefühl interpretiert.

Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, die eigenen Gefühle und die Gefühle anderer Personen sensorisch wahrzunehmen, kognitiv nachzuvollziehen und durch Verhalten zu beeinflussen – positiv und unterstützend.

Führungskräfte müssen diesbezüglich umdenken, umtrainieren und emotionale Kompetenz integrieren.

Sie wollen mehr zum Thema Emotion erfahren? Kommen Sie zu meinem Online-Vortrag.

Schweigen ist kein Gold

Schweigen ist kein Gold

Leadership

Kennen Sie den Abilene-Effekt? Er besagt, dass Menschen sich im Zweifel schweigend der vermeintlichen Gruppenmeinung anschließen, obwohl sie eigentlich anderer Ansicht sind. Sie gehen einen Weg mit, weil sie glauben, auch alle anderen (die ebenfalls schweigen) finden diesen Weg richtig. Eine wichtige Erkenntnis für Vorgesetzte, die glauben, ihre Mitarbeiter wären alle im Boot.

Das psychische Grundbedürfnis nach Bindung und Nähe innerhalb einer Gruppe ist der Grund, warum Menschen eher schweigen, als reden. Sie äußern ihre wahre Meinung nicht, wenn sie gegensätzlich ist. Die Gefahr wäre, ausgegrenzt und bloß gestellt zu werden. Gerade im Unternehmensumfeld werden Nachteile befürchtet bis hin zur blanken Angst vor Jobverlust. „Polarity“-Responder oder „Dauerkritiker“ sind wenig beliebt im Team und schon gar nicht beim Chef. Gerade Vorgesetzte oder Unternehmenslenker sind von ihrer Meinung überzeugt und wissen sie argumentativ in Szene zu setzen. Und sie haben die Macht. Es bedarf schon einer Menge Selbstbewusstsein, sich dagegen zu äußern.

Schweigen ist Zustimmung

Der Denkfehler ist, zu glauben, dass Schweigen Einverständnis bedeutet. Mitarbeiter verstecken sich hinter ihrem Pokerface und gehen bei Entscheidungen mit, ohne ihre Bedenken zu äußern. Sie glauben, sie würden sich als einziger in eine Außenseiterposition bringen. Spannend daran ist, dass es oft mehrere sind, die sich so positionieren. Dem Unternehmen kostet das eine Menge Geld und Zeit. Denn Entscheidungen, die der Chef trifft, sind nicht immer die besten. Produkte, die keiner braucht werden entwickelt, teure Marketingkampagnen aufgesetzt, ja, ganze Strategien verändert, weil die Führungskraft der eigenen Intuition vertraut.

Hinterfragen als Wettbewerbsvorteil

Das Gute ist, auch beim Mitbewerber greift das Abilene-Paradoxon. Deshalb ist es ein klarer Vorteil, wenn Mitarbeiter aktiv einbezogen werden. Die Führungskraft sollte sich zurück nehmen und Raum schaffen für Fragen, Argumente und mögliche Probleme. Mitarbeiter bringen andere Blickwinkel ein und haben durchaus gute Ideen. Die Ironie ist, dass Chefs oft von oben herab auf ihre Leute blicken (die sie eingestellt haben) und ihnen nicht zutrauen, auch Kompetenzen zu haben. Wie auch, wenn sie diese nie abgefragt haben. Das ist im übrigen das so genannte Tally-Poppy-Syndrom. Dazu mehr im nächsten Artikel.

Sie machen das anders? Wunderbar. Dann gehören Sie zu den wenigen Führungskräften, die sich trauen, vermeintliche Schwäche zu zeigen, die natürlich keine ist. Sie müssen weder alles wissen, noch immer die richtigen Entscheidungen treffen. Dafür haben sie ein kompetentes Team, dass ihnen den Rücken stärkt, wenn sie es lassen.

Mein Vortrag zu Führung und Motivation in Krisenzeiten könnte Sie interessieren. Mehr dazu unter:

Entscheidungen sind Augenblicke

Entscheidungen sind Augenblicke

Life

Was motiviert Sie mehr? Sicherheit oder Selbstbestimmung? Vermutlich bekommen Sie einen Knoten im Kopf, wenn Sie darüber nachdenken. Das ist normal, denn die beiden Motive sind Ausprägungen am jeweils entgegengesetzten Ende einer Skala. Wer Sicherheit anstrebt muss einen Teil der Selbstbestimmung aufgeben und umgekehrt. Wer selbstbestimmt leben will, muss bereit sein, Risiken einzugehen.

Es ist eine Frage der Werte und der jeweiligen Lebensziele. Sie dürfen täglich neu entscheiden. Ein Rezept für die „richtige“ Wahl gibt es nicht. Oft genug verrennen wir uns in die „falsche“ Richtung, die sich hinterher als wertvolle Erfahrung herausstellt.

Es geht um die innere Balance, nicht die Extreme. Wobei Extreme herausarbeiten, wie Ihre persönliche Balance beschaffen ist. Wann es Zeit wird, sich nach innen zu richten und wann nach außen. Wann Sie an Mitmenschen oder an sich denken. Wann Sie sprechen oder schweigen. Wann Sie Ja sagen oder Nein. Wann Sie fokussiert sind oder loslassen. Wann Sie Emotionen zulassen oder sich zügeln.

Es ist ein Gefühl, ein winziger Augenblick, der Ihnen genau sagt, was für Sie stimmig ist. Ihr Verstand ist dabei eher hinderlich. Er verwässert diese Klarheit durch Argumente, die Ihrer Konditinierung entspringen, nicht Ihrem wahren Wesen.

Einfach mal Ruhe geben!

Einfach mal Ruhe geben!

Leadership, Life

“Mama, ich glaube ich bin krank.” Da haben wir den Salat. Die eine Tochter muss mit Erkältung daheim bleiben, die andere hat auf einmal Bauchweh und scheint heiser. Früher hätte ich sie im Zweifel in die Schule geschleift. Heute dachte ich: „Warum eigentlich?“. Sie fühlt sich nicht gut, also bleibt sie im Bett, den ganzen Tag. Sollten wir nicht sowieso umdenken? Mehr Rücksicht auf uns nehmen und natürlich auf andere? Auch mal ruhen, wenn der Körper es verlangt? Dazu muss man schließlich nicht gleich krank sein.

Wie oft zwingen wir uns zum Machen, weil wir es einfach immer so getan haben? Vielleicht ist es zielführender, mal nur zu SEIN, der inneren Führung zu vertrauen.

Kennen Sie die Tage, an denen Sie rödeln und rödeln und am Ende das Gefühl haben, nichts geschafft zu haben? Das sind die Tage, an denen kurzes fokussiertes Arbeiten und danach Nichtstun sinnvoller gewesen wären. Aber weil wir es gewohnt sind, machen wir weiter, bis der innere Antreiber endlich Ruhe gibt.

Nehmen Sie sich ein bis drei Tagesprojekte oder Teilschritte für größere Projekte vor, die Sie in Ihrer Arbeitszeit gut schaffen. Integrieren Sie Zeit-Raum für unerwartete Kommunikation mit Kollegen in Ihre Planung. Danach machen Sie Feierabend. So einfach und doch so schwer. Es erfordert Disziplin, den Stift fallen zu lassen und Konsequenz, sich auf das wesentliche zu konzentrieren!
Jeder Tag ist eine neue Chance! Wie wollen Sie es heute handhaben?

#coach #führung #zeitmanagement #schule #erziehung

Hausgemachte Unzufriedenheit

Hausgemachte Unzufriedenheit

Leadership, Life

Sie fühlen sich #unmotiviert oder #unzufrieden? Lesen Sie 10 Gründe, die Sie ändern können:

Die Klassiker:

  1. Sie schlafen zu wenig. Schalten Sie mindestens eine Stunde bevor Sie zu Bett gehen alle medialen Lichtquellen ab.
  2. Sie bewegen sich zu wenig. Sorgen Sie pro Woche für mindestens 3 x 45 Minuten Ausdauertraining.
  3. Sie essen falsch. Reduzieren Sie Zucker, Laktose, histaminreiche Lebensmittel, Alkohol oder Glutamat. Essen Sie nach 20 Uhr nichts mehr.

Die Specials:

  1. Sie arbeiten zu viel. Sorgen Sie für tägliche Frei-Zeit.
  2. Ihnen fehlt die Vorfreude. Planen Sie sich täglich/ wöchentlich Dinge ein, auf die Sie sich wirklich freuen.
  3. Sie lassen sich gehen. Bleiben Sie hart an Ihren Vorsätzen und Zielen!
  4. Ihr Umfeld saugt Energie ab. Investieren Sie Zeit in #Teamentwicklung und echte Freundschaften. Verabschieden Sie Energieräuber.
  5. Sie hinterfragen oder bewerten zu viel. Nehmen Sie Situationen oder Meinungen anderer mehr hin und kämpfen Sie nur da, wo es wirklich wichtig ist.
  6. Sie zögern zu viel. Entscheiden Sie öfter aus dem Bauch. Sprechen Sie offene Worte. Zeigen Sie Gefühle – vor allem positive.
  7. Sie grübeln zu viel. Vermeiden Sie vor allem Abends das Nachdenken. Lenken Sie sich ab.

Das Peterprinzip in der Führung

Das Peterprinzip in der Führung

Leadership

Heute stelle ich Ihnen das Peterprinzip vor: Es besagt, dass Mitarbeiter innerhalb einer Organisation so lange befördert werden, bis sie die Stufe der maximalen Unfähigkeit erlangt haben. Dort bleiben sie hängen, weil sie nicht weiter befördert werden.

Beispiel: Ein ausgezeichneter Softwareentwickler steigt „zur Belohnung“ zum Teamleiter auf. Er nimmt die Beförderung an, weil er es als Ehre empfindet und grundsätzlich schlecht „Nein“ sagen kann. Kommunikation ist an sich nicht seine Stärke. Auf die neue Position wird er nicht wirklich vorbereitet. Sein Chef bietet es ihm an, erklärt kurz, was er erwartet und los geht es. Das Team empfand den Kollegen als wertvollen Performer. Alle beglückwünschen ihn. Doch schon kurze Zeit später stellt sich heraus, dass der Führungsstil erhebliche Mängel aufweist. Sein Team empfindet ihn recht bald als introvertierten Nerd. Er weiß nicht recht, wie er damit umgehen soll. Auf einmal steht er auf der Seite der Lowperformer.

Folgen:

1. Aufgrund dieser Mängel wird er nicht weiter befördert. Als Bereichleiter, zwei Ebenen darüber, hätte er seine strategischen Kompetenzen einsetzen können, die bisher noch gar nicht erkannt wurden. Die Chance bekommt er natürlich nicht. Er bleibt auf dem unbefriedigenden Posten hängen und hat auch nicht den Mut, die Funktion wieder abzugeben.

2. Um dem Gefühl der Inkompetenz zu entgehen nutzt er jede Gelegenheit, sich im Alltagsgeschäft seiner Kollegen zu beteiligen und wieder selbst zu programmieren. So holt er sich persönliche kleine Erfolge, die aber beim Team als „Einmischung“ und „Kontrolle“ ankommen. Er könnte nicht loslassen und müsse überall mitmischen. Tatsache ist, dass der Teamleiter seine Führungsaufgaben vernachlässigt und dies mit „Zeitmangel“ begründet. Auf einmal sitzt er regelmäßig bei Chef und muss sich für Probleme im Team und Produkt rechtfertigen. Ein Teufelskreis.

Wer macht die Arbeit?

Die eigentliche Arbeit leisten weder die, nach dem Peterprinzip, beförderten Mitarbeiter, noch die, die auf eine neu geschaffene Stelle „wegbefördert“ wurden. Solche Stellen werden häufig als Karrieremöglichkeit aufgebaut, obwohl sie gar nicht nötig wären. So schafft das Unternehmen Anreize. Letztlich sitzen auf einmal Mitarbeiter, die viel Leistung gebracht haben in führenden Positionen ohne Team. Auch das kann sehr frustrierend sein. Sie setzten nun alles daran, ein Team zu bekommen für Arbeit, die gar nicht da ist, also schaffen sie Arbeit. Andere Kollegen wiederum werden „wegbefördert“, um Ruhe in die Teams zu bringen und Störenfriede sanft und geräuschlos zu eliminieren.

Die Leistung wird von denen erbracht, die zu 100 Prozent ihre Stärken einsetzen können und dürfen.

Eine leitende Funktion wieder abzugeben gleicht einem Rückschritt. Doch manchmal ist es besser, sich zu besinnen auf das, was einem liegt und Spaß macht. Gerade die jüngere Generation muss erkennen: Führungskraft sein ist keine Errungenschaft, sondern ein Ideal.

Wichtig ist es sich zu fragen:

  • Warum will ich diesen Posten?
  • Welche Aufgaben habe ich und liegen mir diese wirklich?

#leadership #coach #manager #führung

Belegschaft trotzdem agil

Belegschaft trotzdem agil

Leadership

„Unsere Belegschaft ist seit Jahrzehnten bei uns beschäftigt. Die meisten sind in gehobenem Alter. Wie bekomme ich sie noch motiviert, umzudenken, agiler zu werden?“

➡️Je länger ein Mitarbeiter die gleiche Tätigkeit über einen langen Zeitraum im gleichen Team ausübt, desto zäher vollzieht er die Veränderung.

➡️ Eingespielte Rituale im Alltag geben Sicherheit und brauchen wenig Energie. Die neuronalen Wege sind fest gebahnt und laufen schneller ab, als der Verstand entscheiden kann.

➡️ Etwa sieben Jahre vor der Rente beginnen die meisten, innerlich abzuschließen.

✅ Ein Ansatzpunkt für den Austritt aus der Komfortzone ist der persönliche Vorteil des Mitarbeiters. Wird dieser konkret verbessert, verringert das den Gegenwind im Change.

✅ Noch effektiver wirkt das Verhalten der Führungskraft.

❗️Ein erfolgreicher Kulturchange folgt einem roten Faden, der geplant und konsequent durchgezogen werden sollte. Sie nehmen vielleicht nicht jeden mit, aber eine kritische Masse genügt, um neue Wege zu ermöglichen.

#change #kulturwandel #motivation #generationenwandel #innovation #war4talents #coaching #organisationentwicklung #managment #leadership #führungskultur #führungskraft #malaikaloher

Reaktionstypen Führung

Reaktionstypen Führung

Life

Kommen Ihre Mitarbeiter gerne zur Arbeit? Woher wissen Sie das? Wie oft fragen Sie nach deren Befinden und wollen die Antwort wirklich hören? Und wie genau reagieren Sie? 2 häufige Typen von Reaktionen:

Beispiel: Mitarbeiter A kommt und meldet Konflikt mit Kollegen B, der sich angeblich fehl verhalten hat. Kollege B ist dem Chef schon öfter negativ aufgefallen.

Welcher Reaktionstyp sind Sie?

1. Aktivisten reagieren elternähnlich und maßregeln B, ohne dessen Version anzuhören. Sie wollen schnelle Lösungen und keine Zeit mit Gesprächen „verschwenden“.

2. Passivisten reagieren zurückweisend. Befindlichkeiten ihrer Leute sind ihnen zuwider. Sie sehen Teamkonflikte nicht als ihre Aufgabe und erwarten, dass die Mitarbeiter das selbst regeln.

Tipps:

-> Hören Sie sich grundätzlich zuerst alle Versionen an, ohne zu handeln oder zu urteilen.

-> Vereinbaren Sie dazu vorbereitete Gesprächstermine, in denen Sie ggf. auch andere Themen abhaken.

-> Bringen Sie im Gespräch den jeweiligen Mitarbeiter dazu, von Allgemeineinschätzungen zur Ausgangserfahrung zu kommen. Analysieren Sie diese mit dem Mitarbeiter.

-> Achten Sie darauf, immer nur über wahrnehmbare Fakten und Verhaltensweisen zu sprechen, nicht über Vorurteile oder Gedankenlesen.

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Nicht zurück in die Angst

Nicht zurück in die Angst

Life

Die zweite Welle ist aktuell ein Hauptthema in den Medien. Was lösen die News in uns aus? Ärger oder Stressgefühle? Stress löst Angstgedanken im Corden aus. Als Reaktion aktiviert die Amygdala hinter dem Schläfenlappen im lymbischen System. Die Synapsen schütten Neurotransmitter aus, die Angstgefühle erzeugen. Unser Gefahrenabwehrsystem kommt in Fahrt. (Flucht, Kampf, Tot stellen). Im Körper werden bestimmte Prozesse angetriggert, wie ein erhöhter Herzschlag, Schweißproduktion, Herunterfahren des Immunsystems.

Effekt: Sie können nicht mehr analytisch denken, werden hektischer, kommunizieren weniger und unpersönlicher, agieren unberechenbar, eskalieren Konflikte schneller oder ziehen uns zurück mit einem Gefühl der Resignation. Ihre Wahrnehmung fokussiert sich auf die „Gefahrenquelle“. Sie liegen quasi angespannt auf der Lauer.

Das Stresshormon Cortisol verstärkt den Angst-Zustand und verhindert besonnenes Verhalten und die differenzierte Betrachtung von Sachverhalten. Alles wirkt auf einmal bedrohlich. Man fühlt sich ausgeliefert.

Dauert dieser Zustand an, wirkt er sich im Gehirn zerstörerisch aus mit schweren psychischen und körperlichen Folgen. Rund 20% der Bevölkerung erkranken irgendwann im Leben an einer Angststörung. Das ist eine massive psychische Erkrankung. Angst ist auch bei ca. 70 % der Depressionskranken eine Begleiterscheinung.

Wir müssen gemeinsam verhindern, dass mehr und mehr Menschen psychisch erkranken. In die Angst vor dem Virus mischt sich die Angst vor den existentiellen Folgen für unser Leben. Aus meiner Sicht ist die psychische Belastung ein wirklich ernst zunehmendes Problem, dem Sie bei sich und bei Ihren Mitarbeitern aktiv begegnen können. 

1. Schaffen Sie ein Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit, privat und mit Ihren Mitarbeitern. 

2. Schaffen Sie ein Gefühl von Sicherheit durch machbare Aufgaben. Nehmen Sie die kleinen Erfolge wahr. 

3. Erinnern Sie sich an Ihre Vision. Sprechen Sie mit dem Team über Ihre gemeinsamen Werte. Geben Sie ein Gefühl von Sinn.

4. Sprechen Sie nicht nur über Probleme und schon gar nicht über vermeintliche Horror-Szenarien in der Zukunft, von denen Sie heute nicht wissen, ob Sie wahr werden.

5. Geben Sie positives Feedback. Loben Sie Ihre Mitarbeiter. Hören Sie zu, zeigen Sie aktiv Wertschätzung. Das verbindet, baut den Selbstwert auf und verringert die Angst.

6. Holen Sie Mitarbeiter, die „in der Versenkung“ verschwunden sind wieder an den Tisch. Ziehen Sie sich nicht auf E-Mail-Kommunikation zurück. Kommunizieren Sie eher mehr, als weniger.

Falls Sie psychische Probleme in Ihrem Umfeld oder bei Ihren Mitarbeitern sehen oder sich Einzelpersonen ungewöhnlich verhalten, suchen Sie sich Hilfe. Auch ich kann Ihnen sicher die ein oder andere Frage beantworten. Trauen Sie sich, darüber zu sprechen. Ich bin für Sie da. 

Nachtrag: Bedenken Sie bitte, dass sich Ihre Angst auch auf Ihre Kinder überträgt. Es lohnt sich also, daran zu arbeiten!

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